Wörle-Team souverän in nächster Champions-League-Runde

Bayerns Frauen verteilen erst nach Abpfiff Geschenke

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Viermal jubelten die Frauen des FC Bayern gegen Edinburgh.

FC Bayern München - Am Ende huschte Lisa Evans zwischen der Kabine ihres FC Bayern und der ihrer Landsleute aus Schottland hin und her. Wenigstens Joelle Murray, die Kapitänin von Hibernian Edinburgh, sollte München nicht mit leeren Händen verlassen.

Sie bekam ein Trikot der Gastgeberinnen als Andenken an eine Reise, bei der von Anfang an nichts zu holen gewesen ist für die Schottinnen. Das Hinspiel vor einer Woche hatten sie schon 0:6 abgeben müssen, das zweite Duell gestern Abend im Grünwalder Stadion endete 4:1. Geschenke gab es erst nach dem Abpfiff.

Bayerns Cheftrainer Thomas Wörle hatte die Chance genutzt und eifrig rotieren lassen. Es war das vierte Spiel binnen elf Tagen, und am Sonntag steht schon wieder die schwere Bundesliga-Partie beim FC Sand an, der als Tabellenfünfter einen Rang vor dem Meister platziert ist. Torfrau Tinja-Riikka Korpela erhielt eine Pause, Vivianne Miedema saß zunächst auf der Bank, gar nicht im Kader standen die olympiagestressten Melanie Leupolz und Sara Däbritz, die zudem noch etwas kränkelt. Auf der Tribüne saß außerdem Mana Iwabuchi, die auf Krücken unterwegs war. Sie fällt mit einem Innenbandriss länger aus.

Die Rausrotierten sahen eine couragierte B-Elf, die dank der Tore von Anna Gerhardt (2), Lisa Evans und Vivianne Miedema zum „verdienten Sieg“ (Wörle) kam. Kurz vor der Pause gelang den Gästen das zwischenzeitliche 1:3, sie feierten ekstatisch, aber in ernsthafte Gefahr brachten sie die Münchnerinnen nie.

„Ich bin absolut zufrieden, wie sich einige der Mädchen, die sonst eher hinten dran stehen, heute beweisen konnten“, sagte Wörle, „vor allem in der ersten Halbzeit waren wir sehr spielfreudig und hätten noch mehr Tore machen können.“ Katharina Baunach verdiente sich bei ihrem zweiten Einsatz nach langer Pause Bestnoten. In der zweiten Hälfte sei die Partie „etwas abgehackter“ geworden, „da hatten wir zu viele Ballverluste. Das Gegentor war unnötig und blöd, ein Sonntagsschuss.“ Wobei die Schottinen Wörle auch gefielen, „sie haben sich phasenweise mit Schnelligkeit befreit – man sieht, dass das Level in der Champions League heuer extrem hoch ist, so gut besetzt wie noch nie“, so der Coach.

Am Montag wird die Runde der letzten 16 ausgelost, es ist noch unklar, in welchem der beiden Lostöpfe der Zettel mit dem FC Bayern landet. Vermutlich nicht in dem der Favoriten, unkte Wörle, „das bedeutet, wir können einen Großen bekommen“. Allerdings nicht den VfL Wolfsburg, das untersagen die Statuten noch. „Wir nehmen es, wie es kommt, jetzt schauen wir sowieso erst einmal auf Sonntag in Sand“, sagte Wörle. Dort flog man im Frühjahr im Pokal-Halbfinale raus. „Es wird schwer“, so der Coach. Geschenke sind nicht zu erwarten.

Text: Andreas Werner

Quelle: fussball-vorort.de

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