Gegen Italien darf er 90 Minuten ran

Löw spricht mit Götze über möglichen Vereinswechsel

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Mario Götze (l.) hatte ein Gespräch mit Jogi Löw.

Berlin - Mario I darf gegen England ran, Mario II gegen Italien. Während Gomez bei Besiktas Istanbul unumstrittene Stammkraft ist, hat Götze beim FC Bayern einen Stammplatz auf der Bank. Bundestrainer Löw sprach mit dem Ex-Dortmunder - auch über einen Club-Wechsel im Sommer.

Mario Gomez darf gegen England stürmen - Mario Götze erhielt dafür gegen Italien eine Startelf-Garantie. Joachim Löw kümmert sich intensiv um seine Angreifer Nummer eins und zwei, für die er sich auch bei der Fußball-Europameisterschaft im Sommer wichtige Rollen vorstellen kann. „Mario hat spürbar sehr viel mehr Selbstbewusstsein. Das merkt man in den Trainingseinheiten, er hat Sicherheit gewonnen“, sagte der Bundestrainer am Karfreitag zu Mario I. Mit Mario II, also Götze, hat Löw am Vorabend im Teamhotel ein „längeres Gespräch“ geführt und dabei „generell seine Situation besprochen“, verriet der Chefcoach am Tag vor dem Testländerspiel der deutschen Nationalmanschaft in Berlin gegen England.

Ohne Umschweife berichtete Löw, worum es in der Unterhaltung mit dem WM-Finaltorschützen von Rio de Janeiro natürlich vorrangig gegangen sein. „Das Thema Wechsel war ein zentrales Thema.“ Götze ist auch in seiner dritten Saison beim FC Bayern kein zentraler Spieler geworden, was vielfältige Gründe hat. Der noch immer junge WM-Held (23) hat seit seiner Ankunft in München ständig mit schweren Verletzungen zu kämpfen, sein Clubtrainer Pep Guardiola ist allerdings auch nicht als Götze-Fan bekannt.

FC Bayern: Über Abschied von Götze wird spekuliert

Längst wird über einen Abschied von den Bayern vor dem Vertragsende 2017 diskutiert, auch über eine Rückkehr zu seinem alten Arbeitgeber Borussia Dortmund. Die Bayern wollen es sich nicht erlauben, den einst 37 Millionen Euro teuren Spieler in einem Jahr ablösefrei ziehen zu lassen.

Löw braucht nicht nur im Sommer in Frankreich einen fitten Götze, der im Spielrhythmus ist, sondern darüber hinaus. Deshalb gab der Bundestrainer dem 48-maligen Nationalspieler für dessen persönliche Club-Entscheidung klar mit auf dem Weg: „Es gibt einen Trainerwechsel in München. Es wird das Allerwichtigste sein, dass er ein Gespräch mit dem kommenden Trainer führt.“ Damit Götze erfährt, ob und wie der Italiener Carlo Ancelotti mit ihm plant. „Das sollte das Allererste sein, was er tut“, lautete Löws Ratschlag an Götze.

Beide hätten in ihrem Gespräch „verschiedene Situationen“ erörtert, verriet Löw. Die Einzelheiten würden aber natürlich unter vier Augen bleiben: „Ich wünsche ihm, das er in der restlichen Phase auch in München noch ein paar Einsätze bekommt, das wird ihm helfen. Aber wir müssen ihm jetzt auch ein Stück helfen.“

Löw: Götze hat Nachholbedarf

Das Hilfsprogramm des Bundestrainers sieht so aus: Gegen England soll Götze als Einwechselspieler ran. Am Dienstag im Heimspiel gegen Italien in München darf Götze von Beginn an auflaufen. „Diese Spielpraxis werde und muss ich ihm geben“, betonte Löw, auch wenn Götze körperlich noch Nachholbedarf habe.

Mario Gomez dagegen stellte sich in den Tagen von Berlin topfit vor und darf wie zuletzt beim von Terroranschlägen überschatteten Frankreich-Spiel auch gegen England wieder beginnen. Ausstrahlung und Körperhaltung hätten sich beim mit 19 Treffern besten Torschützen der türkischen Liga wieder deutlich verbessert. „Er hat sich das in den Trainingseinheiten verdient“, erklärte Löw zum 30 Jahre alten Angreifer, der in seinen bislang 61 Länderspielen 25 Mal traf.

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