"Einen wie Vidal möchte ich nicht bei Bayern haben"

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Karl-Heinz Rummenigge (l.) und Uli Hoeneß zeigen sich verstimmt über den geplatzten Vidal-Deal

München - Karl-Heinz Rummenigge hat sich zur Kaderplanung des FC Bayern geäußert, noch einmal deutliche Kritik an Arturo Vidal geübt - und einem Spieler die Freigabe für einen Wechsel erteilt.

Die Bayern-Verantwortlichen zeigen sich immer noch verstimmt. Arturo Vidal hatte zwar seinen Wechsel von Bayer Leverkusen zum FC Bayern zugesagt. Doch als ihn der Werksclub nicht nach München ziehen lassen wollte, wurde er zum Umfaller und unterschrieb kurzerhand bei Juventus Turin. Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat Vidal deswegen schon Wortbruch vorgeworfen.
Jetzt legt Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge via Kicker nach. Er verweist auf die juristische Aktenlage (Bestechungsskandal mit Zwangsabstieg 2006, d. Red.) sowie die sportliche Bilanz der letzten Jahre bei Juve und sagt bissig: "Da kann ich Vidal zu seiner Entscheidung nur beglückwünschen. Solche Spieler möchte ich nicht beim FC Bayern haben." Vidal habe Jupp Heynckes x-mal versprochen, nur zu Bayern zu wechseln, so Rummenigge. Völler habe ihn aber informiert, dass dem nicht so sei und recht behalten.

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Vidal wäre ein i-Tüpfelchen auf dem Bayern-Kader gewesen, doch die Verantwortlichen vermitteln den Eindruck, ihm auch sportlich nicht allzusehr nachzutrauern. Dass der Wechsel geplatzt ist, heißt aber nicht, dass sich der FC Bayern nach einer Alternative umschaut.

Rummenigge bekräftigt, dass die Einkaufstour des FC Bayern abgeschlossen ist - und auch kein Neuer fürs defensive Mitteldfeld mehr kommt. Der Vorstandsboss zählt "vier sehr gute Akteure für zwei Positionen" auf, namentlich Bastian Schweinsteiger, Antoli Timoschtschuk, Luiz Gustavo und David Alaba, nicht aber Danijel Pranjic und Toni Kroos, die ebenfalls in der Zentrale spielen können.

Einen Spieler würde der FC Bayern noch ziehen lassen: Innenverteidiger Breno. Rummenigge bestätigt Anfragen aus dessen Heimat Brasilien, "da sind wir gesprächsbereit, wenn die Angebote passen."

Rummenigge erinnert sich im Kicker auch noch einmal an den Abschied von Miro Klose. Der Stürmer sei nicht bereit gewesen, ins Risiko zu gehen, so Rummenigge, der damit wohl auf den von Bayern angebotenen Einjahresvertrag mit einsatzabhängigen Komponenten anspielt. Rummenigge wünscht Klose zwar alles Gute bei Lazio Rom, verweist jedoch auch auf seine sportlichen Leistungen in jüngerer Vergangenheit. "Seine Statistik war nicht so gut, dass wir zu verrückten Dingen bereit waren: Er erzielte in den letzten Jahren vier Bundesligatore."

al.

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