Bayern gegen Borussia

Müller: "BVB ist immer schwer und unangenehm"

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Konnten einen ungefährdeten Sieg beim HSV einfahren: die Profis des FC Bayern München.

Hamburg - Der problemlose Pokalsieg beim HSV war schnell abgehakt. Noch in der Hansestadt begann für den FC Bayern die Vorbereitung auf das Duell mit Vize-Meister Borussia Dortmund.

Vor dem Prestigeduell in der Liga gegen Vize-Meister Borussia Dortmund war für Bayern München der Hamburger SV kaum mehr als ein überforderter Pokal-Sparringspartner. „Jetzt kommt ein anderer Gegner“, sagte Mannschaftskapitän Philipp Lahm, und auch Weltmeister Thomas Müller ließ die akute Formkrise der Westfalen bei seiner Analyse außen vor: „Der BVB ist immer schwer und unangenehm zu spielen. Wir werden sicherlich nicht schon zur Halbzeit mit 8:0 führen.“

Auf seiner herbstlichen Terminhatz war der mühelose 3:1 (2: 0)-Zweitrundensieg in der Hansestadt für den Rekordmeister da kaum mehr als ein kleines Etappenziel. Jedes Pokalspiel in Deutschland sei wie ein Endspiel, hatte Trainer Pep Guardiola vor der Partie noch gewarnt. Das Hamburger „Finale“ indes war spätestens nach 45 Minuten zugunsten der Gäste entschieden.

Eine gute Gelegenheit für den Starcoach, nach dem Seitenwechsel Leistungsträger wie Lahm, Xabi Alonso und Torschütze Robert Lewandowski frühzeitig zwecks Schonung vom Feld zu nehmen. Schließlich, so Müller, habe Dortmund einen Tag mehr Pause: „Aber das darf uns natürlich nichts ausmachen.“

Unterschätzen, so der 25-Jährige, werde man den BVB am Samstag (18.30 Uhr/Sky) ganz sicher nicht. „Tabellarisch ist Dortmund momentan sicherlich nicht auf Augenhöhe. Und es hat ja in den vergangenen Jahren eine ganze Reihe von engen Spielen gegeben“, warnte der offensive Mittelfeldspieler, der die schnelle Münchner Führung durch Lewandowski (7. Minute) mit einem präzisen Pass vorbereitet hatte.

So kurz vor dem Gastspiel der Westfalen war es auch Guardiola sichtlich recht, hinter dem nationalen Pokal zumindest bis zum Achtelfinale Anfang März ein Häkchen machen zu dürfen. „Bis dahin haben wir das erstmal in der Tasche“, sagte der Spanier, und auch der 15. Sieg in Folge in diesem Wettbewerb ist eine leichte Pflichtübung für sein Starensensemble: Bundesliga-Absteiger Eintracht Braunschweig wird sich an der Isar wohl eine deftige Niederlage abholen müssen.

Da ließ sich auch der Ausraster eines HSV-Anhängers verkraften, der in der Nachspielzeit das Spielfeld stürmte und Franck Ribery, Schütze des dritten Tores in der 55. Minute, mit seinem Fanschal ins Gesicht schlug und den Franzosen anschließend mit obszönen Gesten beleidigte. Der HSV entschuldigte sich umgehend via Twitter, Ribery nahm an: „Das darf nicht passieren, aber es ist nicht so schlimm. Nach dem Spiel ist alles vorbei.“

Für den Störenfried allerdings nicht. Der HSV stellte Strafanzeige gegen den Eindringling und wird darüber hinaus ein Stadionverbot aussprechen.

Den besiegten Norddeutschen blieb kaum mehr übrig, als aus winzigen Fortschritten Selbstvertrauen für das Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen Bayer Leverkusen zu ziehen. „Dass wir ein Tor erzielen konnten, war ein positives Zeichen“, sagte Trainer Joe Zinnbauer tapfer, und Mittelfeldspieler Lewis Holtby stieg in die höhere Fußball-Mathematik ein: „Immerhin haben wir in der zweiten Halbzeit gegen die Bayern 1:1 gespielt.“

SID

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