Kantersieg im Testspiel

Bayern verpasst Schalke Watschn in der Wüste

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Gegen desolate Schalker haben Franck Ribéry (M.) und seine Kollegen nur wenig Mühe.

Doha - Mit einer eindrucksvollen Demonstration der Stärke hat der FC Bayern sein Trainingslager in Katar beendet. Im Testspiel gegen Schalke hagelte es nur so Gegentore für die "Königsblauen".

Fit für Fürth sind sie noch nicht, betonten die Verantwortlichen am Dienstagmittag – für den FC Schalke hat es am Abend aber immerhin schon mal gereicht. Im Trainingslager-Test von Doha hat der FC Bayern zum Katar-Abschluss mit 5:0 (4:0) gegen die Königsblauen aus Gelsenkirchen gewonnen, Thomas Müller (10., 20.), Mario Mandzukic (33., 43.) und Mario Gomez (63.) erzielten die Tore, Franck Ribéry bereitete allein drei Treffer vor.

Da blieb den Akteuren hinterher nicht viel übrig, als wohlklingende Worte auszusprechen. Thomas Müller meinte zur tz: „Wenn man 5:0 gegen einen Champions-League-Achtelfinalisten gewinnt, dann ist das nicht so schlecht. In den ersten fünf Minuten haben wir ein bisschen gewackelt, danach lief es sehr gut!“ Und Mario Gomez, der die vier Tore in Hälfte eins von der Bank aus sah, erklärte zufrieden: „Die erste Halbzeit war Wahnsinn! Wir wollten daran anknüpfen. Insgesamt war das ein guter Abschluss, das gibt ein gutes Gefühl.“

Testspielkracher in der Wüste: Bayern schießt Schalke ab

Für ihn persönlich sowieso. Die Sprunggelenksprobleme sind endgültig erledigt, der Angreifer startet wieder voll durch. Genau wie seine Kollegen. Jupp Heynckes schien fast ein bisschen stolz. Sein Resümee nach den 90 Minuten: „Die Mannschaft hat so gespielt, wie sie trainiert hat. Es war das Spiegelbild unseres Aufenthalts hier in Doha.“ Denn wichtiger als die nackten Zahlen war letztlich, dass es auch schon rund lief im Rund! Die Wüsten-Müdigkeit war den Kickern zwar hin und wieder anzumerken, das Zusammenspiel hat aber bereits über weite Teile des Spiels gut funktioniert. Wo es noch hakt, was noch besser werden muss vor dem Saison-Auftakt gegen Greuther Fürth (19. Januar):

Die tz macht die Analyse nach Mannschaftsteilen

Torwart und Abwehr: Aufgrund der Knieblessur von Jerome Boateng spielte in Lahm, van Buyten, Dante und Alaba zunächst die Arsenal-Abwehr – Boateng ist schließlich in der Champions League gesperrt. An der Abstimmung haperte es ab und an, gerade zwischen den Innenverteidigern van Buyten und Dante entstanden Lücken. In Hälfte zwei durfte die B-Abwehr mit Contento, Luiz Gustavo, Can und Rafinha ran. Diese Vier werden wir so wohl nie zusammen sehen in dieser Saison. Im Tor testete Heynckes gestern Tom Starke. Er spielte engagiert und weitgehend fehlerfrei, bleibt aber nur guter zweiter Mann hinter Manuel Neuer. Fürth-Fitness: 80 Prozent für die erste Reihe.

Mittelfeld: Defensiv waren Schweinsteiger und Martinez sehr gut organisiert, davor hatten Müller, Ribéry und Kroos teilweise schon sehr leichtes Spiel gegen ungeordnete Schalker. Es sah gut aus, aber es dürfte bald um einiges schwieriger werden! Nach der Pause kam Timoschtschuk für Martinez rein, mit Robben und Shaqiri wirbelten zwei Stammelf-Kandidaten. Beide stellten Schalke vor Probleme, gerade Robben scheint nach seiner langen Pause wieder sehr weit zu sein. Fürth-Fitness: 85 Prozent.

Angriff: Mario Mandzukic holte sich mit zwei Treffern die Selbstsicherheit zurück, Gomez und Pizarro probierten sich in Hälfte zwei als Sturmduo. Spielanteile hatten sie dabei kaum, hingen viel in der Luft. Gomez immerhin nutzte einen seiner wenigen Ballkontakt zum Tor. Die Abstimmung zwischen beiden kann noch besser werden! Fürth-Fitness: 70 Prozent.

Michael Knippenkötter

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