Vier Spieler angeblich im FCB-Visier

Bericht: Bayern plant Transfer-Großangriff

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Angeblich im Visier der Bayern-Verantwortlichen: Antoine Griezmann, Marco Verratti und Felipe Anderson

Der FC Bayern will auch in den kommenden Jahren im europäischen Spitzenfußball mitmischen. Damit das klappt, will der Verein offenbar eine Transfer-Offensive starten. Auch Ex-Spieler Daniel van Buyten verrät ein Detail.

Die Zukunft beim FC Bayern München soll mindestens genauso rosig sein wie die jetztigen Zeiten. Doch um weiter mit finanzstarken Vereinen wie Real Madrid, FC Barcelona, Chelsea oder auch den Teams aus Manchester mithalten zu können, planen die Roten für den Sommer angeblich eine Transfer-Offensive.

Nach Informationen der SportBild haben sich die Vorstände Karl-Heinz Rummenigge, Jan-Christian Dreesen und Matthias Sammer nach dem Hinspiel in Porto getroffen, um eine grundsätzliche Strategie für zukünftige Aktivitäten auf dem Transfermarkt zu besprechen. Dabei einigte man sich angeblich auch auf konkrete Positionen. Verstärkt gesucht werden laut dem Magazin nun Rechtsverteidiger, Flügelspieler, ein Mittelstürmer und einen Sechser.

Angebliches Bayern-Interesse an Topstar Griezmann

Auch angesichts der sich jetzt schon häufenden Verletzungen im Angriff der Münchner hat sich der Fokus der Beobachtungen aber offenbar verschoben. Und es gibt auch schon konkrete Namen: Antoine Griezmann von Atlético Madrid soll es den Chefs des FCB angetan haben. Der Franzose machte unter anderem durch starke Leistungen bei der WM in Brasilien von sich reden. Das Problem: Der 24 Jahre alte Stürmer hat noch Vertrag bis 2020. Und ihn daraus herauszukaufen dürfte bei einem aktuellen Marktwert von 35 Millionen Euro so gut wie unmöglich sein.

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Durch den sich abzeichnenden Abschied von Claudio Pizarro (36) wird sich auch im Sturmzentrum ein Loch auftun. Für diesen wollen die Bayern angeblich Felipe Anderson (22) von Lazio Rom verpflichten. Der traf in der laufenden Saison bereits zehn mal und lieferte sieben Torvorlagen. Zwar hat auch er noch ein bis 2020 laufendes Arbeitspapier, doch er dürfte etwas billiger sein als Kollege Griezmann. Sein aktueller Marktwert liegt bei 15 Millionen Euro.

Youri Tielemans.

Einen weiteren Kandidaten bringt ausgerechnet Ex-FCB-Profi Daniel van Buyten ins Spiel: Youri Tielemans vom RSC Anderlecht. "Youri ist ein Spieler, den Bayern beobachtet", verriet er der niederländischen Zeitung Het Nieuwsblad. Der 17-Jährige müsse zwar noch viel lernen, "aber er ist eines der größten Talente seiner Generation. Und er ist ein Spieler, der finanzierbar ist." Van Buyten vergleiche ihn "gerne mit Bastian Schweinsteiger. Er wird immer älter. Warum sollte Tielemans nicht in der Lage sein, ihm nachzufolgen?" Tielemans ist noch bis 2016 an Anderlecht gebunden. Zudem hat der Youngster bereits Champions-League-Erfahrung, lief dort in dieser Saison in allen Vorrundenpartien sowie hinterher in beiden Begegnungen des RSC in der Europa League auf. In der belgischen Liga bringt er es in 29 Einsätzen auf drei Treffer und vier Assists.

Gündogan kein Thema (mehr) bei Bayern?

Die mittelfristig wichtigste Baustelle tut sich aber vor der Abwehr auf: Bei Xabi Alonso sah man schon in der laufenden Saison das ein oder andere Mal erhebliche Geschwindigkeitsdefizite. Und auch Bastian Schweinsteiger und Philipp Lahm werden nicht jünger. Eine naheliegende Alternative wäre Ilkay Gündogan, dessen Vertrag bei Dortmund 2016 ausläuft. Doch bei ihm haben die Vorstände laut des Berichts Zweifel an der grundsätzlichen Fitness und auch der Form.

Stattdessen haben die Münchner nun angeblich ein Auge auf Marco Verratti von Paris Saint-Germain geworfen. Der 22 Jahre alte Italiener zieht beim Scheichklub erfolgreich die Fäden und dürfte eine Investition in die Zukunft darstellen. Auch sein Vertrag läuft allerdings noch recht lange. Um genau zu sein bis 2019.

Gibt der FC Bayern wirklich so viel für einzelne Spieler aus?

Wie realistisch diese Gerüchte tatsächlich sind, lässt sich natürlich erst zur nächsten Transferperiode sagen. Eine kurze Einschätzung schadet allerdings sicher nicht: Bei vielen der genannten Offensiv-Spieler laufen die Verträge noch sehr lange. Und gerade Vereine wie Atlético Madrid und Paris Saint-Germain lassen ihre Leistungsträger sicher nicht so einfach ziehen. Ob die Bayern für eine Position in einem Kostenbereich jenseits der 50 Millionen Euro derart tief in die Tasche greifen werden, erscheint ähnlich realistisch wie das Gerücht um Gareth Bale.

Auch auf der Sechser-Position besteht kein akuter Bedarf: Javi Martinez kämpft sich derzeit wieder an seine Gala-Form der letzten Spielzeiten heran und sowohl Schweinsteiger als auch Lahm haben sicher noch einige gute Jahre vor sich. Zumal mit dem derzeit verliehenen Pierre-Emile Hojbjerg, Gianluca Gaudino und ab dem Sommer Joshua Kimmich auch höchst talentierter Nachwuchs parat steht.

Bleibt eigentlich nur noch die Rechtsverteidiger-Position. Rafinha zeigt seit nunmehr zwei Jahren teils sehr starke Spiele auf seiner Seite und war bis jetzt nicht gerade verletzungsanfällig. Und eigentlich haben die Bayern auch derzeit einen im Team, der diese Position gut spielen könnte: Mitchell Weiser. Vielleicht wurde die Suche nach Alternativen für Rechtsverteidiger auch deswegen eingestellt, weil man sich entschieden hat, ihm einen neuen Vertrag zu geben?

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bix/mg

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