Am Freitag gegen Frankfurt

Die Bayern sind heiß: "Jetzt geht es Schlag auf Schlag"

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Der FC Bayern walzt derzeit die deutsche Konkurrenz regelrecht nieder.

Wolfsburg - Bayern München hat bei der 3:1-Gala im DFB-Pokal gezeigt, wie weit er der nationalen Konkurrenz enteilt ist. Zumindest in Pokal und Meisterschaft muss der Rekordmeister im Jahr drei unter Pep Guardiola keinen Gegner fürchten.

Nach der Pokal-Demontage des Titelverteidigers in nur 45 Minuten prasselte das Lob auf Bayern München nur so nieder. Trainer Pep Guardiola hatte den VfL Wolfsburg mit einigen taktischen Winkelzügen vor unlösbare Aufgaben gestellt. Vor allem die linke Seite mit David Alaba und Jung-Star Kingsley Coman spielte den Gastgebern beim Einzug ins Achtelfinale Knoten in die Beine.

„Wir waren einfach gut, haben super schnell verlagert. Die Ballkontrolle von David und Kingsley war immer gut“, sagte Thomas Müller nach dem 3:1 (3:0). Der Nationalspieler profitierte am meisten vom Wirbel über links. Zweimal verlängerte er eine Flanke von Alaba ins Netz. Auch Coman fand mit Flanken die Mitspieler. „Er hat jetzt fünf- sechsmal für uns gespielt und immer überzeugt“, lobte Guardiola den 19-Jährigen.

Ein weiterer Schachzug gelang Guardiola mit der Umstellung von Douglas Costa in die Zentrale. Der Brasilianer brachte die Wölfe mit seinen Antritten ins Stolpern. „Heute haben wir gedacht, dass wir seine Qualitäten beim Eins-gegen-Eins in der Mitte brauchen“, betonte der Coach. Genauso fiel das 1:0. Costa schlug einen Haken und setzte aus 20 Metern zum Gewaltschuss an.

Zweimal die Eins für die Bayern in Wolfsburg - Bilder und Noten

Am Ende stand ein klarer Triumph, der die Ausnahmestellung der Bayern im deutschen Fußball unterstrich. Der Rekordmeister feierte auf nationaler Ebene seinen zwölften Sieg in Folge und darf weiter vom Triple träumen. „Zurzeit ist es sehr schwer, gegen uns zu bestehen“, sagte Kapitän Philipp Lahm. Und Sportvorstand Matthias Sammer schwärmte: „Die erste Halbzeit war schon außergewöhnlich.“

Nicht so euphorisch war Sammer angesichts des Programms, das auf die Bayern wartet. Bereits am Freitag geht es in der Liga bei Eintracht Frankfurt weiter. „Wir jammern ja nicht. Aber es ist sehr unglücklich, dass wir bei unserem Pensum schon wieder am Freitag spielen“, äußerte Sammer. „Jetzt geht es Schlag auf Schlag“, sagte Robben. Der Niederländer wurde nach seiner langen Verletzung erst Mitte der zweiten Halbzeit eingewechselt.

Die überragende Vorstellung bewies auch, wie gut das Verhältnis zwischen Trainer und Mannschaft derzeit ist. Dennoch wollten sich weder Klub noch Guardiola zu Aussagen über eine mögliche Vertragsverlängerung des Spaniers hinreißen lassen. Nur die Spieler beteuerten wieder einmal ihre Zuneigung. „Die Mannschaft folgt dem Trainer. Das weiß er auch. Man muss abwarten, wie er sich entscheidet“, sagte Lahm. Und Müller betonte: „Dass wir sehr gerne mit ihm weitermachen würden, ist ja kein Geheimnis.“

Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking war nach der Vorführung durch die Bayern stinksauer. „Über die erste Halbzeit müssen wir intern noch einmal reden. So kann man nicht spielen“, schimpfte der Coach. Seine Mannschaft habe die nötige Aggressivität vermissen lassen, sei vor der Pause nicht in die Zweikämpfe gekommen. „Wenn wir ehrlich sind, hätten wir in der ersten Halbzeit noch zwei weitere Tor kassieren können.“

Zu keinem Zeitpunkt kompensieren konnten die Wölfe den Ausfall von Nationalspieler Max Kruse, der sich im Abschlusstraining einen Muskelfaserriss zugezogen hatte. Weder Julian Draxler noch Maximilian Arnold konnten auf der Spielmacher-Rolle die Lücke schließen. Kein Wunder, dass der Anschlusstreffer von Andre Schürrle in der 90. Minute nur noch wenig Freude auslöste.

sid

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