Bundesliga-Auftakt gegen den VfL Wolfsburg

Schwerer Start für die Bayern-Champions

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Für Philipp Lahm (links) sei es "eine neue Situation als Weltmeister in eine Saison zu gehen."

München - Mit einer Weltmeister-Ehrung geht die Bundesliga los. Und passend zum Start hat die Deutsche Fußball Liga dem FC Bayern einen Gegner beschert, der in München ein gern gesehener Gast ist. Vorhang auf!

Die Weltmeister des FC Bayern haben die Ehre, die 52. Bundesliga-Saison zu eröffnen - und das am besten gleich mit einem Fußball-Spektakel. 40 Tage nach dem großen WM-Finale im Maracanã besteht die Herausforderung gegen den VfL Wolfsburg für Mario Götze, Thomas Müller und Co. jedoch besonders darin, ohne eine ausreichende Vorbereitung sofort wieder im Liga-Alltag zu funktionieren. „Es ist keine ideale Situation für uns, um gegen Wolfsburg zu spielen. Es wird nicht einfach zu Beginn“, sagte Trainer Pep Guardiola am Donnerstag wegen der WM-Nachwehen und einer prominenten Münchner Verletztenliste. In 207 Länder werden TV-Bilder ausgestrahlt.

„Es ist eine neue Situation, als Weltmeister in eine Saison zu gehen“, bekannte Kapitän Philipp Lahm. 71 000 Zuschauer in der ausverkauften Arena und eine stimmungsvolle Flutlicht-Atmosphäre sollen die geschlauchten WM-Helden beflügeln. Der Titelverteidiger möchte mit aller Macht gleich wieder die ersten drei Punkte für die angestrebte 25. Meisterschaft einfahren. „Es ist schön, das erste Spiel zu haben und gleich vorlegen zu können“, sagte Lahm. Seit das Eröffnungsspiel 2002 beim Meister stattfindet, hat es noch kein Titelverteidiger verloren - das gilt als gutes Omen in München.

Vor dem Anpfiff am Freitag (20.30 Uhr/ARD und Sky) wird der FC Bayern seine sechs Weltmeister Lahm, Götze, Manuel Neuer, Thomas Müller, Bastian Schweinsteiger und Jérome Boateng ehren. Danach werden aber höchstens vier gegen Wolfsburg zur Tat schreiten - der verletzte Schweinsteiger (Patellasehne) und der letztmals wegen einer Roten Karte aus der Vorsaison gesperrte Boateng müssen auf der Tribüne Platz nehmen. Zudem muss der Rekordchampion ohne die verletzten Javi Martínez, Thiago, Rafinha und auch Franck Ribéry auskommen. Der Franzose benötigt laut Guardiola nach Knieproblemen „noch Zeit, um zurückzukommen“.

Robert Lewandowski heißt die neue Offensiv-Trumpfkarte der Bayern. Der Pole, der am Donnerstag 26 jahre alt wurde, konnte in 131 Ligaspielen für Borussia Dortmund 74 Tore erzielen. In der vergangenen Saison war er Torschützenkönig mit 20 Treffern. Die Feinabstimmung mit den neuen Kollegen, gerade den WM-Teilnehmern, fehlt noch.

Guardiola muss improvisieren. Eine Dreierkette in der Abwehr erscheint ihm ohne Martínez und Boateng zu gewagt gegen Wolfsburg. Die Spielidee aber bleibt. „Wir wollen die Kontrolle über das Spiel haben“, sagte Lahm, der im Mittelfeld agieren dürfte: „Dazu braucht man nicht so extrem gute Beine wie andere.“

Am Anfang wollen sich die Bayern auch ein wenig durchmogeln. „Aber wenn wir in der Winterpause in einer guten Position sind, glaube ich, werden wir eine gute Saison spielen“, meinte Guardiola unabhängig von der noch angestrebten personellen Verstärkung der ausgedünnten Defensivabteilung.

Wolfsburg will die negative Bilanz brechen

Wenn nicht jetzt, wann dann, heißt das Reisemotto zum Start für Wolfsburg. In 20 Pflichtspielen verließen die VfL-Profis den Rasen in München 19 Mal als Verlierer. Allein im Dezember 2001 gelang im Kampf um Bundesliga-Punkte ein Unentschieden (3:3). Trotz der tristen Bilanz meinte Trainer Dieter Hecking: „Wir müssen uns ja auch nicht kleiner machen, als wir sind. Aber wir brauchen einen richtig guten Tag, um die Bayern in Schwierigkeiten zu bringen.“

Die Niedersachsen reisen mit Zugang Nicklas Bendtner an, obwohl der dänische Stürmer noch nicht topfit ist. Er soll aber einen engen Kontakt zu den Kollegen bekommen. Den VfL plagen wie die Bayern Verletzungssorgen. „Da haben wir fast die selben Voraussetzungen“, stöhnte Hecking, der auf Diego Benaglio (Infekt), Patrick Ochs (Kreuzbandriss), Ivan Perisic, Christian Träsch (beide Schulter-OP) und Felipe Lopes (Durchblutungsstörung) verzichten muss.

Der Ex-Münchner Ivica Olic bestreitet sein 200. Bundesligaspiel. „Wir sollten nicht die Hoffnung haben, dass die Bayern unter Wert spielen werden“, mahnte VfL-Manager Klaus Allofs. Für ihn lautet die Schlüsselfrage des Spiels vielmehr, „wie gut wir sind“.

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SID

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