Bayern-Verteidiger hat aber auch einen Traum

Boateng: Das habe ich vor allem von Pep gelernt

Jerome Boateng
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Jerome Boateng.

München - Bayern-Star Jerôme Boateng bedauert den Abgang seines Trainers Pep Guardiola. In einem Interview verriet er nun, was ihm dieser vor allem beigebracht hat.

„Es wäre für mich schon etwas Besonderes. Ich komme aus Berlin, ich habe eine andere Hautfarbe - es würde mich einfach stolz machen“, sagte der Verteidiger der „Süddeutschen Zeitung“ (Donnerstag). Schon als Jugendlicher habe er von diesem Amt geträumt. Seit dem WM-Finale singt der 27-Jährige nun auch regelmäßig die Nationalhymne mit. „Das kam in Rio ganz spontan aus mir raus, das war so ein emotionaler Moment.“

Den zum Saisonende feststehenden Abschied von Trainer Pep Guardiola bedauert Boateng sehr: "Ich persönlich finde es schade weil wir uns mit ihm etwas erarbeitet haben. Aber seine Entscheidung wird jeder hier akzeptieren, und wir haben auch noch große gemeinsame Ziele." Der scheidende Trainer verhalt Boateng zu einem weiteren Qualitätssprung, schon vom ersten Tag an. Guardiola zeigte ihm einen Videozusammenschnitt, "so eine Art "Best of dumme Fouls"" und gab ihm dazu einige Hinweise zur Positionierung und Körperhaltung, "Er hat nicht nur die Grätschen gemeint, sondern das ganze Zweikampfverhalten. Das hat mich schon beeindruckt: Wie gut er vorbereitet war, als er hier ankam. Er wusste alles über mein Spiel", so Boateng.

Große Spiele gehe er inzwischen gelassener an. „Früher war ich brutal nervös. Als junger Spieler habe ich oft gedacht: Wenn du jetzt einen Fehler machst, ist das ganze Spiel kaputt, und du bist schuld!“, schilderte er der „SZ“. „Heute ist das anders: Jetzt ist da ein Kribbeln, eine gute Nervosität. Ich weiß dann: Ich bin wach.“ Dabei weiß Boateng durchaus auch um seine Schwächen: „Ich muss zum Beispiel deutlich torgefährlicher werden.“

Einen Wunsch hat er auch noch für das neue Jahr: Die Rückkehr von Uli Hoeneß an die Spitze des FC Bayern. "Ich mag ihn einfach als Mensch. Man weiß, er ist immer für einen da, egal was ist. Es wurde auch ohne ihn super gearbeitet, aber trotzdem: Einfach dieses Team wieder zu haben, Rummenigge und Hoeneß, ja, das wünsche ich mir."

dpa

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