16 Weltmeister im Kader

Löw holt Badstuber und Gündogan zurück

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Nationaltrainer Joachim Löw.

München - Der WM-Triumph ist abgehakt, dennoch setzt Bundestrainer Joachim Löw auch 2015 auf seine Weltmeister - und die Rückkehrer Holger Badstuber sowie Ilkay Gündogan.

Erstmals mit dem neuen Kapitän Bastian Schweinsteiger sowie den Rückkehrern Holger Badstuber und Ilkay Gündogan will Weltmeister Deutschland den nächsten Schritt zur EM 2016 in Frankreich machen. Schweinsteiger steht diesmal an der Spitze des 23-köpfigen Aufgebots von Bundestrainer Joachim Löw für die ersten Länderspiele des Jahres gegen Asienmeister Australien am Mittwoch (20.30 Uhr/ZDF) in Kaiserslautern und in der EM-Qualifikation bei Außenseiter Georgien am 29. März (18.00 Uhr/RTL).

„Bastian ist unser Kapitän, er hat große Führungsqualitäten. Wir brauchen ihn, auf dem Platz genauso wie außerhalb“, sagte Löw über den 30-Jährigen, der wegen diverser Blessuren seit der WM kein Länderspiel bestritten hat: „Ihn wieder dabei zu haben, ist für uns ein großer Gewinn. Ich bin fest davon überzeugt, dass er an seine zuletzt starken Leistungen (...) nahtlos anknüpfen wird.“

Badstuber hatte zuletzt am 18. Oktober 2012 für Deutschland gespielt (4:4 gegen Schweden), Gündogan war letztmals am 14. August 2013 (3:3 gegen Paraguay) im Einsatz. „Die beiden haben lange Zeiten des Leidens hinter sich, die nun zum Glück vorüber sind. Mich hat es bewegt, Holger und Ilkay wieder am Ball zu sehen, und ich bin beeindruckt davon, wie schnell sie wieder hohes Niveau erreicht haben“, begründete Löw die Nominierung des Defensiv-Duos.

Neben Badstuber und Gündogan, die die WM verletzungsbedingt verpasst hatten, steht auch der formschwache Weltmeister Lukas Podolski im Kader, dem noch 16 „Helden von Rio“ angehören. Auf einen Debütanten verzichtete Löw, der Kölner Jonas Hector (ein Länderspiel) erhält aber eine weitere Bewährungschance. Stürmer Mario Gomez fehlt nach eben überstandener Verletzungspause ebenso wie das Dortmunder Weltmeister-Trio Erik Durm, Matthias Ginter und Kevin Großkreutz. Daneben holte Löw erwartungsgemäß die zuletzt fehlenden Mesut Özil und Marco Reus zurück.

Deutschland steht in der EM-Qualifikationsgruppe D nach vier Spielen mit zwei Siegen und der Niederlage in Polen (0:2) unter Zugzwang. Die DFB-Elf (7 Punkte) hat drei Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Polen, die Verfolger Schottland und Irland sitzen Löws Mannschaft punktgleich im Nacken. „Die Situation ist für uns ungewohnt, sie ist aber kein Problem. Unsere Sinne sind geschärft, wir wissen, dass wir gefordert sind“, sagte Löw dazu.

Das deutsche Aufgebot für die Länderspiele gegen Australien und Georgien:

Tor: Manuel Neuer (Bayern München), Roman Weidenfeller (Borussia Dortmund), Ron-Robert Zieler (Hannover 96)

Abwehr: Holger Badstuber (Bayern München), Jerome Boateng (Bayern München), Jonas Hector (1. FC Köln), Benedikt Höwedes (Schalke 04), Mats Hummels (Borussia Dortmund), Shkodran Mustafi (FC Valencia), Sebastian Rudy (1899 Hoffenheim)

Mittelfeld: Karim Bellarabi (Bayer Leverkusen), Ilkay Gündogan (Borussia Dortmund), Sami Khedira (Real Madrid), Christoph Kramer (Borussia Mönchengladbach), Toni Kroos (Real Madrid), Thomas Müller (Bayern München), Mesut Özil (FC Arsenal), Lukas Podolski (Inter Mailand), Marco Reus (Borussia Dortmund), Andre Schürrle (VfL Wolfsburg), Bastian Schweinsteiger (Bayern München)

Angriff: Mario Götze (Bayern München), Max Kruse (Borussia Mönchengladbach)

SID

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