Mission Champions League beginnt

Lahm warnt: "Dafür gibt es keine Garantie"

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Philipp Lahm in Aktion

München - Beim kniffligen 2:0 auf Schalke gelang dem FC Bayern der vierte Sieg im vierten Pflichtspiel. Das macht Mut für den Start in die Champions League am Dienstag gegen den unbekannten Außenseiter aus Rostow.

Europa, wir kommen! Vor dem Start in die Champions League strotzt der FC Bayern München vor Selbstvertrauen. Beflügelt durch den makellosen Saisonstart mit vier Siegen in vier Pflichtspielen und 15:0-Toren sieht der Branchenprimus des neuen Trainers Carlo Ancelotti dem Gruppenauftakt am Dienstag (20.45 Uhr) gegen FK Rostow zuversichtlich entgegen. Das schwer erkämpfte 2:0 (0:0) über den FC Schalke 04 am Freitag deutete Kapitän Philipp Lahm als Mutmacher. „Das waren ganz wichtige drei Punkte. Ein Zeichen, dass wir nicht nachlassen.“

Die Hoffnungen der Liga-Konkurrenz, dass die Münchner nach dem Trainerwechsel von Pep Guardiola auf Ancelotti eine längere Findungsphase benötigen, haben sich nicht erfüllt. Nach vier Siegen in den ersten vier Pflichtspielen im Supercup, DFB-Pokal und in der Bundesliga scheint es, als könne der FC Bayern die Dominanz der vergangenen Jahre weiter zementieren. „Wir sind voll im Soll“, befand Torhüter Manuel Neuer.

Die bisher optimale Ausbeute schürte bei allen Beteiligten die Vorfreude auf die anstehenden Englischen Wochen. Nach Einschätzung von Weltmeister Neuer wird die Terminhatz den Rekordmeister sogar auf ein noch höheres Level heben: „Ich glaube, das tut uns gut. Gerade nach der Sommerpause ist es wichtig, dass wir uns einspielen und die Automatismen greifen. Ich bin ein Freund vieler Spiele.“

Im Duell daheim gegen die Russen soll der positive Trend anhalten. Dass der Gegner als großer Außenseiter eingeschätzt wird, verleitet die Bayern nach Einschätzung von Lahm nicht zu Leichtsinn: „Es kommt eine Mannschaft auf uns zu, die keinem so richtig bekannt ist. Doch da gilt es, sofort da zu sein und drei Punkte einzufahren.“

Bei einem weiteren Sieg könnte Ancelotti der erste Bayern-Coach seit Ottmar Hitzfeld sein, der mit fünf Erfolgen in das Traineramt beim Rekordmeister startet. Obwohl sein Team auf Schalke zwischenzeitlich gehörig ins Wanken geriet, wirkte der Italiener zufrieden: „Es war ein schönes, intensives Spiel von beiden Seiten. Schalke war in der ersten Halbzeit besser, wir in der zweiten.“

Fünfmal die 4: Bilder und Noten vom Kampf-Sieg auf Schalke

Ähnlich wie beim schwierigen 2:0 im Supercup bei Borussia Dortmund bewies der Titelverteidiger auch in Gelsenkirchen trotz zwischenzeitlicher Probleme einen langen Atem und schlug im entscheidenden Moment eiskalt zu. Das bereits vierte Bundesligator von Robert Lewandowski in der 81. Minute brach die Gegenwehr der kampfstarken Schalker. Joshua Kimmich (90.+2) sorgte mit seinem Treffer zum 2:0 endgültig für klare Verhältnisse.

Der gute Lauf von Kimmich passte ins Bild der dominanten Bayern. Nur fünf Tage nach seinem ersten Torerfolg für die DFB-Elf in der WM-Qualifikation in Norwegen gelang dem 21-Jährigen auch sein erster Bundesligatreffer. Bei aller Euphorie warnte der erst 20 Minuten vor dem Schlusspfiff für den Debütanten Renato Sanches eingewechselte Jungstar jedoch davor, an einen neuerlichen Alleingang der Münchner zu glauben. Mahnend verwies er auf die enge erste Halbzeit gegen Schalke: „Wir wussten auch schon vorher, dass wir nicht unantastbar sind. Wenn man in dieser Mannschaft drin ist, weiß man, wie viel harte Arbeit das ist.“

Ähnlich zurückhaltend bewertete Lahm den imposanten Saisonauftakt. „Es ist nicht immer so, dass wir nach den letzten Jahren immer sagen, eigentlich marschieren wir durch“, sagte der Weltmeister. „Es ist nicht so leicht, immer seine Leistung als Mannschaft auf den Punkt abzurufen. Dafür gibt es keine Garantie. Wir müssen uns weiter verbessern, am Besten schon am Dienstag.“

Vor Rostow-Match: Fotos vom Abschlusstraining der Bayern

dpa

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