Bayern-Trainer über Kader, Kapitän und Liga-Start

Ancelotti über Lahms Karriereende 2018: "Abwarten!"

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Carlo Ancelotti (l.) im Gespräch mit Philipp Lahm.

München - Geht es nach Bayern-Trainer Carlo Ancelotti, so ist das geplante Karriereende von Kapitän Philipp Lahm 2018 noch nicht in Stein gemeißelt.

Update vom 25. August 2016:

Endlich startet wieder die Bundesliga-Saison: Der Meister des Vorjahres trifft zur Eröffnung auf die verletzungsgeplagten Gäste aus dem Norden. Für Werder Bremen wird das am Freitag in der Allianz Arena kein leichtes Spiel werden - der FCB startet stark wie nie in die neue Saison. Hier lesen Sie, wie Sie das Eröffnungsspiel der Bundesliga FC Bayern gegen SV Werder Bremen live im TV und im Live-Stream ansehen können.

Carlo Ancelotti, der neue Cheftrainer des FC Bayern, spricht im exklusiven Interview mit Sport1 unter anderem über den Saisonstart, die Stärke des Bayern-Kaders, seine eigene Eingewöhnungszeit in München und die anhaltende Kritik an Bayern-Star Franck Ribery. Carlo Ancelotti über…

…den Bundesligastart gegen Bremen:„Wir freuen uns, dass die neue Saison beginnt. Wir sind bereit für das erste Spiel gegen Bremen. Die Mannschaft hat sehr gut trainiert diesen einen Monat, wir können sehr gut beginnen.“

…die Fragen, ob man die Meisterschaft mit Bayern „mit den Händen in den Hosentaschen gewinnen kann“, wie er letztes Jahr einmal gesagt hat: „Ich habe gesagt, dass Bayern damals eine Mannschaft war, die den anderen einfach sehr überlegen war – und ich hoffe, dass das dieses Jahr genauso sein wird. Aber wenn du beim Fußball die Hände in den Hosentaschen hast, verlierst du.“

…Franck Ribery und die Diskussionen um seine Ellenbogenschläge, auch den vermeintlichen nach dem Spiel in Jena: „Die Leute übertreiben es momentan ein wenig in Bezug auf Ribery. Vielleicht hat er gegen Dortmund einen Fehler gemacht, als er den Arm gehoben hat, als er von seinem Gegenspieler gehalten wurde. Aber gegen Jena ist nichts passiert! Die Geschichte lehrt uns, dass Ribery immer ein sehr korrekter Spieler gewesen ist. Ich finde, man sollte die Angelegenheit jetzt vergessen und es dabei belassen. Er trainiert gut und ist bereit, die Saison gut zu beginnen.“

…die Stärken des Bayern-Kaders: „Dieser Kader ist im Ganzen sehr wettbewerbsfähig. Das Leistungsniveau der Spieler liegt sehr eng zusammen. Der Unterschied zwischen dem besten und schlechtesten Spieler ist nicht so groß. Der Kader ist auf hohem Niveau gleichwertig besetzt. Ich denke, dass in dieser Saison alle Spieler zu ihren Einsätzen kommen werden.“

…Philipp Lahms geplantes Karriereende und den Vergleich zu Lahms Vorbild Paolo Maldini: „Maldini hat mit 39 Jahren noch einmal die Champions League gewonnen – und hatte da schon große gesundheitliche Probleme, vor allem an seinen Knien. Lahm hat das nicht, er ist fit, trainiert sehr gut, ist immer der erste, der kommt und der letzte, der geht. Ich bin davon überzeugt, dass er spielen kann, bis er 39 ist.“

…Lahms Ankündigung, seine Karriere 2018 zu beenden: „Abwarten! Aspetta! Lahm ist sehr wichtig für den FC Bayern. Nicht nur als Spieler, sondern auch als Persönlichkeit. Er ist ein Vorbild für alle. Je länger er Spieler bleibt, umso besser!“

…die italienischen Restaurants in München: „Ich liebe es, in bayerische Restaurants zu gehen. Ich war zweimal in einem italienischen Restaurant, es war gut. Aber ich gehe gerne in bayerische Restaurants und mein Freund hat ein fantastisches Restaurant hier: unser Chef bei Bayern, Alfons (Schuhbeck, Anmerkung der Red.).“

…seine Bemühungen, Deutsch zu lernen. „Ich weiß, dass mein Deutsch nicht super ist, aber ich versuche, es schnell zu lernen. Normalerweise lerne ich drei Stunden in der Woche. Normalerweise. Wenn ich keine Interviews geben muss, kann ich mehr lernen.“

…die deutsche Sprache: „Ich übersetze immer vom Italienischen ins Deutsche. Das Problem ist, dass die Grammatik sich auch komplett von der englischen unterscheidet. Mir wurde gesagt, dass 70 Prozent der Sätze hier mit einem Verb aufhören. Das ist schwierig für uns zu verstehen.“

…Giovanni Trapattoni und seine legendäre „Ich habe fertig“-Pressekonferenz: „Ich habe die PK von Trapattoni gesehen, ich fand sie funny. Lustig. Er hat gesagt: 'Ich habe fertig'. Ich weiß, dass das nicht richtig ist. Richtig ist „Ich bin fertig“. Ich glaube nicht, dass mir so eine Pressekonferenz passieren könnte. Wenn du sauer bist, dann musst du deinen Ärger in der Kabine lassen. In der Kabine kannst du sauer sein, draußen nicht. Um mich in der Öffentlichkeit sauer zu erleben, muss schon sehr, sehr viel passieren.“

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