Bundesliga investiert 278,9 Millionen Euro

Transferausgaben: Dortmund schlägt die Bayern

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Mit der Verpflichtung von Xabi Alonso setzte der FC Bayern München zum Ende der Transferphase nochmal ein dickes Ausrufezeichen an die Konkurrenz.

Düsseldorf - Der Ausgabenrekord von 287 Millionen Euro der Saison 2012/2013 wird knapp verfehlt. Transferkrösus ist dieses Mal nicht der FC Bayern München sondern Borussia Dortmund.  

Zwar wird der Ausgabenrekord der Saison 2012/2013 um neun Millionen Euro knapp verfehlt, doch mit dem Ende der Sommer-Transferperiode der Spielzeit 2014/2015 haben die Bundesligisten in 176 neue Profis immerhin 278,9 Millionen Euro investiert. Die 18 Clubs gaben laut einer Erhebung der Nachrichtenagentur dpa 168 Spieler ab und erlösten dabei 200,6 Millionen Euro. Borussia Dortmund hat mit 53,2 Millionen Euro am meisten investiert. Erst am Sonntag holte der BVB den Japaner Shinji Kagawa von Manchester United für acht Millionen Euro zurück.

Meister und Pokalsieger Bayern München schlug kurz vor dem Ende der Transferperiode noch einmal kräftig auf dem Markt zu. Der Rekord-Titelträger holte vom AS Rom Mehdi Benatia für 26 Millionen Euro und von Real Madrid den ehemaligen Welt- und Europameister Xabi Alonso für zehn Millionen Euro. In der Summe nahmen die Bayern für 50,1 Millionen Euro neue Spieler unter Vertrag. Allerdings erlösten die Münchner unter anderem für den zu Real Madrid gewechselten Weltmeister Toni Kroos auch 30 Millionen Euro und nahmen durch weitere Verkäufe insgesamt 53,4 Millionen Euro ein.

Xabi Alonso soll bei den Bayern mit seiner großen Erfahrung das defensive Bayern-Mittelfeld organisieren. „Ich mag diesen Druck“, sagte der 32-Jährige am Montag, „ich brauche ihn sogar, um so viel wie möglich aus mir herauszuholen.“ Er ist der fünfte Spanier im Kader - Ansprüche stellte er zunächst aber keine: „Wichtig ist, dass wir hier eine gute Gruppe deutscher Spieler haben. Diese Spieler sind die Referenz für die anderen. Und da muss man sich anpassen.“

Transferdefizit bleibt im Rahmen

Die wirtschaftliche Vernunft greift. Denn das Transfer-Minus blieb mit 78,3 Millionen Euro in einem erträglichen Rahmen - das war auch schon anders. Das meiste Geld gab diesmal der Meisterschafts-Zweite aus Dortmund aus. Um den Abgang des polnischen Bundesliga-Torschützenkönigs Robert Lewandowski zu den Bayern zu kompensieren, griff der BVB tief in die Kasse: Allein für den italienischen Torjäger Ciro Immobile vom FC Turin gaben die Borussen 18,5 Millionen Euro aus.

Kräftig investiert haben auch Bayer Leverkusen (29,35 Millionen Euro) und Fast-Absteiger Hamburger SV (26,25). Der „Dino“ nahm noch am Montag Lewis Holtby als Leihgabe von Tottenham Hotspur für ein Jahr unter Vertrag. Der frühere Schalker und Mainzer erhöht die Zahl der Neuzugänge bei den Hanseaten auf 17. Diese Ausgaben und die Einnahmen für 15 abgegebene Spieler (24,8 Millionen Euro) halten sich beim HSV fast die Waage. Hinter dem BVB, den Bayern und Leverkusen ist Hamburg Vierter der Ausgaben-Tabelle.

Bei den Aufsteigern floss das Transfer-Geld nicht in Strömen. Zweitligameister 1. FC Köln gab 7,4 Millionen Euro aus, Neuling SC Paderborn lediglich 1,6 Millionen Euro. Damit sind die Ostwestfalen allerdings keineswegs „Schlusslicht“: Werder Bremen legte für Raif Husic von Bayern München II 100 000 Euro an.

Im zweistelligen Bereich liegt die Zahl der Neuverpflichtungen außer beim HSV (17) noch beim FSV Mainz 05 (16), bei 1899 Hoffenheim (12), bei Schalke, in Augsburg und Frankfurt (jeweils 11) sowie Hannover, Freiburg und Paderborn (10). Die meisten Profis gab Hoffenheim mit 18 ab.

Die Wechselperiode im deutschen Profifußball ist für diesen Sommer beendet. Die Deutsche Fußball Liga DFL veröffentlichte am Montagmittag um 12.00 Uhr die abschließende Transferliste. Nur Spieler, die dort verzeichnet sind, konnten noch wechseln. Transfers sind jetzt nur noch in einige wenige Länder möglich, unter anderem in die Türkei, nach Russland und Mexiko. Innerhalb Deutschlands können Profis erst wieder im Winter ihren Verein verlassen.

dpa

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