Vier Locations im Check

Champions-League-Finale: Stadt plant Public Viewing!

München - Wo darf München das Champions-League-Finale mit dem FC Bayern feiern? Die Stadt hat nach tz-Informationen schon mit der Planung für ein Public Viewing begonnen. Vier Locations im Check:

Vier zu null, drei zu null – und das war erst der Anfang! München jubelt und die ganze Welt feiert den FC Bayern. Aber wo feiern die Münchner Fans das Spiel der Spiele in der Champions League?

Die Stadt hat nach tz-Informationen schon mit der Planung für ein Public Viewing am 25. Mai begonnen. Beteiligt ist ein informeller Arbeitskreis um Behörden, Polizei und MVG. Die Frage scheint mittlerweile sogar weniger zu sein, ob ein Fan-Fest steigt, sondern eher wer es wo veranstaltet!

Inzwischen steht fest: Beide Public-Viewing-Events zum Champions-League-Finale Bayern gegen Dortmund am 25. Mai sind gesichert! Sowohl auf der Theresienwiese, als auch in der Allianz Arena.

„Bei mir haben sich schon mehrere Interessenten für so eine Veranstaltung gemeldet“, sagt Wirtschaftsreferent Dieter Reiter (SPD), der für Olympiapark und Theresienwiese zuständig ist. Der Bayern-Fan verspricht: „Das wird ein einzigartiges Spiel. Wenn die benachbarten Bezirksausschüsse zustimmen, werden wir alles versuchen!“

Beschlossen ist also noch nichts, schließlich könnte das Fan-Fest riesige Dimensionen annehmen. Die Stadt erwartet mehr als 100 000 Fans, die keine Karten für Wembley bekommen und trotzdem wie im Stadion feiern wollen.

So war es ja schon im vergangenen Jahr: Da kamen 65 000 Fans zur Übertragung ins Olympiastadion, weitere 30 000 zu den Leinwänden auf der Theresienwiese – und 62 500 feierten und trauerten live in der Allianz Arena beim verlorenen Finale gegen Chelsea.

Wo gibt es Platz für so viele Schlachtenbummler beim Public Viewing? Geheimtipp: Heuer könnte auch das Messegelände in Riem in Frage kommen – hier fand 2006 die Papst-Messe mit einer halben Million Menschen statt.

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Die tz analysiert die Partyzonen.

Olympiapark

Das Olympiastadion kommt nicht in Frage. Denn: Dort tritt einen Tag nach dem Champions-League-Finale Bruce Springsteen auf. Wegen der Aufbau-Arbeiten für dieses Konzert ist ein Public ­Viewing unmöglich. Olympiapark-Sprecher Arno Hartung sagt aber: „Wir prüfen, ob wir ein Public Viewing anderswo im Park veranstalten können.“ Denkbar ist ­etwa das See-Ufer oder der Coubertinplatz.

Theresienwiese

„Aus meiner Sicht kommen für ein Public Viewing in der Stadt nur die Theresienwiese oder die Freifläche am Messegelände in Riem infrage“, sagt KVR-Chef Wilfried Blume-Beyerle. Die Fans wären sicher für die Theresienwiese – 25 000 Fans feierten und weinten hier im vergangenen Jahr beim Finale dahoam. Das KVR hat grundsätzlich nichts gegen eine Wiederholung der Fanparty. Kriterien: Es muss einen Veranstalter geben, und die Fläche muss verfügbar sein.

Allianz Arena

70 000 Fans feierten beim Finale 2010 vor zwei Mega-Leinwänden. Und heuer? „Es ist noch nichts fix“, heißt es von der Stadion GmbH. Die MVG ist dagegen. Denn: Vom 21. Mai an wird die U6 für drei Monate zwischen den Stationen Studentenstadt und Kieferngarten wegen Gleis- und Brückenbauarbeiten unterbrochen – statt Zügen fahren Busse.

Fußgängerzone / Marienplatz

Die großen Fanmeilen in der Innenstadt – in Berlin sind sie längst Kult. Kilometerweit Getränkestandl und große Leinwände – wäre das nicht auch in München denkbar? Leider nein: „Für ­große zentrale Public Viewings sind hohe Sicherheitsaufwendungen nötig, die Genehmigungen dafür sind strenger geworden“, sagt Wolfgang ­Fischer von der Unternehmensinitiative CityPartner München. In der Innenstadt wird es kein ­Public Viewing geben. „In der Fußgängerzone und auf dem Marienplatz ist nichts geplant“, sagt Fischer. Die Straßen bleiben also leer. Aber viele Kneipen und Wirtshäuser zeigen das Spiel.

A. Thieme, D. Costanzo

Public Viewing: Biergärten sind gerüstet

Brezn, Bier und die Bayern – die perfekte Kombination für einen Fußball-Abend. Da ist es nur logisch, dass es in vielen Biergärten das Champions-League-Finale als Public Viewing geben wird. Hier eine kleine Auswahl:

Augustinerkeller (Arnulfstr. 52, Tel. 59 43 93): Vier Leinwände im Biergarten und Saal, 5000 Fans haben Platz. Es ist ganz normal geöffnet.

Hirschgarten (Hirschgarten 1, Tel. 17 99 91 19): Stolze 8500 Fans haben im größten Biergarten der Stadt Platz. Drei Mega-Leinwände und zwei hochauflösende LED-Wände werden hier aufgebaut – falls das Wetter gut ist.

Hofbräukeller (Innere Wiener Straße 19, Tel. 45 99 250): Eine 12 qm große Leinwand wird für 1800 Leute organisiert, bei Regen wird im Festsaal übertragen.

Hinterbrühl (Hinterbrühl 2, Tel. 79 44 94): Drei Leinwände (je neun Quadretmeter) warten im Biergarten auf die Fans. 1.500 Gäste haben draußen Platz, von überall gibt es Sicht auf die Leinwände.

See-Biergarten Lerchenau (Lassallestr. 100, Tel. 31 20 550): Im gemütlichen See-Ambiente gibt es eine Leinwand für 1200 Gäste und Fans.

Waldwirtschaft Großhesselohe (Georg-Kalb-Str. 3, Tel. 74 99 40 30): Drei Flachbildschirme für 2500 Leute. Bei schönem Wetter wird die große Leinwand rausgeholt.

Bavaria Biergarten (Theresienhöhe 15, Tel. 45 21 16 91): große Leinwand zwischen Kastanien, rund 800 Personen haben Platz.

Eine Auswahl der besten Sportsbars für FC-Bayern-Spiele finden Sie hier.

thi

David Costanzo

David Costanzo

E-Mail:David.Costanzo@tz.de

Andreas Thieme

Andreas Thieme

E-Mail:Andreas.Thieme@tz.de

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