Ex-FCB-Verteidiger glücklich in Frankreich

Dante: Darum musste ich Bayern verlassen

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Dante (l.) im Euro-League-Spiel gegen Schalke 04.

München - Dante hat mit dem FC Bayern das Triple geholt. Doch Ende August 2015 war das Kapitel vorbei. Nun spricht der Verteidiger über die Gründe, warum er die Bayern verließ.

Ende August 2015 war das Kapitel FC Bayern für Dante beendet. Der Publikumsliebling verließ die Münchner in Richtung Wolfsburg. In der französischen Zeitung L‘Équipe spricht Dante nun über die Umstände seines Wechsels.

„Niemand wollte, dass ich den Verein verlasse“, sagte er. „Bis zum letzten Tag hat der Präsident mir gesagt, dass ich bleiben soll. Niemand hat verstanden, warum ich weggegangen bin.“ Damit ist eines klar: Karl-Heinz Rummenigge und auch Karl Hopfner wollten Dante unbedingt halten. Auch Guardiola sagte nach außen, er sei ein Fan des Brasilianers. Aber: „Ich hatte nicht mehr so viel Verantwortung, habe kaum noch Druck gespürt. Ich habe etwas vermisst und deshalb bin ich zu Wolfsburg gewechselt“, sagt er.

Dante schwärmt von Favre

Ein klarer Wink: Seltene Einsätze, wenig Vertrauen vom Trainer. Vor allem in der Partie gegen Hannover als Guardiola den Verteidiger nach 30 Minuten vom Feld nahm. Doch auch in Wolfsburg fand Dante nicht das sportliche Glück. Deswegen folgte er dem Ruf seines „Entdeckers“ Lucien Favre.

Favre, mittlerweile bei OGC Nizza, baute auf Dante schon in der gemeinsamen Zeit bei Borussia Mönchengladbach. Nun auch in Frankreich. Seinen aktuellen Coach lobt er in den höchsten Tönen. „Er hat alles verändert, als er 2011 nach Gladbach gekommen ist: die Mentalität, die Atmosphäre, die Art, wie wir spielen“, sagt er. „Jeder hat über uns gelacht, aber dann haben wir angefangen, uns zu verbessern. Eine Saison später war alles noch klarer, seine Taktik war einfach perfekt.“ Besonders beeindruckend: Manche Spieler, die Angst davor hatten den Ball zu bekommen, gingen auf einmal großartig mit dem Leder um, berichtet Dante.

Dass Favre auch Nizza weiterentwickelt hat, steht beim Blick auf die Tabelle außer Frage. Nach zehn Spieltagen grüßen die Südfranzosen von der Spitze. Immer mit dabei: Dante.

sap

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