Franck ist glücklich mit Ancelotti

Ribéry: Carlo gibt ihm das Vertrauen

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Franck Ribéry (vorne) fühlt sich bei Carlo Ancelotti bestens aufgehoben.

München - Alter? Nur eine Zahl! Das beste Beispiel dafür ist einmal mehr Franck Ribéry. Die Partie des FC Bayern am Mittwoch gegen Man City (1:0) lief zwar eigentlich unter der Kategorie Testkick, dieses Wort findet sich allerdings nicht im Vokabular des 33 Jahre alten Superdribblers.

Von Minute eins an gab Ribéry Gas und ließ sich dabei nicht einmal von einem zerrissenen Trikot bremsen. Ganz im Gegenteil: Der Monsieur hatte Spaß, vernaschte den ein oder anderen Engländer und ließ die knapp 70 000 in der Allianz Arena immer wieder mit der Zunge schnalzen. Très bien!

„Ich fühle mich sehr gut, die Schnelligkeit ist auch wieder da“, sagte die Nummer Sieben des Rekordmeisters hinterher der tz. „Nach sieben Wochen Urlaub braucht es noch ein bisschen, aber wir hatten jetzt zehn Tage Training und ich fühle mich von Tag zu Tag besser. Eine gesamte Vorbereitung zu absolvieren ist wichtig für die gesamte Saison, auch damit es keine Verletzungen gibt. Ich fühle mich gut, auch im Kopf, und das ist schön.“

Bilder: Was macht Pep da auf meinem Platz?

Ganz besonders für Carlo Ancelotti, der auf dem linken Flügel damit nach einigen Verletzungen zuletzt wieder auf einen fitten Ribéry setzen kann. „Franck bekommt heute von mir acht Punkte“, so der Bayern-Trainer. Der Italiener hatte verraten, dass er seinen Spielern Schulnoten geben werde – allerdings nach dem Vorbild des italienischen Bewertungssystems. Im Bel Paese ist Note Null nämlich gleichbedeutend mit der deutschen Sechs, die Zehn hingegen das Beste. Ancelotti weiter: „Er hat sehr gut gespielt, ich mag seinen Stil sehr. Er ist ein fantastischer Spieler und könnte noch sehr wichtig für uns werden. Ich bin glücklich, ihn in meinem Team zu haben. Er hat Qualität und Erfahrung. Ich bin froh, dass er in so gutem Zustand ist.“

Und der Monsieur ist froh, so jemanden wie ihn als Trainer zu haben. Was Coaches angeht, hatte es Ribéry ja nicht immer leicht, besonders wenn es sich dabei um Tulpengeneräle handelte. Mit dem Italiener scheint jetzt aber alles bene. Ribéry zur tz: „Super! Ich bin so zufrieden mit ihm, denn er ist ein sehr großer Trainer. Er kennt den Fußball sehr gut, bringt eine Menge Erfahrung mit und ist auch als Mensch sehr ruhig.“ Ganz wichtig beim Franzosen: Die Kommunikation. „Er redet viel mit mir, für einen Spieler geht es nicht besser. Und er lässt einen sein Vertrauen spüren, diese kleinen Details sind für einen Spieler enorm wichtig. Letztens kam er auch zu mir und meinte, dass er mich damals bei Chelsea haben wollte. Ich habe ihm gesagt, dass es schwer war, aber schau her: Jetzt ist er ja zum FC Bayern gekommen. Das ist lustig.“

Und zu was Ribéry fähig ist, wenn er sich wohlfühlt, ist bekannt. „Ich brauche das“, so der Flügelflitzer, der in München noch ein Jahr Vertrag hat. „Es ist so wie mit Jupp Heynckes oder Ottmar Hitzfeld: Sie haben mir ihr Vertrauen gegeben – und dieses Vertrauen gebe ich ihnen dann auf dem Platz zurück.“ Das Alter spielt dabei ohnehin keine Rolle.

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