Antworten auf die wichtigsten Fragen

FC Bayern gliedert Basketball-Abteilung aus

München - Bayern München hat seine Basketball-Profiabteilung aus dem Hauptverein ausgegliedert. Seit dem 1. Oktober firmiert der deutsche Meister als FC Bayern München Basketball GmbH. Die tz beantwortet die wichtigsten Fragen.

Alles neu nach Saison Nummer drei! Kaum ist der Start in die vierte BBL-Spielzeit der Bayern-Basketballer geglückt, zaubern die Verantwortlichen des Vereins die nächste Überraschung aus dem Hut. Seit dem 1. Oktober ist die Profi-Abteilung des FC Bayern Basketball aus dem Hauptverein FC Bayern München e.V. ausgegliedert und fungiert von nun an als eigene GmbH. Das gab der Verein am Montag auf einer offiziellen Pressekonferenz bekannt. FCB-Vize Rudolf Schels erklärt diesen Schritt so: „Die Ausgliederung war nötig um der dynamischen Entwicklung der letzten Jahre Rechnung zu tragen. Das ist auch ein Zeichen für die langfristige Ausrichtung des Basketballs in München." Das Ganze betrifft die erste und die zweite Profimannschaft der Münchner.

Was aber bedeutet das konkret? Welche Dinge ändern sich? Wer wird Geschäftsführer? Die tz beantwortet die wichtigsten Fragen.

- Was bedeutet das?  Mit diesem Schritt wird der FC Bayern Basketball zu einer eigenständigen Gesellschaft – quasi der Tochtergesellschaft des Vereins. Salopp erklärt: Der FCB Basketball wird von einer Abteilung zu einem eigenständigen Unternehmen. Momentan hält der FC Bayern alle Anteile an dieser GmbH. Rein theoretisch wäre es aber möglich, einzelne an außenstehende Gesellschaften zu verkaufen – wie es bei vielen Fußballklubs bereits üblich ist. Etwas, das laut der Verantwortlichen allerdings vorerst nicht geschehen soll.

- Was ändert sich? Von außen betrachtet erst einmal nicht viel, da alle Anteile an der GmbH in der Hand des FC Bayern bleiben sollen. Intern bedeutete diese Umstellung erst einmal viel Papierarbeit. So mussten alle Verträge, vom Spielervertrag bis zum Mietvertrag des Audi Dome, umgeschrieben werden.

- Wer wird Geschäftsführer? Hier gibt es keine Überraschungen. Marko Pesic und Volker Stix teilen sich die Aufgaben der Geschäftsführung. Insgesamt betrifft die Ausgliederung 24 Mitarbeiter der Geschäftsstelle.

- Warum das Ganze? Alle Verantwortlichen stimmten auf diese Frage hin ihrem Vizepräsidenten zu. Der FCB Basketball sei in kürzester Zeit zu groß geworden, um weiterhin Teil des eV. zu sein. Marko Pesic: „Es ist unglaublich, wenn man sieht, wie gut sich die Basketballabteilung in den vergangenen drei Jahren entwickelt hat. Dies ist nun der nächste Schritt.“ Übrigens: Die meisten Basketball-Vereine in Deutschland sind bereits eigene Gesellschaften.

- Was ändert sich für die Fans? Gefühlt erstmal nichts. Für die Anhänger der Basketballer sollte vorerst alles beim alten bleiben. Einzige Nebensache: Die Mitgliederversammlung des FC Bayern e.V. hat durch die Ausgliederung nicht mehr den direkten Durchgriff auf den FCB Basketball. Solange aber die Mehrheit der Geschäftsanteile beim FC Bayern bleiben, ändert sich nichts.

Lena Meyer

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Lena Meyer

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