Kein Schützenfest in München

Bayern quält sich zum Sieg gegen Ingolstadt

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Rafinha schoss das Tor zum 3:1-Endstand.

München - Aus dem Schützenfest zum Wiesn-Auftakt wurde nichts: Fußball-Rekordmeister Bayern München hat sich im oberbayerischen Derby gegen den kleinen FC Ingolstadt zu einem mühevollen 3:1 (1:1) gequält.

Die Schanzer verkauften sich dagegen beim haushohen Favoriten wie schon in der Vorsaison glänzend, stehen aber dennoch mit leeren Händen da.

Während der FC Bayern seinen furiosen Start unter Trainer Carlo Ancelotti mit dem sechsten Sieg im sechsten Pflichtsieg fortsetzte, wartet der FCI nach dem dritten Spieltag noch auf den ersten Dreier. Die Münchner bleiben Tabellenführer und bauen auch ihre Oktoberfest-Bilanz aus. Seit 2010 haben die Bayern in Wiesn-Heimspielen keinen Punkt mehr abgegeben.

Frühe Führung für Ingolstadt

Ingolstadt Dario Lezcano (8.) brachte die Gäste früh in Führung und sorgte für den ersten Pflichtgegentreffer des FC Bayern in dieser Saison. Nach Zuspiel von Franck Ribery glich Robert Lewandowski (12.) mit einem gefühlvollen Heber fast postwendend aus, es war am dritten Bundesliga-Spieltag bereits sein fünftes Tor und insgesamt der achte Treffer im sechsten Pflichtspiel. Mit einem sehenswerten Distanzschuss zum 2:1 wendete Xabi Alonso (52.) das Spiel. Rafinha (84.) sorgte für den Endstand. Sein Comeback feiert Fußballer des Jahres Jerome Boateng, der in der 83. Minute eingewechselt wurde.

Bayern müht sich gegen Ingolstadt zum Sieg: Zwei Zweier, sechs Vierer

Bei den Bayern war kurzfristig Nationalspieler Mats Hummels wegen einer Erkältung ausgefallen und wurde als Innenverteidiger von Joshua Kimmich ersetzt, der ein weiteres Mal sein Allroundtalent unter Beweis stellen durfte, nachdem er zuletzt als "Torjäger" überrascht hatte. Zudem musste Ancelotti wegen eines Magen-Darm-Virus auf Kapitän Philipp Lahm, Thomas Müller und David Alaba verzichten.

Rekordmeister zu Anfang im Tiefschlaf

Dennoch war der FC Bayern erwartungsgemäß von Beginn an tonangebend, die insgesamt fünf Umstellungen im Vergleich zum Champions-League-Spiel gegen Rostow (5:0) schienen sich nicht auszuwirken - doch dann erwischte der krasse Außenseiter die Münchner beim ersten ansehnlichen Konter auf dem falschen Fuß. Regelrecht im Tiefschlaf befand sich der Branchenprimus, als Matthew Leckie auf Lezcano passte und dieser Neuer überwand.

Ingolstadts Coach Markus Kauczinski hatte seine Elf trotz des jüngsten 0:2 gegen Hertha BSC nicht verändert - und die Mannschaft dankte das Vertrauen. In der Defensive klebte der FCI den Bayern lästig wie Fliegen an den Fersen, wenngleich die Ancelotti-Elf nicht mit der Selbstverständlichkeit wie zuletzt agierte und zeitweise Biss und Konzentration vermissen ließ. Offensiv waren die Aktionen der Schanzer ebenfalls durchaus gefällig, wobei auch hier der FC Bayern mit so mancher Laxheit nachhalf.

Glanztat von Neuer

Mehrfach reagierte selbst der bedächtige Ancelotti vor der Pause durchaus ungehalten, etwa als Manuel Neuer von FCI-Stürmer Leckie (37.) mit einem Flachschuss geprüft wurde.

Nach dem Wechsel versuchte Ancelotti mit der Hereinnahme von Douglas Costa neue Impulse zu setzen. Der Brasilianer kam für Kingsley Coman, der bei seinem Comeback nach längerer Zwangspause enttäuschte. Doch obwohl Alonso schon bald traf, wackelte der FC Bayern weiterhin. Nur einer Glanztat von Neuer war es zu verdanken, dass Leckie (53.) den Ausgleich verpasste. Später vergab Lukas Hinterseer (68.) eine weitere Ingolstädter Großchance.

SID

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