"Das ganze Thema geht mir auf den Sack"

Hosenpinkler! So erklärt Papa Thill die freche Absage an Bayern

Metz - Die Absage von Supertalent Vincent Thill (16) an den FC Bayern hat hohe Wellen geschlagen. Wegen der angeblichen Aussagen seines Vaters und Beraters Serge Thill. Dabei hat der Mann einfach nur seine Rolle als Vater ausgefüllt.

"Wir pinkeln uns nicht gleich die Hose voll, nur weil Matthias Sammer anruft" - dieser Satz in Verbindung mit der Ablehung eines Vertragsangebots des FC Bayern hat kürzlich für jede Menge Aufregung unter den Bayern-Fans gesorgt. Gesagt haben soll ihn Serge Thill, Vater und Berater des luxemburgischen Supertalents Vincent Thill (16), an dem die Bayern stark interessiert waren, der sich nach einigen Verhandlungen mit den Münchnern aber dazu entschied, seinen ohnehin bis 2018 laufenden Vertrag beim französischen Klub FC Metz bis 2021 zu verlängern.

Jetzt hat Serge Thill Aufklärung betrieben. Im Interview mit der Bild-Zeitung erzählt der Luxemburger, dass er diesen Satz so gar nicht gesagt habe. "Ich bin weder verrückt. Noch bin ich dumm. Das ganze Thema geht mir auf den Sack. Weil ich den Satz nicht gesagt habe. Die Frage des Reporters war, ob es spannend sei, wenn Bayern München anruft. Und ich habe gesagt: ‚Egal ob Barcelona, Bayern, Liverpool oder Real Madrid anruft – egal, ob Florentino Perez, Matthias Sammer oder irgendein anderer, man muss sich nicht sofort in die Hose pinkeln. Das war ein Beispiel. Nicht mehr. Zumal ich mit Matthias Sammer gar nicht telefoniert habe."

Intensiven Kontakt mit den Bayern habe es aber dennoch gegeben. Sowohl von Spieler, als auch von Vereinsseite her. Allerdings habe sich sein Sohn nach einigem Überlegen zur Vertragsverlängerung bei den Lothringern entschieden. Zuvor hatten sich die Gespräche offenbar ziemlich zäh gestaltet, wie Papa Thill schildert: Der Vater reiste zu Verhandlungen mit Bayerns Technischem Direktor Michael Reschke nach München, Bayern machte Metz ein Angebot, das von den Franzosen ausgeschlagen wurde. Bayern legte nach. Doch das war den Thills dann schon zu viel des Verhandlungstheaters. "Mein Sohn war verwirrt. Das war ihm zu viel. Ich habe ihn mir dann geschnappt und gesagt: ‚Vincent, schreib auf, was bedeutet Bayern München für dich? Und was bedeutet Metz für dich?’ Am Ende hatte er mehr positive Punkte auf der Metz-Seite als auf der Bayern-Seite."

Bei der Entscheidung um die Zukunft seines Sohnes hat Serge Thill die Vaterrolle wichtiger genommen als die des Karriere-Beraters - keine schlechte Lösung für einen 16-Jährigen. "Mein Sohn muss nicht nach Bayern gehen. Er muss da spielen, wo er sich wohl fühlt. Wo das Umfeld stimmt. Wo er glücklich ist. Er fühlt sich bei Metz pudelwohl. Er sagt, es sei dort genial." Zu einem Klub wie dem FC Bayern oder Real Madrid könne sein Filius später immer noch wechseln, "mit 18,19, oder 20 - wenn er groß ist. Jetzt lassen wir ihn aber erst mal groß werden."

Die ganze Aufregung um den nicht zustande gekommenen Wechsel des Supertalents zu den Bayern kann Serge Thill nicht nachvollziehen: "Ich verstehe nicht, was das Drama um Bayern München ist. Ein Luxemburger hat sich gegen den FC Bayern entschieden – ist das eine Staatsaffäre?"

Korbsammler FC Bayern: Diese Spieler wollten nicht nach München

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