Sechs Wochen Pause für den Niederländer

Robben K.o.! Was machen jetzt die Bayern?

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Der kaputte Arjen Robben auf dem Weg zum Mannschaftsbus nach dem Spiel in Lippstadt.

München - Nicht schon wieder! Die neue Saison beginnt für Arjen Robben so wie die vergangene zu Ende ging: verletzt. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum neuerlichen Verletzungspech des Niederländers.

Die 35. Minute beim Testkick der Bayern am Samstag in Lippstadt (4:3): Robben zieht einen Sprint an, spürt einen Stich im rechten Oberschenkel und humpelt vom Platz. Tags drauf die Diagnose: Adduktorenverletzung. Sechs Wochen Pause. Der Saisonstart am 26. August gegen Bremen: findet ziemlich sicher ohne ihn statt. Was das neue Robben-Drama bedeutet? Die tz beantwortet die wichtigsten Fragen:

Kommt Robben nochmal zurück?

Satte 162 Tage (!) ist der Turbodribbler vergangene Saison aufgrund diverser Verletzungen ausgefallen. Stets im Vordergrund: die verfluchten Adduktoren. Robben ist ein absoluter Vollprofi, begann die Vorbereitung dieses Jahr sogar eine Woche vor dem offiziellem Trainingstart, doch selbst das half nichts. Nicht nur, dass die Anfälligkeit und Rehabilitationszeit von Blessur zu Blessur steigen, es nagt auch an der Psyche. Bereits vor vier Jahren gab Robben öffentlich zu, aufgrund der Verletzungen an Rücktritt gedacht zu haben. Möglich, dass ihm solche Gedanken nun erneut durch den Kopf spuken.

Was sagen die Bayern?

Die zeigten sich angesichts des erneuten Dramas geschockt. „Bitter, sehr bitter“, sagte Philipp Lahm, Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge blickte hingegen nach vorn: „Wenigstens ist es vom Zeitpunkt her so, dass die Saison erst Ende August losgeht und er genug Zeit hätte, bis dahin zurückzukommen.“ Optimistisch…

Müssen die Bayern nochmal auf dem Transfermarkt aktiv werden?

Jerome Boateng fällt mit einem Muskelbündelriss auch wochenlang aus, Medhi Benatia und Mario Götze sind schon oder fast weg, dazu auch noch Arjen Robben. Vor dem Lippstadt-Spiel schloss Carlo Ancelotti Neuzugänge noch aus. „Die Mannschaft ist okay“, so der Italiener. Und auch wenn die Bayern in Coman und Müller über gleichwertigen Robben-Ersatz verfügen, könnte sie die aktuelle Verletztenentwicklung doch nochmal zur Tat bewegen.

Bilder: So lief das Ancelotti-Debüt in Lippstadt

Das sagt sein Gegenspieler:

Moritz Kickermann tut die ganze Geschichte sehr leid. Der Kapitän des SV Lippstadt durfte sich bei der 3:4-Pleite seiner Mannschaft gegen den FCB zum ersten Mal mit Kalibern wie Arjen Robben messen, da gibt man selbstverständlich alles. Auch in der 35. Minute. Kickermann will in einen Zweikampf mit dem Holländer gehen, der bricht den Sprint jedoch ab und fasst sich mit schmerzverzerrter Miene an den rechten Oberschenkel. „Das sah nicht gut aus. So etwas will man natürlich nicht. Es tut mir leid für ihn“, so Kickermann nach der Partie zur tz. Tags drauf die Diagnose. Wieder die Adduktoren. Wieder Pause, sechs Wochen diesmal.

Schuld daran trägt der Lippstädter aber nicht. „Wir hatten keinen Körperkontakt“, versichert der defensive Mittelfeldspieler. „Wir wollten gerade in ein Laufduell und auf einmal fängt er an zu humpeln. Es sah scheiße aus. Gerade bei der Vorgeschichte, die man von Arjen kennt, ist das natürlich bitter. Man will ja auch nicht, dass so einem guten Spieler etwas passiert.“

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Lopez/Bonke

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