Bundesliga-Spitzenspiel

Bayern-Gegner Gladbach rätselt über richtige Taktik

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Borussia Mönchengladbach präsentiert sich vor dem Bundesliga-Spitzenspiel gegen den FC Bayern München in guter Verfassung. Gegen Limassol konnte in der Europa League ein ungefährdeter 5:0-Sieg eingefahren werden.

Mönchengladbach - Der lockere Pflichtsieg gegen Limassol war bei Borussia Mönchengladbach schnell abgehakt, jetzt will der Tabellenzweite in der Bundesliga am Thron der Bayern rütteln.

Das Selbstvertrauen ist riesig, die Generalprobe geglückt, und der Rest der Liga drückt die Daumen: Borussia Mönchengladbach will nach dem lockeren 5:0 (1: 0)-Pflichtsieg in der Europa League gegen Apollon Limassol am Thron des Fußball-Rekordmeisters Bayern München rütteln und den Spitzenreiter nicht schon wieder frühzeitig enteilen lassen.

"Wir wollen in jedem Spiel drei Punkte, auch gegen Bayern München", sagte der Schweizer Nationalspieler Granit Xhaka vor dem Topspiel am Sonntag (17.30 Uhr/Sky) im seit Wochen ausverkauften Borussia-Park. Die Gladbacher sind in dieser Saison in 14 Pflichtspielen noch ohne Niederlage. Diese imposante Serie soll auch gegen die Über-Bayern halten. "Wir sind ungeschlagen, das wollen wir auch bleiben", betonte der gegen Limassol überragende Ibrahima Traore.

Die 7:1-Gala der Mannschaft von Pep Guardiola in der Königsklasse beim AS Rom hat aber auch in Gladbach mächtig Eindruck hinterlassen. "Die Bayern haben momentan die beste Mannschaft der Welt", sagte Patrick Herrmann und sieht die Borussia mit dem Starensemble von der Isar noch lange nicht auf Augenhöhe: "Nur weil wir derzeit auf Platz zwei stehen, sind wir noch keine Bayern-Jäger."

Mit einem Sieg am Sonntag könnte sich das zumindest vorübergehend ändern, bis auf einen Zähler kann der fünfmalige deutsche Meister an die Münchner heranrücken. Über die beste Taktik wird aber noch gerätselt. "Defensiv zu spielen, ist auch keine Lösung", sagte Traore, während Herrmann totalen Einsatz fordert: "Wir müssen uns in jeden Zweikampf reinschmeißen und unser Spiel durchziehen."

Routinier Martin Stranzl sieht den ohnehin schier übermächtigen Gegner aus mehreren Gründen im Vorteil. "Sie haben vier Punkte Vorsprung und sich auch noch den Segen vom Papst abgeholt", sagte der in dieser Saison glänzend spielende Innenverteidiger und fügte mit Blick auf die zurückliegenden Europacupspiele an: "Wir haben zwei Tage weniger Regeneration." Nach ihren Auftritten in der Europa League ist den Gladbachern in dieser Saison noch kein Sieg gelungen.

Anders die Bayern: Nach der bemerkenswerten Vorstellung in Rom haben sich die Münchner schnell wieder auf den Liga-Alltag konzentriert. Mit einem Sieg beim großen Rivalen aus den 70er-Jahren würden sie sich schon ein beruhigendes Polster erarbeiten.

"Wir wollen unseren Vorsprung ausbauen. Es ist schon ein richtungweisendes Spiel für die nächsten Wochen und den Verlauf der Liga und hat deshalb eine hohe Wichtigkeit", sagte Weltmeister Thomas Müller und fügte an: "Es muss für meinen Geschmack kein 7:1 werden. Ein ganz normaler, gewöhnlicher Sieg würde mir auch reichen."

Der seit Wochen überragende Arjen Robben will die Spitzenpartie des neunten Spieltages nicht überbewerten. Man werde sich normal vorbereiten, so der Niederländer: "Du kannst da noch nichts entscheiden, es ist noch so ein langer Weg. Es ist einfach ein Bundesligaspiel gegen eine sehr gute Mannschaft, die bis jetzt eine sehr gute Saison spielt. Es wird sehr interessant."

SID

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