Von Mumbai an die Säbener

Elfjähriger Inder darf zwei Monate bei Bayern trainieren

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Für ein elfjähriges indisches Talent geht ein Traum in Erfüllung: Zwei Monate Training an der Säbener Straße.

FC Bayern München II - Für den elfjährigen Inder Chandan Nayak wird ein Traum wahr, der von vielen Kindern geträumt, aber von den meisten nie gelebt wird. Er darf zwei Monate beim großen FC Bayern trainieren.

Beim FC Bayern München wird bald ein elfjähriges Talent aus Indien an einem zweimonatigen Trainingscamp teilnehmen, so berichtet es die drittgrößte indische Zeitung timesofindia.Der junge Chandan Nayak kommt aus einem Slum in der Stadt Bhubaneshwar und darf nun laut der Nachrichtenagentur Asian News Internationalneben fünf anderen indischen Talenten am 25. August nach München fliegen.

Der Elfjährige durchlief mehrere Auswahltrainings in Indien und überzeugte die Jury offenbar mit seinen fußballerischen Fähigkeiten. Kurios: Eigentlich war in den Anforderungskriterien eine Altersbegrenzung enthalten. Es waren 14-16-jährige Fußballer gesucht, aber Nayak bewies sein Talent: „Seine Passtechnik und sein Dribbling überraschten alle“, sagt sein Trainer Jaydev Mohapatra. Er entdeckte den 11-Jährigen und lobt: „Ich habe die Magie in dem Jungen gesehen und ihn sofort mitgenommen.“

"Ich möchte eines Tages für die Nationalmannschaft spielen"

Nayak kommt aus sehr armen Verhältnissen und hatte zunächst erhebliche bürokratische Hürden zu überwinden: „Ich hatte die Hoffnung schon aufgegeben, es gab Probleme ein Visa zu bekommen. Aber nun habe ich es,“ sagt der Junge. Nayak besaß weder eine richtige Geburtsurkunde noch einen Pass.

Doch nun ist der Weg für den jungen Fußballer geebnet. Vielleicht wird er irgendwann auch sein großes Ziel erreichen: „Ich bin sehr glücklich, ich möchte eines Tages für die indische Nationalmannschaft spielen“, erklärt das elfjährige Talent.

Mama Nayak: „Er ist ein riesiger Fan von Messi“

Sein Trainer sieht den Schritt zum zweimonatigen Training beim FC Bayern dabei als große Gelegenheit, diesem Ziel näher zu kommen: „Das Training, das er dort bekommt, ist kein Vergleich zu dem, was wir ihm in Indien bieten können. Das ist eine riesige Chance.“

Auch Chandans Mutter hofft, dass sich ihr Junge gut anstellt in Deutschland. Ein Vorbild habe er auch schon: „Wir sind sehr arm. Wir haben keinen Fernseher zu Hause. Aber mein Sohn ist ein großer Fan von Messi. Er hat ein Trikot mit Messis Namen drauf gekauft. Ich werde glücklich sein wenn er unser Land stolz macht. Wir müssen bis zu diesem Tag warten.“

Neben Chandan Nayak werden offenbar 120 weitere Kinder von überall auf der Welt am Trainingscamp des FC Bayern teilnehmen.

sdm

 

Quelle: fussball-vorort.de

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