Was er zu Schweinsteiger und de Bruyne sagt

Rummenigge erklärt Transferstrategie im Sommer

Karl-Heinz Rummenigge Bayern München
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Bayerns Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge.

München - Der FC Bayern will auch künftig keine Mondpreise für Stars ausgeben. Boss Rummenigge kündigt aber qualitativ hochwertige Transfers an. Klublegende Schweinsteiger soll bleiben, Wolfsburgs de Bruyne ist kein Thema.

Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat einen Mega-Transfer des deutschen Rekordmeisters kategorisch ausgeschlossen. „Um das an dieser Stelle noch einmal klarzustellen: Der FC Bayern wird definitiv keinen Spieler für 100 Millionen Euro holen“, sagte Rummenigge im Interview mit Sport Bild.

Rummenigge: Wir werden Qualität holen

Der Bayern-Boss kündigte für den Sommer allerdings an, „dass wir Qualität wollen und gewisse Dinge machen“. Zuletzt war auch der Wolfsburger Kevin de Bruyne immer wieder mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht worden. „Uns ist die Laufzeit bis 2019 bekannt. Für Wolfsburg gibt es keinen Grund, aktuell über einen Verkauf nachzudenken. Fertig. Ende. Aus“, sagte Rummenigge (59) dazu.

Wie laufen die Transferplanungen eigentlich ab an der Säbener Straße? Wer entscheidet? Gibt Trainer Pep Guardiola eine Wunschliste ab, die dann Stück für Stück abgearbeitet wird? Rummenigge klärt auf: "Transfers werden bei uns von Matthias Sammer (Sportvorstand), Michael Reschke (Technischer Direktor), Pep Guardiola, Jan-Christian Dreesen (Finanzvorstand) und mir diskutiert." Dabei werde der Coach selbstverständlich "intensiv in alle Überlegungen einbezogen. Er muss schließlich mit den Spielern arbeiten".

Schweinsteiger-Wechsel ist kein Thema

Dass es dabei zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Vorstand und Trainer kommen könnte, verneint Rummenigge. "Ich glaube, er mag die Kultur hier in München. Es war ihm bekannt, dass wir hier nicht vorhaben, 100-Millionen-Transfers zu tätigen."

Über die gehandelten Kandidaten wie Angel di Maria von Manchester United oder Antoine Griezmann von Atletico Madrid will der Bayern-Boss lieber nicht sprechen. Warum? "Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Spieler dadurch alles andere als billiger werden."

Gerüchte hatte es in München zuletzt auch um Vize-Kapitän Bastian Schweinsteiger gegeben, der angeblich bei Manchester United auf der Liste stehen soll. „Ich weiß nicht, was dran ist. Aus unserer Sicht ist aber klar: Wir würden nur über einen Wechsel nachdenken, wenn Bastian mit einem konkreten Wunsch auf uns zukommen würde. Das ist nicht der Fall“, betonte Rummenigge. Schweinsteigers Vertrag läuft 2016 aus.

Kein Stress bei Guardiola-Vertrag

Ebenso der von Trainer Pep Guardiola. Über eine Verlängerung will sich der FC Bayern laut Rummenigge „wie vereinbart im Laufe der zweiten Jahreshälfte“ mit dem Spanier unterhalten: „Ich bin da ganz entspannt. Wir werden das in aller Ruhe und ohne Stress besprechen.“

Wie lange der neue Kontrakt mit Guardiola dann läuft, spielt für den Vorstandsvorsitzenden eine untergeordnete Rolle: "Wichtiger als die Vertragslaufzeit ist uns, dass wir einen Trainer haben, von dem wir überzeugt sind und mit dem wir vertrauensvoll zusammenarbeiten." Beides sei im Falle Guardiolas gegeben.

Gerüchte, wonach der Spanier zur kommenden Saison bei Manchester City anheuern könnte, interessieren Rummenigge wenig. Zuletzt hatte Bayerns Ex-Profi Didi Hamann orakelt, Guardiola werde bald bei den "Blues" übernehmen - und bekommt dafür die Quittung von Rummenigge: "Didi Hamann ist bei den Märchen-Erzählern an zweiter Stelle, gleich hinter den Gebrüdern Grimm."

dh/sid

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