Der Rückkehrer-Überblick

Die besten Transfers kommen aus dem Krankenhaus

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Holger Badstuber will bald wieder auf dem Platz stehen.

Frankfurt/Main - Die besten und billigsten „Wintertransfers“ der Bundesligisten kommen aus dem Krankenhaus: Zahlreiche prominente Verletzte peilen in den kommenden Wochen ihre Comebacks an.

Die Spekulationen über Millionentransfers sind in aller Munde, doch die wohl besten „Winter-Neuzugänge“ kosten die Fußball-Bundesligisten gar nichts. Sie kommen aus dem Krankenhaus. Philipp Lahm, David Alaba, Holger Badstuber, Marco Reus, Henrich Mchitarjan, Julian Draxler, Kevin Prince Boateng, Jefferson Farfan, Vedad Ibisevic und viele weitere verletzte Stars peilen in den kommenden Wochen ihre Comebacks an.

Dass ausgerechnet bei Spitzenreiter Bayern München die meisten und prominentesten Spieler zurückkehren werden, dürfte die Konkurrenz noch mehr in Angst und Schrecken versetzten. Es war in der Hinrunde schließlich nicht so, dass Lahm und Co. an allen Ecken und Enden gefehlt hätten. Auch ohne die Verletzten spielten die Über-Bayern alles in Grund und Boden. Mit den Rückkehrern an Bord dürfte die 25. Meisterschaft schon im Frühjahr perfekt sein.

Matthias Sammer hofft jedenfalls auf die schnelle Integration von Badstuber (Muskelsehnenriss) und Alaba (Teilriss des Innenbandes und Innenmeniskusverletzung). „Holger Badstuber ist schon wieder sehr weit, ich gehe davon aus, dass er Anfang Januar wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann“, sagte Sportvorstand Sammer: „Bei David Alaba kann es vielleicht noch ein paar Tage länger dauern, er wird im Laufe des Trainingslagers relativ schnell wieder integriert werden.“

Während der Rückrundenvorbereitung in Katar (9. bis 17. Januar) könne auch Ersatztorhüter Tom Starke (Syndesmoseriss) wieder ins Training einsteigen. „Bei Philipp Lahm ist der Zeitplan so angelegt, dass er Mitte bis Ende Februar wieder dabei sein könnte“, sagte Sammer zudem über den Weltmeister-Kapitän, der im November einen Bruch am oberen Sprunggelenk erlitten hatte.

Für ein Comeback von Javi Martinez (Kreuzband) und Thiago (Innenband) wollte Sammer „keine Prognose“ abgeben: „Da lassen wir uns alle Zeit der Welt, denn das Wichtigste ist, dass die Spieler gesund werden. Lahm und Thiago werden nicht ins Trainingslager mitfahren. Bei Javi Martinez ist noch keine endgültige Entscheidung gefallen.“

Im Gegensatz zu den Bayern hängt das Wohl und Wehe von Borussia Dortmund zu einem großen Teil an den Rückkehrern. Reus (Außenbandriss im Sprunggelenk) und Mchitarjan (Muskelbündelriss) sollen mit dafür sorgen, dass der abgestürzte Vorletzte wieder in die Erfolgsspur zurückfindet.

Auf prominente Verstärkung im Abstiegskampf hofft auch der VfB Stuttgart. Torjäger Ibisevic (Ermüdungsbruch in der rechten Fußwurzel) soll Mitte Januar wieder ins Teamtraining einsteigen. Für Nationalspieler Antonio Rüdiger (Knie-Operation) kommt der Rückrundenstart Ende Januar dagegen wohl zu früh.

Unterschiedliche Zeitpläne gibt es auch bei Schalke 04. Boateng (Knöchelverletzung), Leon Goretzka (mehrfacher Muskelbündelriss) und Farfan (Knorpelschaden) sollen mit ins Trainingslager nach Doha reisen. Für Draxler (Sehnenriss), Joel Matip (Fußbruch) und Sead Kolasinac (Kreuzbandriss) kommt die Reise noch zu früh, das Trio soll seine Reha in der Heimat fortsetzen.

sid

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