Unser BVB-Check

Diese sechs Dortmunder Stars würden den FC Bayern verstärken

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Den FC Bayern im Visier: Wechselt der eine oder andere Dortmunder nach der Saison vielleicht sogar zu den Roten?

München - Der FC Bayern und Borussia Dortmund spazieren fast auf Augenhöhe durch die Liga. Aber welche BVB-Stars würden auch an der Säbener einschlagen? Wir haben sechs gefunden.

Vielen Fans der Roten hängt er längst zu den Ohren raus. Seit Jahrzehnten gellt der Vorwurf aus vielen gegnerischen Lagern gen Säbener, der FC Bayern würde seinen schärfsten Konkurrenten regelmäßig die Stars wegkaufen. An Beispielen mangelt's den Grantlern nicht: Als da wären in den 90ern die Bremer Mario Basler und Andreas Herzog, Anfang dieses Jahrtausends Leverkusens Michael Ballack, Ze Roberto und Lucio, zuletzt Mario Götze und Robert Lewandowski aus Dortmund.

Doch jener BVB schickt sich nach zwei Jahren, in denen die Schwarz-Gelben die Roten nur mit dem Fernglas am Horizont der Tabelle ausmachen konnten, an, dem FC Bayern wieder ordentlich auf die Pelle zu rücken. Nach dem bajuwarischen Ausrutscher beim 1:2 gegen Mainz am Mittwoch trennen beide Klubs nur noch fünf Punkte.

BVB-Stars als Antrittsgeschenk für Ancelotti?

Was also tun, Herr Rekordmeister? Im Idealfall natürlich im Spitzenspiel am Samstag drei Punkte aus Dortmund entführen. Und wenn das nicht klappen sollte, muss Vorstands-Boss Karl-Heinz Rummenigge eben wohl oder übel ran ans Festgeldkonto, um Bald-Trainer Carlo Ancelotti mit dem einen oder anderen Dortmunder als Antrittsgeschenk zu überraschen.

Damit die Bayern-Bosse sich damit nicht allzu lange aufhalten, haben wir den BVB-Kader schon einmal durchforstet und sechs geeignete Kandidaten gefunden. Gern geschehen!

Drei Kandidaten für die Bayern-Defensive

Mats Hummels: Der BVB-Kapitän begann einst an der Säbener seine Karriere und blieb den Roten bis Januar 2008 treu. Angesichts der Konkurrenzsituation beim Rekordmeister ließ sich der gebürtige Bergisch Gladbacher dann aber nach Dortmund ausleihen und reifte dort zu einem der besten Innenverteidiger Deutschlands. Vergangene Saison durchlebte der Innenverteidiger ein Leistungstief, doch jetzt räumt er defensiv wieder robust ab. Besonders seine Spieleröffnung mit langen Pässen ist gefürchtet.

Julian Weigl.

Julian Weigl: Bei Sechzig war der gebürtige Bad Aiblinger in der vergangenen Saison oft nur Bankdrücker, in Dortmund startete er sofort durch. Trainer Thomas Tuchel schätzt vor allem seine Ballbehandlung und Passsicherheit. Der 20-Jährige könnte sicher noch das eine oder andere Kilo draufpacken, um in Zweikämpfen durchsetzungsstärker zu agieren. Aber von den Anlagen her ist der U21-Nationalspieler für die Bundesliga geboren. Die Roten sollen übrigens schon früh die Fühler nach ihm ausgestreckt haben, doch wegen seiner Nähe zu den Blauen entschied sich Weigl in jungen Jahren für den Stadtrivalen.

Ilkay Gündogan: Der Mittelfeldstratege soll schon länger beim FC Bayern auf der Liste stehen. Im vergangenen Sommer verlängerte der gebürtige Gelsenkirchener wohl nur beim BVB, weil sein Traum-Verein FC Barcelona ihn nicht verpflichten konnte (und wollte?). Angesichts seines 2017 auslaufenden Vertrags steht in den kommenden Wochen eine Grundsatzentscheidung an - entweder der 25-Jährige bindet sich langfristig an den BVB oder er zieht weiter. Auch Juventus Turin und Manchester City wird Interesse nachgesagt.

Drei Kandidaten für die Bayern-Offensive

Shinji Kagawa: Das einstige 350.000-Euro-Schnäppchen aus Japan steigert sich bei seiner zweiten BVB-Zeit nach Startschwierigkeiten von Saison zu Saison. Das große Plus des kleines Wuselers: Er kann in der Offensive fast jede Position bekleiden - vielleicht auch die der "falschen Neun"? Allerdings funktioniert der 26-Jährige bislang nur in Dortmund, sein zweijähriges Intermezzo bei Manchester United muss als Missverständnis abgehakt werden. Da stellt sich die Frage, ob sich Kagawa überhaupt an der Säbener behaupten könnte.

Henrikh Mkhitaryan: Das Spiel des Armeniers war schon immer eine Augenweide. Doch vor dem Tor schienen dem Filigrantechniker in schöner Regelmäßigkeit die Knie zu schlottern. Vergangenheit! In dieser Saison traf der Armenier in bislang 38 Pflichtspielen 19 Mal. Mit neun Bundesliga-Treffern hat Dortmunds Rekordtransfer schon jetzt seine persönliche Rekordmarke eingestellt. Der 27-Jährige verwandelte seine größte Schwäche also in eine weitere Stärke. Wir haben keine Zweifel: "Micki" würde jedem Team der Welt weiterhelfen.

Pierre-Emerick Aubameyang.

Pierre-Emerick Aubameyang: Pfeilschnell wie Usain Bolt war der Gabuner schon immer. Aber nun netzt er auch noch ein wie ansonsten nur Vorgänger Robert Lewandowski. An den ersten acht Spieltagen traf der 26-Jährige stets mindestens einmal. In diesem Jahr stehen immerhin fünf Tore in neun Pflichtpartien zu Buche, insgesamt steht er bei 32 Buden in 36 Einsätzen. Afrikas Fußballer des Jahres darf sich sogar Hoffnungen auf den Goldenen Schuh machen - die Auszeichnung für den besten Torjäger Europas. Ihn sollten die Roten zumindest im Hinterkopf behalten, falls sich Lewandowski doch Richtung Madrid verabschieden möchte.

Ein echter Härtefall war für uns zudem Marco Reus. Aber erstens hat der gebürtige Dortmunder dem FC Bayern schon zweimal einen Korb gegeben. Zweitens ist der 26-Jährige zu verletzungsanfällig. Und drittens gilt der Flügelstürmer nicht gerade als Titelhamster. Seine bisher größten Mannschafts-Erfolge: zwei Superpokalsiege mit dem BVB. Das wiederum sollte die Roten positiv stimmen mit Blick auf das Titelrennen in der Bundesliga.

Marcus Giebel

Marcus Giebel

E-Mail:info@merkur.de

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