Veröffentlichung am Freitag

Darum kann sich München auf den Bundesliga-Spielplan freuen

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Der FC Bayern eröffnet als Deutscher Meister die neue Saison.

München - Am Freitag veröffentlicht die DFL den Spielplan für die neue Saison. München kann sich freuen - und die Gedanken gehen weiter.

Die Zeiten von Bleistift, Lineal und Radiergummi sind längst vorbei. In der Zentrale der Deutschen Fußball Liga (DFL) in der Guiollettstraße im noblen Frankfurter Westend steht seit geraumer Zeit ein Großrechner, der den Fußball-Fans am Freitag ein sehnlichst erwartetes Geschenk machen wird: Um Punkt 12 Uhr veröffentlicht die DFL die Spielpläne von Bundesliga und 2. Liga - und dass die Freude dann vor allem beim deutschen Meister Bayern München groß sein wird, steht schon vorher fest. Wir berichten von der Präsentation im Live-Ticker.

Der Titelverteidiger darf die 53. Bundesliga-Saison am 14. August mit einem Heimspiel eröffnen, der Gegner wird aber erst bei der Spielplan-Bekanntgabe öffentlich. Ermittelt hat ihn jener Großrechner, für den die DFL ein eigenes Programm hat schreiben lassen. Dieses berücksichtigt hunderte Termine, Fakten und Ausnahmen wie regionale Sonderfälle. Das Münchner Oktoberfest ist so eine Besonderheit - und bietet den Bayern abermals Grund zur Freude: Während der Wiesn-Zeit wird es eine von nur zwei „englischen Wochen“ und damit sicher zwei Heimspiele für den Rekordmeister (und den Lokalrivalen 1860) geben.

Überhaupt wurden viele Wünsche von Klubs, Fans und Polizei berücksichtigt. Borussia Dortmund und Schalke 04 tragen nie gemeinsam Heimspiele aus (Polizei); die Aufsteiger FC Ingolstadt und Darmstadt 98 dürften ein Heimspiel zum Start haben (Klubs); Spiele zwischen weit auseinander liegenden Klubs werden möglichst samstags um 15.30 Uhr ausgetragen (Fans). Götz Bender, „Leiter Spielplanung“ der DFL, ist zufrieden mit seinem Produkt. Zitieren darf man ihn oder einen Mitarbeiter auf Anweisung der DFL vorab aber nicht.

Karneval beeinflusst Spielplanung

Jeder der 36 Profiklubs musste auch Kompromisse eingehen. Besonders goutiert wird aber, dass die DFL eine der zuvor drei „englischen Wochen“ gekippt hat. Damit will sie der hohen Belastungen der Profis Rechnung tragen; 2015/16 wird nur noch einmal je Halbserie unter der Woche gekickt. Nach dem Auftakt in München spielt die Bundesliga ihre Hinserie bis zum 17. Spieltag am 20. Dezember aus, die Rückrunde dauert vom 16. Januar bis 14. Mai 2016 und endet 27 Tage vor Beginn der EURO in Frankreich. In der 2. Liga wird vom 24. Juli bis 15. Mai 2016 gespielt.

Was der Computer in Wurfweite zur Alten Oper in Frankfurt/Main ausspuckt, ist indes nicht das letzte Wort. Er bietet eine Reihe möglicher Spielpläne an, drei kommen in die engere Auswahl. Dort ist bereits berücksichtigt, dass Borussia Mönchengladbach am Karnevalssamstag nicht gegen den 1. FC Köln spielen darf, oder am 1. Mai 2016, einem Sonntag, gar keiner. Welcher der drei Pläne präsentiert wird, entscheidet „Master-Hirn“ Bender.

Der denkt derweil schon weiter. Noch gilt in Deutschland das „Spiegel-Prinzip“, was bedeutet, dass der 1. Spieltag sich am 18. wieder findet. Und der 17. am 34. In England oder Frankreich wurde der „Spiegel“ bereits verworfen. In der Ligue 1 etwa müssen nur sechs Begegnungen zwischen Hin- und Rückspiel liegen. Diese Revolution liegt auch in Deutschland in der Luft ...

SID

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