Löwen müssen durch U21-Spieler verstärkt werden

Bayerns U19 klarer Derby-Favorit gegen 1860

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Die U19 des FC Bayern hat bisher beide Spiele der neuen Saison gewonnen.

FC Bayern München (A-Junioren) - Zwei Runden sind gerade einmal absolviert in der A-Junioren-Bundesliga. Und doch ergibt sich schon eine ziemlich eindeutige Ausgangsposition für das Münchner Lokalderby am Sonntag (11 Uhr) im Grünwalder Stadion.

Während die U19 des FC Bayern nach dem enttäuschenden achten Platz in der Vorsaison nun die beiden ersten Partien der neuen Spielzeit erfolgreich gestalten konnte, steht der Nachwuchs des TSV 1860, letzte Saison noch bis in die Meisterschaftsendrunde vorgestoßen, nach zwei Spielen mit leeren Händen da. So gehen Josef Steinbergers Junglöwen als klarer Außenseiter in das erste Lokalduell der Spielzeit 2016/17.

Am Mittwoch ließ die U19 der Löwen im ersten Heimspiel der 0:1-Pleite zum Auftakt in Mainz ein 1:3 gegen den 1. FC Kaiserslautern folgen. Dabei war die Steinberger-Elf durch den ersten Saisontreffer, erzielt von Julian Justvan (15.), mit einer 1:0-Führung in die Halbzeit gegangen. Nach dem Ausgleich der Pfälzer (72.) aber mussten sich die Münchner durch zwei Tore in der Schlussphase (87., 89.) noch geschlagen geben. In der Vorsaison hatten die Junglöwen noch beide Derbys für sich entschieden (1:0, 3:1), zudem konnte der FC Bayern nur eines der jüngsten neun A-Junioren-Lokalduelle gewinnen.

Dennoch scheint sich zu bestätigen, was der 43-jährige Trainer, der derzeit in der Sportschule Hennef den Lehrgang zum Erwerb der Fußballlehrer-Lizenz absolviert, schon vor der Saison ahnte. Da hatte Steinberger mit Nachdruck betont, dass er mit seiner neuen Mannschaft „vor einer schweren Saison“ stehe und sich diese nicht mit ihren Vorgängern vergleichen lasse. Auch Nachwuchs-Leiter Wolfgang Schellenberg wäre „froh, wenn wir nichts mit dem Abstiegskampf zu tun bekommen“.

Einen „hochverdienten Erfolg“ bilanzierte derweil Steinbergers Pendant Holger Seitz nach dem 2:0-Heimsieg am Mittwoch gegen die Stuttgarter Kickers. Nach überlegen geführtem ersten Abschnitt hatte Marco Friedl die U19 des FC Bayern im zweiten Durchgang mit einem Freistoßtreffer in Führung gebracht (54.), der eingewechselte Benjamin Hadzic stellte in der Schlussphase den Endstand her (85.). „In der Offensive haben wir, besonders in der ersten Halbzeit, noch zu oft die letzte Konsequenz vermissen lassen“, bemängelte der 41-jährige Bayern-Coach zwar, insgesamt jedoch hätte sein Team „defensiv nichts zugelassen und das Spiel gut kontrolliert“. Nach dem 2:1-Auftakterfolg über den SC Freiburg rangiert die Seitz-Elf auf Platz vier hinter den ebenfalls mit zwei Siegen gestarteten Lauterern, Augsburgern und Hoffenheimern. Steinbergers Junglöwen dagegen belegen den vorletzten Platz, nur die Stuttgarter Kickers verloren auch beide bisherigen Partien.

Um einen kapitalen Fehlstart abzuwenden, werden die A-Junioren des TSV 1860 erneut mit Verstärkung aus der U21 rechnen dürfen. Julian Justvan und Kilian Jakob waren in dieser Spielzeit bereits für Daniel Bierofkas Regionalliga-Reserve im Einsatz. Schon in den beiden ersten Partien aber standen die beiden 18-Jährigen wieder bei den A-Junioren auf dem Platz. Für den angeschlagenen Angreifer Christoph Daferner, ebenfalls erst 18, wird indes die Zeit wohl nicht reichen, bei der U19 auszuhelfen.

Beim FC Bayern dagegen wird auf Unterstützung aus Heiko Vogels Regionalliga-Kader verzichtet. Marco Friedl, Fabian Benko und Niklas Dorsch, alle 18 und damit noch für die U19 spielberechtigt, konnten sich bereits im Herrenbereich etablieren und werden deshalb nicht für die A-Junioren abgestellt. Was nichts daran ändert, dass sich der FC Bayern der Favoritenrolle im Derby kaum erwehren kann.

Text: Matthias Horner

Quelle: fussball-vorort.de

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