Große Pokalsause in Berlin

Hier feierten die Bayern-Stars bis spät in die Nacht

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Im The Grand am Alexanderplatz in Berlin feierten die Bayern bis spät in die Nacht.

Berlin - Am Ende konnte Pep Guardiola seine Gefühle nicht mehr zurückhalten. Nachdem Douglas Costa den entscheidenden Elfmeter verwandelt hatte, ließ der Spanier seinen Emotionen freien Lauf. Zunächst fiel er seinem Intimus Manel Estiarte in die Arme, anschließend flossen die Tränen.

Am Ende konnte Pep Guardiola seine Gefühle nicht mehr zurückhalten. Nachdem Douglas Costa den entscheidenden Elfmeter verwandelt hatte, ließ der Spanier seinen Emotionen freien Lauf. Zunächst fiel er seinem Intimus Manel Estiarte in die Arme, anschließend flossen die Tränen. Tränen der Freude, Tränen des Glücks, Tränen der Erleichterung. Letztlich verabschiedet sich der Coach noch mal mit dem Double vom FC Bayern und darf München nach drei Jahren erhobenen Hauptes verlassen. Das sah die Mannschaft auch so, Philipp Lahm machte es für alle sichtlich. Bei der Pokalübergabe überließ der Kapitän dem scheidenden Trainer den ersten Jubelmoment. Pep verabschiedet sich mit dem Titel in der Hand und Tränen in den Augen!

„Titel sind für mich nur Nummern. Am Ende gehst du nach Hause und schaust nicht auf Titel, sondern auf das, was du erlebt hast“, erklärte Guardiola – und das war während seiner dreijährigen Amtszeit eine ganze Menge. Das letzte Kapitel war am Samstagabend das hochdramatische Endspiel gegen den BVB, an dessen Ende das Elfmeterschießen über Triumph oder Trauer entscheiden musste. „Wir waren über 120 Minuten die bessere Mannschaft, aber am Ende gehörte auch ein bisschen Glück dazu“, meinte Lahm, der seine Geste bei der Pokalübergabe so erklärte: „Ich habe mir das nicht im Vorfeld überlegt, sondern kurz davor gedacht: Das würde passen. Er hat viel geleistet, für die Mannschaft, für den Verein. Er hat uns noch mal auf ein neues Niveau gebracht.“

Umgekehrt war es nicht anders. Auch Guardiola wusste, was er seinen Spielern zu verdanken hatte. Jeden Einzelnen umarmte er nach dem Abpfiff, bevor es mit dem Team Richtung Fankurve ging. Den Startschuss zur langen Nacht setzten die Roten noch im Olympiastadion mit ihren Fans, anschließend ging es weiter in die Repräsentanz des Hauptsponsors. Dort wurden die Pokalsieger von zahlreichen Gästen gefeiert und der Vorstandsvorsitzende huldigte ihnen. „Wir können stolz sein auf diese Mannschaft, die nicht nur auf dem Platz Vollgas gibt und in den letzten Jahren Titel en masse eingefahren hat. Sie hat auch außerhalb des Platzes einen tollen Charakter. Das sind tolle Botschafter für Bayern München“, lauteten die Worte von Karl-Heinz Rummenigge an Kapitän Lahm & Co., ehe er sich noch ein letztes Mal des scheidenden Trainers annahm. „Wir haben jetzt drei Jahre mit Pep erlebt. Es waren drei großartige Jahre“, resümierte Rummenigge. In die Amtszeit des Spaniers fielen sieben Titel, „dank diesem Mann haben wir eine Erfolgsstory erlebt, die ihresgleichen sucht.“ Dabei hielt er den Katalanen in seinem Arm, demonstrierte die Verbundenheit zwischen Vorstandsetage und Trainerteam.

Auch Guardiola klang wehmütig. „Ich werde es vermissen, jeden Tag mit diesen Spielern zu arbeiten. Es war eine riesige Erfahrung für mich. Alles war sehr, sehr gut. Ich wünsche dem FC Bayern für die nächsten Jahre das Beste“, sagte der 45-Jährige zum Abschied.

Servus sagten später auch die Stars: Nach und nach verabschiedeten sie sich ins Berliner Nachtleben, in Szene-Clubs wie dem The Grand am Alexanderplatz wurde bis in die Morgenstunden gefeiert. Nach wenig Schlaf ging es am Sonntag Mittag zum Flughafen. Das Ziel: München. Der Plan: Weiterfeiern! Mit Pep, ein letztes Mal, und auch in diesen letzten Stunden mit dem Trainer galt das Wort, das Thomas Müller mit Blick auf den immensen Druck, den sich Guardiola auch immer selbst gemacht hat, fand: „Jetzt darf er endlich wieder Mensch sein.“ 

Bilder: So wild feierten die Bayern auf dem Marienplatz

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