Keine Vorfreude bei BVB-Trainer

Tuchel zum Supercup: "Ich könnte darauf verzichten"

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Thomas Tuchel freut sich nicht unbedingt auf die Begegnung am Sonntag.

München/Dortmund - Obwohl die Zeichen für einen Sieg des BVB im Supercup am Sonntag eigentlich nicht schlecht stehen, ist Dortmund-Trainer Thomas Tuchel so gar nicht scharf auf die Begegnung.

Update vom 13. August 2016: Am Sonntag treffen die Bayern und der BVB im DFL-Supercup wieder aufeinander. Wir haben bereits zusammengefasst, wie Sie das Supercup-Spiel FC Bayern gegen Borussia Dortmund live im TV und im Live-Stream sehen können.

Der letzte Star-Trainer der Bayern, Pep Guardiola, legte bei seiner Ankunft in München 2013 gleich einmal einen Fehlstart hin: Das erste Spiel im Supercup gegen die Dortmunder ging mit 2:4 verloren. Auch Carlo Ancelotti weiß daher, dass es "eine schwierige Partie" wird, wie er dem kicker erzählte. Doch trotz der guten Vorzeichen ist Dortmunds Trainer Thomas Tuchel so gar nicht erfreut über die Begegnung am Sonntag (20.45 Uhr). "Auf den Supercup könnte ich auch verzichten", meinte er nach der Testspiel-Pleite gegen Athletic Bilbao (0:1). Er versucht schon jetzt die Erwartungen an die Leistung seines Teams niedrig zu halten. Seine Mannschaft sei schon jetzt "an seine Grenzen gestoßen". Doch sind die Dortmunder wirklich schon am Limit - zwei Wochen vor Ligastart - oder ist das alles nur Kalkül?

Klar ist, dass der BVB im EM-Sommer 215 Millionen Euro für neue Spieler ausgegeben hat - mehr, als jedes andere Team in der Bundesliga. Zwar nahm Dortmund durch seine Verkäufe auch wieder 106 Millionen ein, doch die neuen Spieler wie André Schürrle, Sebastian Rode oder Mario Götze müssen erst einmal in die Mannschaft integriert werden. Bei vielen anderen Spielern, wie Raphaël Guerreiro, Marc Bartra oder Emre Mor gilt es zudem, die Sprachbarriere zu überwinden. Tuchel ist überzeugt: "Es gab schon bessere Ausgangslagen, um die Bayern herauszufordern". Trotzdem traue er seiner Mannschaft viel zu.

Ancelotti zeigt sich da wesentlich zuversichtlicher, auch wenn die EM-Urlauber seines Teams nur zehn Tage für die Vorbereitung auf das Supercup-Duell hatten: "Es ist jedenfalls genug, um das Spiel bestreiten zu können. Um für die gesamte Saison in guter Verfassung zu sein, reichen zehn Tage natürlich nicht aus, für das Spiel gegen Dortmund hingegen schon. Absolut." Ihm bereitet es auch keine Kopfschmerzen, dass die Bayern den Supercup schon seit längerem nicht mehr gewinnen konnten. "Es wird Zeit, denn es ist eine wichtige Partie, ein Finale. Jeder Wettbewerb ist wichtig. Ich hatte jedenfalls Glück, das Finale erreicht zu haben ohne dafür gearbeitet zu haben."

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