Was hecken die Trainer aus?

FCB beim BVB: Das erwartet ein Taktikexperte vom Topspiel

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Im Sommer jubelten die Roten.

München - Von den Einzelspielern her treffen mit dem FC Bayern und Borussia Dortmund wohl die besten deutschen Teams aufeinander. Worauf wird es am Samstag besonders ankommen?

Thomas Tuchel und Pep Guardiola verstanden sich als Bundesliga-Trainer exzellent. Legendär ist die Geschichte vom gemeinsamen Abendessen, als Salz- und Pfefferstreuer als Taktik-Elemente über den Tisch wanderten. Beide waren sich in ihrer Philosophie vom Ballbesitz sehr ähnlich: Ja, Thomas und Pep waren definitiv Taktik-Kumpel.

Mit Carlo Ancelotti steht Tuchel nun beim Duell zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern (18.30 Uhr/ hier gibt es den Live-Ticker für BVB-Fans und für FCB-Fans) ein alter Taktik-Fuchs aus Italien gegenüber. Über das persönliche Verhältnis dieser beiden Männer ist noch nicht viel bekannt. Offensichtlich ist aber, dass sich das Bayern-Spiel unter Ancelotti deutlich von der Pep-Philosophie unterscheidet. Darum wird sich auch die Taktik in diesem Super-Duell von früheren Aufeinandertreffen unterscheiden. Welche taktischen Elemente das sind, hat die tz gemeinsam mit Alexander Schmalhofer, dem Taktikexperten des Instituts für Fußballmanagement, analysiert. Ergebnis: Beim BVB wird sich vor allem in der Grundordnung der Abwehr etwas ändern.

Taktik: 4-3-3 trifft auf 4-1-4-1

Taktikexperte Alexander Schmalhofer.

„Die Bayern agieren aus ihrem 4-3-3-System, der BVB zuletzt stets aus einem 4-1-4-1. Dortmund wird somit wohl ebenfalls mit einer Viererkette spielen - und nicht, wie in der Vergangenheit, mit einer Dreierkette gegen die Münchner“, erklärt Schmalhofer. Das Spiel wird sich nach Meinung Schmalhofers aber auf anderen Positionen entscheiden: „Beide Teams stehen im Spiel gegen den Ball im Zentrum sehr kompakt, sodass es für beide sehr schwer sein wird, durch das Positionsspiel zu vielen Torchancen zu kommen.“

Darum müssen die beiden Mittelfeld-Zentralen beim Umschalt­spiel zu 100 Prozent bei der Sache sein - sowohl offensiv als auch defensiv! „Im Moment des Ballverlusts wird es darauf ankommen, wer handlungsschneller ist, um den Gegenangriff zu unterbinden oder eben den Gegenangriff einzuleiten. Gerade in diesen Situationen wird es auf das Veralten der zentralen Mittelfeldakteure ankommen“, ist sich Schmalhofer sicher.

Vergleich zwischen Weigl und Alonso

Auf der Sechser-Position kommt es mit BVB-Juwel Julian Weigl (21) und FCB-Routinier Xabi Alonso (bald 35) zum Generationen-Duell. Gerade der Spanier hatte in der Vergangenheit immer wieder Probleme, die Löcher in der Defensivbewegung zu stopfen. Weigl hat mit 885 Ballkontakten den zweitbesten Liga-Wert.

Ein größerer Ballmagnet ist nur Bayerns Thiago mit 1024 Kontakten. Mit Mario Götze hat aber auch der BVB einen Edeltechniker auf der Achter-Position. In Dortmund hofft man auf einen genialen Moment von Götze gegen den deutschen Rekordmeister. Komplettiert wird das zentrale Mittelfeld voraussichtlich von Bayern-Youngster Joshua Kimmich und Gonzalo Castro. Während Kimmich in dieser Saison bereits vier Saisontore erzielt hat, glänzt Castro mit fünf Vorlagen vor allem als Vorbereiter.

BVB - FCB: Die heißesten Bilder der Spielerfrauen - Wer liegt vorn?

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bok, sw

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