Niederländer so entspannt wie nie

Robben widerspricht Sammer

+
Arjen Robben.

München - Arjen Robben scheint schon seit geraumer Zeit in der Form seines Lebens zu sein. Großartig verändert habe er seine Spielweise aber nicht, sagt der Niederländer.

Acht Tore hat Arjen Robben in dieser Bundesliga-Saison bereits erzielt, Woche für Woche scheint der Niederländer im Trikot des FC Bayern leistungsmäßig zu explodieren - doch der Superdribbler spielt nicht erst seit diesem Sommer kontinuierlich wie aufgedreht. Bereits seine WM mit den Niederlanden war überragend - und auch die beiden Jahre zuvor bei den Bayern drückte der Linksfuß dem Spiel der Münchner mit seiner unnachahmlichen Art seinen Stempel auf. Man erinnere sich beispielsweise nur an das Champions-League-Finale 2013.

Wie erfolgsbesessen und hungrig der 30-Jährige nach wie vor ist, beweist er nicht nur durch seine Auftritte auf dem Rasen, er legt auch verbal nach. "Ich habe alles im Griff und kann meinen Fußball genießen", sagt der früher so arg verletzungsanfällige Robben im Interview mit dem "Kicker". "Der Sieg im Champions-League-Finale 2013 hat für Entspannung gesorgt, trotzdem denke ich nicht, ich hätte alles erreicht. Ich bin noch hungrig, ehrgeizig und versuche mich zu verbessern."

In Pep Guardiola hat Robben hierfür scheinbar den perfekten Trainer gefunden. Unter dem Spanier habe er sich noch weiter verbessert, sagt Robben. "In Nuancen. Im Positionsspiel, im Gespür für die Räume, wo ich noch gefährlicher werden kann."

In früheren Jahren, zu seinen Zeiten beim FC Chelsea, Real Madrid und auch anfangs bei den Bayern, galt Robben hinter vorgehaltener Hand als egoistischer Spieler. Einst soll er von seinen Bayern-Kollegen sogar den Spitznamen "Aleinikow" verpasst bekommen haben. Vielleicht bezog sich Sportvorstand Matthias Sammer auch auf jene Zeiten, als er jüngst meinte, Robben habe, wie auch Franck Ribéry, verinnerlicht, dass Fußball ein Mannschaftssport ist. Dem widerspricht Robben aber vehement. "Nein, da gibt es es keine große Veränderung. Ich war immer ein Mannschaftsspieler."

Ob er seine Karriere beim FC Bayern nach Ablauf seines Vertrages 2017 beendet, lässt er noch offen. "Ich bin da ganz entspannt, so weit schaue ich nicht nach vorne. Das geht im Fußball nicht."

Gregory Straub

Gregory Straub

E-Mail:gregory.straub@tz.de

Google+

auch interessant

Meistgelesen

Müller erklärt Niederlage gegen Atlético
Müller erklärt Niederlage gegen Atlético
Gründe für Bayern-Pleite: "Ideenlos, zu wenig Einsatz"
Gründe für Bayern-Pleite: "Ideenlos, zu wenig Einsatz"
FC Bayern missglückt Revanche bei Atlético
FC Bayern missglückt Revanche bei Atlético
Hoeneß bewundert Lahm: "Parallelen zu meinen Anfängen"
Hoeneß bewundert Lahm: "Parallelen zu meinen Anfängen"

Kommentare