Bayern wollte Stadion für 100.000 Zuschauer

Rummenigge: "1860 hat rigoros die Tür zugemacht"

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Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge.

München - Laut Karl-Heinz Rummenigge zogen die Bayern einst beim Bau der Allianz Arena in Erwägung, ein Stadion für 100.000 Zuschauer zu bauen. Jegliche Diskussionen darüber seien aber von den Löwen im Keim erstickt worden.

Seit Eröffnung der Allianz Arena im Jahr 2005 bis heute war jedes Bundesliga-Spiel der Bayern ausverkauft. Zunächst betrug die Kapazität 68.000 Zuschauer, wurde aber über die Jahre auf 71.000 gesteigert. Im Grunde hätten die Bayern damals also auch ein größeres Stadion in Fröttmaning bauen können, vor dem Bau der Arena hatte Franz Beckenbauer tatsächlich den Vorschlag gemacht, ein Fußballstadion mit einem Fassungsvermögen von rund 100.000 Zuschauern zu errichten.

Diese Idee scheiterte aber damals an den Löwen, wie Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge jetzt im "Kicker" verriet. "Wir hätten uns dieser Diskussion möglicherweise gestellt, aber das ist am großen Veto von 1860 München gescheitert, die gesagt haben, eigentlich sei diese Arena mit anfangs 68.000 Zuschauern schon zu groß für die. Auch, weil die Mehrkosten enorm gewesen wären, etwa 50 Prozent sogar. Allein in der heutigen Größe und Struktur hat das Stadion 346 Millionen Euro gekostet. Die Sechziger haben da rigoros die Tür zugemacht", sagte Rummenigge.

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Einen Stadionausbau zum jetzigen Zeitpunkt oder in naher Zukunft schließt Rummenigge zwar aus. Abbezahlt soll die Arena dennoch in Bälde sein. "Wir könnten das in ganz kurzer Zeit schaffen, sind aber in jedem Fall schneller vorangekommen als geplant. Ursprünglich war das Jahr 2025 angepeilt, wir werden die Arena aber sicher schon in den nächsten fünf Jahren bezahlt haben."

Dann wird die ohnehin schon luxuriöse finanzielle Situation beim Rekordmeister noch besser aussehen, zumal der Umsatz in diesem Geschäftsjahr laut Rummenigge erstmals die 400-Millionen-Euro-Grenze überschreiten wird.

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Dennoch: An die Umsatzzahlen von Real Madrid oder des FC Barcelona werden die Bayern zunächst nicht rankommen. "Real und Barca weisen jeweils etwa eine halbe Milliarde Umsatz auf. Das können wir nicht erreichen, weil sie etwa 100 Millionen Euro mehr aus dem nationalen Fernsehtopf kriegen als Bayern München."

Sorgen bereitet ihm das nicht. "Wichtiger ist für mich, dass man die Kriterien des Financial Fairplay erfüllt - und die übererfüllen der FC Bayern und auch ein Klub wie Borussia Dortmund."

wi

Gregory Straub

Gregory Straub

E-Mail:gregory.straub@tz.de

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