Auslosungs-Knaller

CL-Achtelfinale: Bayern nach Italien - Wolfsburg mit Glückslos

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Man kennt sich aus früheren Duellen: Bayerns Arjen Robben im Zweikampf mit Juves Claudio Marchisio.

Nyon - Der FC Bayern München ist im Achtelfinale der Königsklasse gleich gefordert. Der diesjährige Finalist Juventus Turin ist der Gegner. Deutlich einfacher erscheint die Aufgabe des VfL Wolfsburg, der auf den belgischen Meister KAA Gent trifft.

Auf dem Weg zum Champions-League-Finale nach Mailand bekommt es der FC Bayern München mit dem diesjährigen Finalisten Juventus Turin und Weltmeister Sami Khedira zu tun. Mehr Losglück hatte der VfL Wolfsburg, der im Achtelfinale der Königsklasse auf den belgischen Meister KAA Gent trifft. Das ergab die Auslosung am Montag im UEFA-Hauptquartier in Nyon.

Hier gibt es die ganze Auslosung bei uns im Ticker zum Nachlesen.

Damit wird es für die Bayern schon in der ersten K.o-Runde ernst. Bayerns Ehrenpräsident Franz Beckenbauer sprach sogleich von „einer Begegnung, wo man mit der Zunge schnalzen kann“. Mit dem italienischen Rekordmeister verknüpfen die Münchner aber auch gute Erinnerungen. Auf dem Weg zum bislang letzten Triumph 2013 gab es auch das letzte Aufeinandertreffen mit Juventus, beide Spiele gewannen die Münchner im Viertelfinale (2:0 und 2:0). Vorsicht ist aber geboten: In acht Champions-League-Spielen gegen Juventus konnten auch die Italiener schon dreimal gewinnen.

In den Spielen gegen Juve kommt es zugleich zum Wiedersehen mit alten Bekannten. Im Sommer waren Arturo Vidal und Kingsley Coman vom italienischen Meister an die Isar gewechselt. Bei Turin steht unterdessen Mario Mandzukic unter Vertrag, der 2013 mit den Bayern den Henkelpokal gewonnen hatte. Juventus hatte sich in der Vorrunde in der starken Gladbacher Gruppe als Zweiter durchgesetzt. Die Bayern waren als Erster vor dem FC Arsenal weitergekommen.

Ein kleiner Vorteil dürfte die Tatsache sein, dass der Bundesliga-Rekordmeister im Hinspiel am 23. Februar zunächst in Turin antreten muss. Das Rückspiel am 16. März findet dann in München statt.

Wolfsburg ist indes erstmals in der K.o.-Runde der Champions League vertreten. Mit Gegner Gent kann Manager Klaus Allofs sehr gut leben. „Wir haben uns alle ein bisschen Gent gewünscht. Die Aufgabe erscheint lösbar. Das ist ein interessantes Los, ohne den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen“, sagte Allofs, erwartet am 17. Februar in Gent und am 8. März in Wolfsburg aber auch keine Spaziergänge: „Eine Mannschaft, die Valencia und Lyon hinter sich gelassen hat, kann schon Fußball spielen. Wir können aber auch Fußball spielen.“

Das hatten die Wölfe in der vergangenen Woche erst bewiesen, als sie den englischen Rekordmeister Manchester United eliminiert hatten. Der Gruppensieg brachte zugleich weitere Einnahmen von 5,5 Millionen Euro ein. Gent hatte sich in diesem Jahr erstmals für die Champions League qualifiziert.

Javier Zanetti, der langjährige Kapitän von Inter Mailand, zog am Montag weitere interessante Duelle aus dem Topf. So treffen die Weltmeister Mesut Özil und Per Mertesacker mit dem FC Arsenal auf Titelverteidiger FC Barcelona mit dem Ex-Gladbacher Marc-André ter Stegen im Tor. Ein spannendes Duell verspricht auch das Aufeinandertreffen von Paris St. Germain mit dem deutschen Keeper Kevin Trapp und dem englischen Meister FC Chelsea. Toni Kroos trifft indes mit Real Madrid auf den italienischen Vizemeister AS Rom, dem Club des deutschen Nationalspielers Antonio Rüdiger.

Juve "zuversichtlich" für Champions-League-Duell mit Bayern

„Niemand ist unschlagbar. Wir müssen diese Partien mit Demut, Begeisterung und Selbstbewusstsein angehen“, sagte Vize-Präsident Pavel Nedved nach der Auslosung am Montag. „Wir haben bis hierher eine Entwicklung auf ein sehr gutes Niveau gezeigt. Das macht mich zuversichtlich“, ergänzte der ehemalige Juve-Profi.

Der italienische Fußball-Meister, für den seit Sommer auch der deutsche Weltmeister Sami Khedira spielt, hatte sich nach verkorkstem Saisonstart zuletzt gesteigert und in der Liga sechsmal in Serie gewonnen. Der FC Bayern wird aber auch in Italien als eines der stärksten Teams Europas gesehen. "Juve, was für ein Pech", titelte die „Gazzetta dello Sport“ nach der Auslosung, während „Tuttosport“ kommentierte: "Das ist knallhart!"

dpa

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