Kaderplanung für die kommenden Jahre

FC Bayern 2020: Das Grundgerüst steht

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Die Kaderplanung beim FC Bayern läuft.

München - Bayern München bastelt schon jetzt an seiner Mannschaft der Zukunft. Das Grundgerüst für die kommenden Jahre steht. Nur der Trainer ziert sich weiter.

Eine Zeit lang hatte Bayern München gehofft, dass der Klub bei seiner Jahreshauptversammlung die Vertragsverlängerung mit Trainer Pep Guardiola verkünden könne. Da dies nun laut Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge „eine Weihnachtsüberraschung“ wird, hat der deutsche Fußball-Rekordmeister am Freitag wohl eine andere frohe Botschaft für die Mitglieder parat: Weltmeister Jerome Boateng bleibt dem FC Bayern bis 2021 treu.

Unabhängig von Guardiolas Zukunft basteln die Münchner derzeit an ihrer Mannschaft der Zukunft - an einer Generation nach Bastian Schweinsteiger (31), der im Sommer bereits zu Manchester United gewechselt war, Philipp Lahm (32), Franck Ribery (32) und Arjen Robben (31).

Der Umbruch ist schon fortgeschritten, doch die Verantwortlichen um Rummenigge und Sport-Vorstand Matthias Sammer arbeiten weiter mit Vehemenz daran, Leistungsträger wie Boateng langfristig an den Verein zu binden. Boatengs Arbeitspapier wäre 2018 abgelaufen, doch schon ab kommenden Sommer gelten laut kicker die neuen Konditionen bis 2021. Zehn Millionen Euro pro Jahr dürfte der Abwehrchef künftig verdienen und damit zu den Spitzenverdienern aufsteigen.

Auch mit dem aus England heftig umworbenen Thomas Müller, dessen Vertrag ohnehin noch bis 2019 datiert ist, und dem Österreicher David Alaba (bis 2018) wollen die Bayern mit aller Macht verlängern. Die Gespräche laufen. Boateng, Müller, Torwart Manuel Neuer (bis 2019) und Alaba sollen eine neue Ära prägen.

In Douglas Costa, Joshua Kimmich (beide bis 2020), Robert Lewandowski, Juan Bernat, Thiago, Medhi Benatia und Arturo Vidal sind zudem weitere Stars mindestens noch dreieinhalb Jahre an die Bayern gebunden. Dies gibt Planungssicherheit. Auch Kingsley Coman, dessen Ausleihe bis 2017 angedacht ist, werden die Bayern wohl für weitere 21 Millionen Euro verpflichten und dann mit einem langfristigen Arbeitspapier ausstatten.

Es gibt im aktuellen Bayern-Kader aber auch einige Wackelkandidaten. Bei den lange verletzten Holger Badstuber und Javi Martinez, deren Verträge 2017 auslaufen, soll die Entwicklung abgewartet werden. Bei Martinez deutet im Moment aber vieles auf einen Verbleib hin.

Offen ist auch die Zukunft von Ribery, Robben, Rafinha und Mario Götze (alle bis 2017). Götze sollte eigentlich zum Gesicht einer neuen Bayern-Mannschaft werden, konnte sich aber bislang nicht wie erhofft in Szene setzen. Zudem ist der Nationalspieler aktuell verletzt. Bei den Superstars Robben und Ribery wird deren Gesundheitszustand eine entscheidende Rolle spielen.

Abwanderungsgedanken hegt indes Sebastian Rode (2018). Was mit Xabi Alonso, der am Mittwoch 34 wird, nach dem kommenden Sommer passiert, ist ebenso fraglich. Keine Perspektive dürften Jan Kirchhoff (2016) und Sinan Kurt (2018) haben. Die Talente Gianluca Gaudino (2018) und der an Schalke ausgeliehene Pierre-Emile Höjbjerg (2018) konnten sich bislang auch nicht für einen Verbleib in München nachhaltig empfehlen.

Sicher ist dagegen, dass sich die Bayern ab 2018 einen neuen Kapitän suchen müssen. Erst am Montag bekräftigte Lahm noch einmal, dass für ihn dann endgültig Schluss sei. Boateng ist sicher einer der Kandidaten für die Spielführer-Binde...

So lief das Abschluss-Training der Bayern

sid

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Kommentare

Seiler FranzAntwort
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Ich gebe ihnen recht, das es schwierig ist so etwas wie den FCB aufzubauen. Die Bayern haben das ja auch nicht von heute auf morgen geschafft. Aber heutzutage erwirtschaften selbst Mannschaften in der 2. Liga mehr als damals in der 1. BL. Auch auf die heutige Zeit umgerechnet. Einfach weil die Vermarktung heutzutage viel besser ist. Nur machen die meisten zu wenig aus ihrem Geld und ihren Möglichkeiten..

WalterAntwort
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Neuer?

WalterAntwort
(0)(0)

Allerdings darf man nicht vergessen, dass die Spieler auch bei Bayern bleiben wollen. Nicht nur wegen des Geldes. Manch anderer Verein würde auch liebend gerne sehr gute Spieler/ Talente langfristig an sich binden, aber die lehnen das ab. Aktuelles Beispiel Sané: ob der nächste Saison noch bei Schalke spielen wird? Bin gespannt. Wäre er bei Bayern, wäre es klar.
Obwohl Bayern-Fan und Bewunderer der fantastischen Managementarbeit der letzten Jahrzehnte, denke ich, dass es heute schwieriger ist, so etwas aufzubauen. Die Spieler sind, wie viele in unserer Zeit, mobiler geworden, lassen sich schwerer binden.