Brasilianer nach seinem ersten Jahr beim FC Bayern

Costa: Darum lief es in der Rückrunde nicht mehr rund

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Douglas Costa im Finale um den DFB-Pokal gegen Borussia Dortmund.

München - Douglas Costa war der Senkrechtstarter beim FC Bayern in der abgelaufenen Saison. Jetzt resümiert der Brasilianer sein erstes Jahr in München.

Als Douglas Costa vor ziemlich genau einem Jahr vom FC Bayern verpflichtet wurde, kannte ihn in Deutschland kaum jemand. Satte 30 Millionen Euro überwiesen die Bayern an Schachtar Donezk. Spätestens nach der Rückrunde wusste die Bundesliga, warum der Rekordmeister den Brasilianer geholt hatten.

"Das war tatsächlich ein Quantensprung, nachdem ich zu Bayern kam. Ich habe es gebraucht, zu einem großen Klub zu wechseln", sagte Costa nun im Interview mit dem Kicker nach seinem ersten Jahr in München. Nach einer überragenden Hinrunde lief es in der Rückserie aber nicht mehr richtig rund. "In der zweiten Hälfte passierte das, was in der Karriere eines jeden Spielers passiert. Es gibt immer Aufs und Abs", so der 25-Jährige. "In der ersten Hälfte hat mich auch niemand gekannt, in der zweiten Hälfte kannten mich alle. Insgesamt habe ich aber eine exzellente Saison gehabt." Meisterschaft und Pokal holte er mit dem FCB, nur der Titel in der Champions League blieb ihm verwehrt. Der habe ihm noch zu einer "goldenen Saison" gefehlt, so Bayerns Nummer 11.

Pep Guardiola herzt Douglas Costa nach dem Pokalfinale.

Die insgesamt überzeugenden Leistungen Costas sind in Europa nicht unbemerkt geblieben. So gibt es Gerüchte, wonach der Bayern-Star auf der Wunschliste des FC Barcelona stehen soll. Für Douglas Costa aber kein Thema: "Bayern zu verlassen ist nichts, worüber ich mir im Moment Gedanken mache. Es geht mir sehr gut bei Bayern, das ist eine exzellente Phase meiner Karriere, also möchte ich das fortsetzen und lange in München spielen, viele Titel gewinnen. Bayern ist der Klub, der mir am meisten Ruhm gebracht hat. Alles, was ich derzeit erleben darf, ist wegen Bayern."

Pep Guardiola war es, der ihn unbedingt an die Isar holen wollte. Er gab ihm auch das Selbstvertrauen, sich bei Bayern weiterzuentwickeln. "Die Zuneigung, die ich zu Pep habe, der mich nach Deutschland gebracht hat, werde ich zu keinem Trainer mehr haben", sagt Costa.

Sein nächstes Ziel sind die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro, für die er vom FC Bayern bereits eine Freigabe bekommen hat. Doch mittlerweile ist Carlos Dunga, der Costa fest eingeplant hatte, nicht mehr Nationaltrainer. Die Nominierung findet am 29. Juni statt. "Wenn ich dabei wäre, würde ich mein Bestes geben", so Costa, der aber auch sagt: "Wenn nicht, würde ich nach München zurückkehren und wäre glücklich, wieder bei Bayern zu sein."

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