Drastische Ansage vor Pokalfinale

Sammer: "Jeder muss für den anderen sterben..."

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Für Matthias Sammer geht es gegen Borussia Dortmund um Leben und Tod.

München - Bayerns Sportvorstand Matthias Sammer hat für das Pokalfinale von seinen Spielern maximalen Einsatz gefordert. Unklar sind jedoch die Einsätze einiger Stars.

Bayern München wird wohl ohne Franck Ribery am Samstag in das DFB-Pokalfinale gegen Borussia Dortmund (20.00 Uhr/Bei uns im Live-Ticker) starten. Noch offen ist ein möglicher Einsatz von Bastian Schweinsteiger. „Ich fühle mich gut, aber 90 Minuten könnten schwierig werden“, sagte der französische Superstar am Mittwoch. Wegen Rückenproblemen war Ribery zuletzt ausgefallen, seit Dienstag trainiert er jedoch wieder mit der Mannschaft.

Der 31-Jährige habe während seiner Zwangspause „nicht viel“ machen können. „Das ist schwierig für den Rhythmus“, sagte er. Außerdem sei die Muskulatur im Rücken nach dem Training noch „ein bisschen fest.“

Bei Schweinsteiger, der am Samstag gegen Stuttgart (1:0) wegen einer Reizung der Patellasehne ausgewechselt wurde, müsse man weiter „von Tag zu Tag schauen“, sagte Sportvorstand Matthias Sammer. Bayerns Vize-Kapitän Schweinsteiger hat bislang nicht mit der Mannschaft trainiert. „Pep Guardiola und Bastians Gesundheitszustand entscheiden“, fügte Sammer an.

Sammer: Spieler müssen füreinander sterben wollen

Sammer heizte seine Mannschaft mit Klartext an. „Jeder muss bereit sein, im leistungssportlichen Sinne für den anderen zu sterben“, sagte Sammer am Mittwoch. „Wir brauchen eine Top-Leistung“, weiß Sammer, um das zehnte Double der Vereinsgeschichte perfekt zu machen. Neben unermüdlicher Leidenschaft gehören dazu „ein perfektes Umschaltspiel in beide Richtungen und starkes Zweikampfverhalten“.

Teamgeist und Teamwork sind für den Sportvorstand am Samstag in Berlin auch entscheidender als das Personal. Franck Ribéry wird nach seiner Rückkehr ins Mannschaftstraining wohl nur als Joker infrage kommen. Die Einsätze des angeschlagenen Vize-Kapitäns Bastian Schweinsteiger und des nur individuell trainierenden Thiago sind offen. „Diese drei Spieler sind absolute Weltklassespieler. Ob sie uns 20 Minuten, 30 Minuten oder gar nicht zur Verfügung stehen, spielt am Samstag keine Rolle“, erklärte Sammer.

Klartext sprach auch Ribéry zur Bedeutung des Endspiels: „Wenn wir verlieren, ist es für mich keine gute Saison mehr“, sagte der Franzose. Sammer sieht das anders. Mit dem Meistertitel und vielen aufgestellten Bundesliga-Rekorden sei die Saison bereits gut. Und mit dem Pokalsieg könne es „eine sehr gute“ Spielzeit werden.

dpa/SID

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