Ganz offiziell

Schweinsteiger jetzt Rekord-Champion

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Bastian Schweinsteiger hat allen Grund zu jubeln.

München - Schon vor zwei Jahren schoss Bastian Schweinsteiger ein Meistertor für die Bayern - mit der Hacke. Auch gegen Hertha schlug er wieder entscheidend zu. Und ist nun Deutschlands Rekordchampion.

Ganz allein kostete Bastian Schweinsteiger den Schlussjubel in der Arena aus. Als letzter Bayern-Sieger trottete der 30 Jahre alte Fußball-Weltmeister nach seinem Meister-Tor gegen Hertha BSC mit erhobenem Daumen vom Rasen. Sprechen aber wollte der Nationalmannschafts-Kapitän am Samstagabend nach dem 1:0-Erfolg mal wieder nicht, obwohl es durchaus einiges zu bereden gegeben hätte; über sein gelungenes Comeback, über den fulminanten Schuss zum 1:0, über angebliche USA-Pläne zum Ende der Karriere, über seinen neuen Status als deutscher Rekordchampion.

Achtmal Meister, das haben vor Schweinsteiger nur Oliver Kahn und Mehmet Scholl geschafft. Aber allein Schweinsteiger gewann auch schon siebenmal den DFB-Pokal (einmal mehr als Torwart-Titan Kahn). Mit insgesamt 15 Trophäen ist er damit die Nummer 1 als Titelsammler. Und ein Jahr läuft sein Vertrag beim FC Bayern ja noch.

Für den Rekordmeister ist aber wesentlicher, dass Schweinsteiger nach drei Wochen Abstinenz wegen einer Fußverletzung, die er sich beim 1:0 in Dortmund zugezogen hatte, sowie einer Virus-Infektion pünktlich zu den großen Saisonspielen wieder zurück ist. „Er hat wie ein Führungsspieler agiert“, lobte Sportvorstand Matthias Sammer den Vize-Kapitän nach den 90 Minuten gegen Hertha. Schweinsteiger brauchte gegen die Berliner Anlaufzeit, dann kam er immer besser ins Spiel. Kurz vor dem Siegtor traf er mit einem Kopfball den Pfosten.

Zwei Fünfer, drei Vierer: Bilder und Noten zum 1:0 gegen Hertha

„Für uns ist es wichtig, dass er da ist mit seiner Erfahrung, mit seiner Ausstrahlung, mit seiner Leistung“, sagte Sammer. Auch wenn Schweinsteiger am Dienstag im Pokal-Halbfinale gegen Borussia Dortmund womöglich erst einmal wieder auf der Bank sitzen sollte.

Als Mitchell Weiser dem Mittelfeldspieler in der 80. Spielminute nach einem beherzten Slalomlauf um vier Berliner den Ball maßgerecht in zentraler Strafraumposition auflegte, knallte Schweinsteiger ihn in den Winkel. Absolut schulbuchmäßig. „Das kann Basti“, lobte Teamkollege Philipp Lahm und erinnerte wegen der Ausführung an die frühen Lehrjahre bei Trainer-Urgestein Hermann Gerland: „So, wie wir es beim Tiger gelernt haben. Mit der Innenseite einfach platziert ins Eck.“

Am Samstagabend war Schweinsteigers 43. Treffer in seinem 338. Bundesligaspiel zunächst nur der gefühlte Meisterschuss. Am Sonntag nach dem Wolfsburger 0:1 in Mönchengladbach war's ein echter. Mit Meistertoren kennt sich der Routinier aus: Beim Titelgewinn 2013 schoss er schon einmal das entscheidende Tor. Das 1:0 in Frankfurt war ebenfalls ein Juwel - Schweinsteiger traf damals mit der Hacke.

dpa

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