DFB-Frauen greifen nach Gold

Behringer: "Wir können nur noch gewinnen"

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Melanie Behringer (r.) behielt die Nerven und bracht die DFB-Elf mit einem verwandelten Elfer auf die Siegerstraße.

FC Bayern München (Frauen) - Jetzt soll Gold her! Im Finale gegen Schweden im Maracana wollen die überglücklichen deutschen Fußballerinnen Bundestrainerin Silvia Neid den Abschied versüßen.

Update vom 18. August 2016: Holt Deutschland Gold bei Olympia 2016? Im Finale wartet Schweden. Wir haben bereits zusammengefasst, wie Sie das Frauenfußball-Finale bei Olympia zwischen Deutschland gegen Schweden live im TV und Live-Stream sehen können.

Silvia Neid platzte fast vor Stolz. "Wir wissen, dass wir Geschichte geschrieben haben. Das ist ein wahnsinniges Gefühl", sagte die Fußball-Bundestrainerin, und sie strahlte hinter ihrer markanten Brille. Das Finale im legendären Maracana ist erreicht, das Olympische Dorf endlich erobert, das ersehnte Gold zum Greifen nah - nach dem 2:0 (1:0) im Halbfinale gegen Kanada fehlt nur noch die Krönung.

Weit vor dem gemeinsamen Anstoßen im Mercure Hotel Lourdes in Belo Horizonte waren sich die Spielerinnen und Betreuer jubelnd in die Arme gefallen, in der Kabine des Mineirao wurde nach dem Abpfiff lauthals gesungen. In Neids 180. und letztem Spiel am Freitag (16.00 Uhr OZ/21.00 Uhr MESZ) greifen die DFB-Frauen im Klassiker gegen Schweden zum allerersten Mal nach Olympiagold.

Zum krönenden Abschluss der elfjährigen Neid-Ära soll der einzige noch fehlende internationale Titel her. "Das Gold ist zum Greifen nah", sagte Spielführerin Saskia Bartusiak nach ihrem 100. Länderspiel: "Das ist natürlich unser großes Ziel."

Alle freuen sich außerdem auf den Fußball-Tempel von Rio, in dem die männlichen Kollegen am 13. Juli 2014 den vierten WM-Stern holten. "Sie haben im Maracana vor zwei Jahren Großes erreicht, und wir freuen uns sehr, dass wir dort auch wahnsinnig Großes erreichen können", sagte Abwehrchefin Bartusiak.

"Da wollten wir unbedingt hin. Wir freuen uns mega", pflichtete Alexandra Popp bei: "Und vielleicht ist das ja ein gutes Omen für uns." Wie schon die WM-Arena in Belo Horizonte, in der die Auswahl von Joachim Löw in der Vorschlussrunde das legendäre 7:1 gegen Brasilien gefeiert hatte.

Nach einer durchwachsenen Vorrunde ist der Knoten bei den DFB-Frauen zum richtigen Zeitpunkt geplatzt. "Bei uns herrscht pure Freude, wir können nur noch gewinnen", befand Melanie Behringer. Die Mittelfeldspielerin war wieder einmal der Fels in der Brandung und brachte das deutsche Team mit ihrem fünften Turniertreffer (Foulelfmeter, 21.) auf Finalkurs. Sara Däbritz (59.) sorgte für die Entscheidung.

Die letzte Hürde auf dem Weg zum ersten Gold ist das schwedische Abwehrbollwerk. Der Überraschungsfinalist zwang in der K.o.-Runde erst den Top-Favoriten USA, dann den Gastgeber Brasilien im Elfmeterschießen in die Knie. "Sie machen das sehr gut, stehen sehr kompakt und sind total gefährlich mit Kontern. Wir nehmen sie genau unter die Lupe", kündigte Neid an.

Behringer sieht ihr Team psychologisch im Vorteil: "Die freuen sich sicher nicht, dass sie gegen uns spielen." Denn für die Schwedinnen sind die Deutschen bei großen Turnieren der Angstgegner schlechthin. Die jüngsten Beispiele: Bei der WM im vergangenen Sommer in Kanada setzte es eine 1:4-Klatsche im Achtelfinale, bei der EM 2013 ließ der spätere Europameister den schwedischen Traum vom Heim-Triumph im Halbfinale platzen (0:1).

 

Quelle: fussball-vorort.de

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