Chancen auf Transfer steigen offenbar

Engländer: Bayern-Wunschspieler bei seinem Klub gefrustet

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Glücklich sieht anders aus: Nicht nur Alexis Sanchez (r.) hadert mit der Saison des FC Arsenal.

München - Der FC Bayern hat den ersten Teil seiner Hausaufgaben für die Saison 16/17 erledigt. Nun könnte sich fast unverhofft die Gelegenheit für einen weiteren Transfer ergeben.

Gerade erst hat sich der FC Bayern in Dortmund und Lissabon bedient, da könnte sich auch schon ein Deal mit dem FC Arsenal anbahnen. Wie die englische Zeitung Daily Mirror berichtet, müssen die "Gunners" rasch eine Grundsatzentscheidung über die Zukunft von Alexis Sanchez treffen. Um den pfeilschnellen Chilenen, der mit Fernando Felicevich den gleichen Berater hat wie Arturo Vidal, sollen die Roten seit Monaten buhlen.

Der Vertrag des 27-Jährigen in London läuft zwar noch bis 2018, doch anscheinend befürchten Teammanager Arsene Wenger und Co., dass der mehr und mehr gefrustet wirkende Sanchez sich nicht von einer Verlängerung überzeugen lassen werde. In diesem Fall müsste der Tabellen-Dritte der Premier League seinen mit 13 Treffern neben Stürmer Olivier Giroud erfolgreichsten Liga-Torschützen in diesem Sommer abgeben. Schließlich will der Klub eine Ablöse in der Größenordnung der 2014 an den FC Barcelona überwiesenen 42,5 Millionen Euro aufrufen.

Die Transfergerüchte rund um den FC Bayern

Sanchez-Verhalten gibt Rätsel auf

Alexis Sanchez.

Das Blatt nennt zwei konkrete Beispiele für die Vermutung, dass Sanchez bereits mit dem FC Arsenal abgeschlossen hat. Beim 1:0 über Norwich City am letzten April-Wochenende verließ er das Emirates Stadium nach seiner Auswechslung in der Schlussphase fluchtartig. Als die Teamkollegen die Kabine betraten, war Sanchez bereits verschwunden. Außerdem verweigerte er nach dem 2:2 am Sonntag bei Manchester City den obligatorischen Gang zu den Gästefans, um sich für die Unterstützung zu bedanken.

Das alles deutet auf einen Rückfall in alte Zeiten hin. Schon bei Barca scheiterte Sanchez auch wegen seiner Ego-Show - bei Mitspielern vom Kaliber eines Lionel Messi nicht unbedingt die beste Taktik. Fraglich, ob der FC Bayern für sein homogenes Team einen Profi braucht, der sich über Alleingänge definiert und den richtigen Moment zum Abspiel häufig verschläft. Obwohl die Roten ja auch Arjen Robben zu einer Art Teamplayer erzogen haben.

Juve-Sportdirektor lobt Sanchez

Mittlerweile soll der FC Bayern allerdings nicht mehr der einzige Interessent für Sanchez sein. Zuletzt hatte Giuseppe Marotta, Sportdirektor von Juventus Turin, vielsagend erklärt: "Es gibt keinen Zweifel, dass er ein großartiger Spieler ist. Und solche Spieler wollen wir natürlich haben." Noch scheint alles offen zu sein. Den neu ausgehandelten Vertrag beim FC Arsenal, der ihm jährlich 10,5 Millionen Euro garantieren soll, hat Sanchez jedenfalls nach wie vor nicht unterschrieben.

Beim FC Bayern wäre Sanchez der dritte Zugang nach Renato Sanches und Mats Hummels, deren Verpflichtungen am Dienstag bekanntgegeben wurden.

Die FC-Bayern-Trikots 2016/2017 - und ein historischer Streifzug

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