Titan hält Wechsel für möglich

Kahn: Könnte verstehen, wenn Schweinsteiger geht

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Bastian Schweinsteiger (l.) und Oliver Kahn waren einst Teamkollegen.

München - Bastian Schweinsteiger kann derzeit nur zuschauen, wie seine Kollegen Sieg um Sieg einfahren. Oliver Kahn hält es für vorstellbar, dass sich das FCB-Urgestein nochmal einer neuen Herausforderung stellt.

Seit gut fünf Jahren ist Oliver Kahn raus aus dem aktiven Fußballgeschäft. Beim FC Bayern erlangte der Torwart-Titan Helden-Status - 14 Jahre lang war er an der Säbener Straße die Nummer eins und prägte bei den Roten eine Ära des Erfolgs, gekrönt mit dem Champions-League-Titel 2001. Heutzutage sind seiner Meinung nach solche langen Vertragsverhältnisse eher die Ausnahme. "Diese Vereinstreue ist eine idealistische Vorstellung, die immer seltener wird", erklärt der 44-Jähirge im Interview mit dem kicker.

Einer der wenigen, die in ihrer aktuellen Profilaufbahn nur für einen Verein spielten, ist Bastian Schweinsteiger - Bayerns eigentlicher Chef im Mittelfeld, derzeit allerdings aufgrund seiner Verletzung zum Zuschauen verdammt. Seit elfeinhalb Jahren hält er dem Rekordmeister die Treue. Für Kahn ist ein Wechsel Schweinsteigers ins Ausland daher durchaus vorstellbar: "Real oder Barcelona haben immer eine besondere Aura. Bei Schweinsteiger, der über zehn Jahre bei Bayern spielt, könnte man es verstehen, wenn er etwas Neues erleben möchte."

Dass Schweinsteiger immer öfter Verschleißerscheinungen zeigt und sich seine Verletzungen häufen, liegt für Kahn auf der Hand: "Er nahm diesen Rhythmus mit 17 oder 18 Jahren auf, jetzt ist er 29 und spürt zunehmend die Belastungen dieses Hochleistungsbetriebs."

So lange laufen die Verträge der Bayern-Stars

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Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge sorgt sich daher um die WM-Perspektiven des dauerverletzten Schweinsteigers. "Er ist wie auch Philipp Lahm in der Spieler-Generation, die alle um die 30 Jahre alt sind. Für sie ist es vielleicht die letzte Chance auf den WM-Titel", sagte Rummenigge Sport Bild plus. Der Mittelfeldprofi fehlt wegen Sprunggelenks- und Knieproblemen seit Anfang November und verpasste auch den Bundesliga-Rückrundenstart.

"Wir brauchen in den nächsten Wochen Bastian Schweinsteiger, um unsere Ziele zu erreichen. Es wäre schön, wenn die Probleme bald gelöst würden", urteilte Rummenigge und richtete den Blick schon auf die Weltmeisterschaft in Brasilien, dem Saisonhöhepunkt für jeden Nationalspieler. "Was Bastian selbst betrifft, wäre es für ihn auch hinsichtlich der WM wichtig, dass er nun bald wieder spielen kann."

Kahn sieht für Schweinsteiger die WM jedoch nicht in Gefahr, auch wenn die Konkurrenz im defensiven Mittelfeld der Nationalmannschaft nicht kleiner geworden ist. "Bastian muss diese Herausforderung annehmen und topfit werden, dann wird er sich behaupten", rät der "Titan" seinem ehemaligen Mitspieler.

Schweinsteiger selbst berichtete zuletzt, dass seine Genesung Fortschritte mache.

dh/dpa

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  • Denis Huber Autor
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