Deutsche Teams im Achtelfinale

CL-Auslosung - Rode: "Nicht unbedingt Paris"

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Wünscht sich einen anderen Gegner als Paris St. Germain: Sebastian Rode.

Frankfurt/Main - Die Bundesliga ist in den europäischen Wettbewerben mit sechs Klubs vertreten. Am Montag wird die nächste Runde ausgelost.

Bloß nicht Real Madrid oder der FC Barcelona! Von den vier deutschen Achtelfinalisten in der Champions League zittern vor allem Bayer Leverkusen und Schalke 04 vor der Auslosung der Europäischen Fußball-Union (UEFA) am Montag (12.00 Uhr). Den beiden Gruppenzweiten drohen die richtig schweren Brocken. Titelfavorit Bayern München sowie Borussia Dortmund können hingegen als Sieger ihrer Vorrunden etwas entspannter nach Nyon schauen.

„Am wichtigsten ist, wie wir im Februar in Form sind. Die Auslosung ist egal, ich habe vor jedem Gegner Respekt“, sagte Bayern-Trainer Pep Guardiola, nachdem der Rekordmeister souverän durch die Gruppenphase spaziert war - „Mia san Mia“ in der Königsklasse. Paris St. Germain mit Superstar Zlatan Ibrahimovic wäre in der Tat der schwerst mögliche Gegner auf dem Weg ins Finale nach Berlin (6. Juni 2016). „Es ist uns relativ wurscht, wen wir kriegen - auch wenn“s nicht unbedingt Paris sein muss„, sagte Münchens Mittelfeldspieler Sebastian Rode dazu.

Im Lostopf für die Bayern ist außerdem der FC Arsenal mit den Weltmeistern Per Mertesacker, Mesut Özil und Lukas Podolski, der BVB könnte es mit Münchens Gruppengegner Manchester City zu tun bekommen. Die Gruppenersten haben in den Rückspielen (10./11. und 17./18. März) Heimrecht, Schalke und Leverkusen „müssen“ im Hinspiel (17./18. und 24./25. Februar) daheim ran.

Schalke und Leverkusen drohen starke Gegner

Für die Schalker, die sich mehr oder weniger in die nächste Runde gerumpelt hatten, könnte der Auftritt in Europa hingegen schnell vorbei sein. „Monaco oder Porto“, sagte Max Meyer, der S04 ins Achtelfinale geschossen hatte: „Da hätten wir Chancen.“ Real Madrid hatte die Königsblauen in der vergangenen Saison mit 9:2 Toren in zwei Spielen auseinander genommen. „Wir gehören zu den besten Mannschaften Europas“, sagte der Jungstar, schränkte aber auch ein: „Nicht an der Spitze, dazu fehlen uns einfach noch die Mittel.“

In Leverkusen hätten die Partien gegen die ganz Großen mit den Weltfußballern Cristiano Ronaldo (Madrid) oder Lionel Messi (Barcelona) immerhin etwas Gutes. „Dann spielen wir vor ausverkauften Haus“, stellte Simon Rolfes fest. Bayer hatten den Gruppensieg im abschließenden Spiel bei Benfica Lissabon (0:0) leichtfertig verzockt. „So haben wir uns das nicht vorgestellt, aber viele andere Mannschaften würden gerne mit uns tauschen“, sagte Sportchef Rudi Völler. Zum Beispiel die, die eine Klasse tiefer spielen.

Auch in der Europa League tummeln sich große Namen

In der Zwischenrunde der Europa League, die ab 13.00 Uhr ausgelost wird, drohen dem VfL Wolfsburg und Borussia Mönchengladbach durchaus große Namen. Inter Mailand und der SSC Neapel sind mögliche VfL-Gegner, auf die Borussia könnte der FC Liverpool, der AS Rom oder Ajax Amsterdam warten. Ein Ausscheiden direkt in der Runde der letzten 32 wäre dennoch undankbar - finanziell lohnt sich das „Unterhaus Europas“ erst später.

„Es wäre für uns Spieler ein riesiges Erlebnis, gegen Liverpool oder den AS Rom spielen zu dürfen. Wir nehmen, was kommt“, sagte Gladbachs Patrick Herrmann. Auch Wolfsburg Torwart Diego Benaglio äußerte eher zurückhaltend: „Wir sind bisher gut damit gefahren, nur von Spiel zu Spiel zu denken. Und das mach wir jetzt auch.“

Die möglichen Champions-League-Gegner der deutschen Klubs:

Bayern München: Juventus Turin, FC Basel, FC Arsenal, Paris St. Germain, Schachtjor Donezk

Borussia Dortmund: Juventus Turin, FC Basel, Manchester City, Paris St. Germain, Schachtjor Donezk

Bayer Leverkusen: Atletico Madrid, Real Madrid, FC Barcelona, FC Chelsea, FC Porto

Schalke 04: Atletico Madrid, Real Madrid, AS Monaco, FC Barcelona, FC Porto

SID

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