Vorstand Heldt im Interview

Schalke-Absage: "Wir brauchen Shaqiri nicht"

Horst Heldt, Xherdan Shaqiri
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Horst Heldt (r.) hat laut eigener Aussage derzeit keine Verwendung für Xherdan Shaqiri.

München - Die Liste der potenziellen Abnehmer für Bayerns Bankdrücker Xherdan Shaqiri wird gefühlt jeden Tag länger. Nun hat sich aber erstmals ein Klub klar positioniert: Auf Schalke ist der Schweizer kein Thema.

Der FC Liverpool war angeblich ein heißer Kandidat, Juventus Turin hat offenbar auch seine Fühler ausgestreckt und Atletico Madrid soll auch ganz scharf auf die Dienste von Xherdan Shaqiri gewesen sein. Seit seiner starken Vorstellung bei der WM in Brasilien hat der Schweizer Nationalspieler, der beim FC Bayern über die Reservistenrolle nicht hinaus kommt, das internationale Interesse auf sich gezogen.

Rummenigge zeigt Verhandlungsbereitschaft im Winter

Zumal der Mittelfeldwirbler hin und wieder selbst die Gerüchteküche befeuerte, indem er sich über seine Teilzeitarbeit beim Rekordmeister und mangelndes Vertrauen seitens des Trainers beklagt hatte: "Ich brauche Spielpraxis. Ich möchte in den Topspielen spielen. Und das Vertrauen des Trainers haben. Ich brauche viele Spiele, um meine beste Leistung zeigen zu können. Und letztlich ist das Wichtigste das Vertrauen vom Trainer. Das war bei mir nicht immer der Fall."

Aktuell ist das Thema zwar vom Tisch, das Transferfenster hat bekanntlich seit Ende August geschlossen. Doch Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge äußerte erst kürzlich Verhandlungsbereitschaft über eine mögliche Ausleihe Shaqiris und des ebenfalls unzufriedenen Pierre-Emile Hojbjergs im Winter: ""Ich kenne ihre Gedankengänge, ich habe mit ihren Beratern gesprochen. Es ist besprochen, dass wir uns zeitnah zum Ende der Hinrunde zusammensetzen. Dann werden wir weitersehen."

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Ein möglicher neuer Arbeitgeber für den Schweizer Linksfuß hat sich nun allerdings selbst aus dem Rennen genommen. Der FC Schalke 04 hat kein Interesse an Shaqiri. "Das ist ein hervorragender Spieler", räumt Sport-Vorstand Horst Heldt in der "Sportbild" zwar ein, stellt aber gleichzeitig klar: "Wir sind auf der Außenbahn hinreichend gut besetzt." Eine Verpflichtung des Flügelspielers würde daher, so Heldt, "keinen Sinn ergeben".

In der Tat: Im Kader der Knappen stehen mit Julian Draxler, Sidney Sam, Maximilian Meyer, Jefferson Farfan, Chinedu Obasi oder Eric Maxim Choupo-Mouting zahlreiche Akteure, die auf beiden Flügeln einsetzbar sind. Allerdings sind Farfan und Draxler derzeit verletzt, Sam plagt sich ebenfalls oft mit Blessuren herum, Meyer spielt am liebsten im zentralen Mittelfeld und Choupo-Mouting und Obasi sind eigentlich gelernte Stürmer. Hat der als Schlitzohr bekannte Heldt also nur öffentlich gepokert? Eine definitive Antwort gibt es dann spätestens bis zum 31. Januar 2015, wenn die Wintertransferperiode endet...

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