Rummenigge nimmt Stellung

Böse Vorwürfe: Hat Bayern Real bei Fifa verpfiffen?

Karl-Heinz Rummenigge, FC Bayern München, Vorstandsvorsitzender
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Karl-Heinz Rummenigge dementiert die Gerüchte einer spanischen Tageszeitung.

München - In Spanien ist das Gerücht aufgetaucht, der FC Bayern habe Real Madrid bei der Fifa angeschwärzt und so die Transfersperre der Königlichen mit verursacht. Was FCB-Boss Rummenigge dazu sagt:

Der deutsche Rekordmeister Bayern München hat vehement einen Bericht dementiert, demzufolge er bei der Transfersperre gegen Real und Atletico Madrid die Fäden gezogen haben soll.

„Der FC Bayern spielt hier überhaupt keine Rolle. Das Gerücht ist eine Lüge. Zwischen dem FC Bayern und Real Madrid besteht bekanntermaßen ein sehr gutes Verhältnis“, sagte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge am Mittwoch.

Ein entsprechendes Gerücht hatte die spanische Tageszeitung Sport gestreut, die traditionell dem FC Barcelona nahe steht - mit Bezug auf Informationen aus dem Umfeld des Erzrivalen Real Madrid.

Angeblich habe der deutsche Rekordmeister, der seit Jahren als glühender Verfechter des Financial Fairplay gilt, Real bei der Fifa wegen illegaler Transfergebaren angeschwärzt. So sollte verhindert werden, dass die "Königlichen" Topstürmer Robert Lewandowski von den Bayern loseisen können. FCB-Boss Rummenigge betonte hingegen: "Zwischen dem FC Bayern und Real Madrid besteht bekanntermaßen ein sehr gutes Verhältnis." Insofern scheint dieses Gerücht tatsächlich an den Haaren herbei gezogen.

Wegen des verbotenen Transfers jugendlicher Spieler müssen der spanische Rekordmeister Real sowie Stadtrivale Atletico ein Jahr lang ohne neue Stars auskommen. Der Weltverband FIFA griff nach Verstößen gegen die Transferbestimmungen bei minderjährigen Akteuren rigoros durch - die kommenden zwei Wechselperioden werden beide Vereine somit tatenlos verfolgen müssen.

„Die FIFA setzt sich für die Rechte der Spieler unter 18 Jahren ein, ganz egal ob sie weiblich oder männlich, Amateure oder Profis sind“, hieß es in der Mitteilung als Urteilsbegründung: „Die Rechte müssen weiter auch geschützt werden.“ Beiden Vereinen wurden zudem Geldstrafen in Höhe von umgerechnet 825.000 Euro (Atletico) und 330.000 Euro (Real) aufgebrummt, ebenso müssen sie „die Situation aller fraglichen minderjährigen Spieler binnen 90 Tagen legalisieren“.

Real und Atletico wiesen die Vorwürfe in schriftlichen Erklärungen vehement zurück und kündigten an, gegen die Entscheidung der FIFA in Berufung zu gehen.

dh mit Material von sid

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