tz-Interview

Robben drückt Deutschland im EM-Halbfinale die Daumen

+
Arjen Roben verrät im tz-Interview: Er drückt Deutschland im Halbfinale gegen Frankreich die Daumen.

München - Arjen Robben drückt im EM-Halbfinale Deutschland gegen Frankreich die Daumen. Hier lesen Sie das tz-Interview mit dem Bayern-Star. 

Offizieller Trainingsstart an der Säbener Straße ist am Montag, Arjen Robben gibt aber bereits jetzt schon Gas. Pardon: Vollgas. Etwas anderes gibt es ja beim Holländer nicht. Vergangene Saison musste er aufgrund von Adduktorenproblemen beim FC Bayern lange passen. Wie es Robben nun geht, verrät er im Interview:

Herr Robben, Sie fangen bereits eine Woche vor der Mannschaft an. Wie geht es Ihnen?

Arjen Robben: Es geht gut, man kann zufrieden sein. Das ist das, was ich brauche. Es war ein langer Urlaub. Die anderen Jungs hatten sechs, sieben Wochen, aber ich habe nach dem Pokalfinale erst mal noch weitertrainiert und im Urlaub auch noch ein bisschen weitergemacht. Mein Ziel ist es, wieder dabei zu sein, wenn die Mannschaft am 11. zurückkommt. Dafür muss man was tun!

Haben Sie noch Probleme?

Robben: Probleme nicht, aber man muss sich schon wieder anpassen. Ich war lange Zeit nicht bei der Mannschaft, und jetzt muss ich mich wieder an alles gewöhnen. Wir werden langsam aufbauen. Die Vorbereitung ist noch lang, daher muss man damit vernünftig umgehen.

Wie stellen Sie sich die Arbeit unter Carlo Ancelotti vor?

Robben: Ich weiß es nicht. Ich habe ihn weder gesehen, noch mit ihm gesprochen, habe also noch nichts von ihm gehört. Positive Gerüchte sind schon da, aber als Spieler musst du das erst erfahren. Ich freue mich auf die erneute Zusammenarbeit mit einem Toptrainer. In meiner Karriere habe ich schon mit einigen davon Erfahrungen machen können, das war eine große Ehre und ich hoffe, dass es bei ihm diesmal genauso ist.

Die Zielsetzung dürfte klar sein: möglichst alle Titel.

Robben: Das ist immer das Ziel. Man kann auch stolz darauf sein, dass man sich diese Ziele setzen darf. Aber Ziele sind nur Ziele. Wenn man etwas erreichen will, muss man auch ein wenig Arbeit dafür leisten.

Wie steht es um Ihre persönlichen Ziele?

Robben: Ich habe nur eines: fit zu bleiben! Wenn ich fit bin, dann weiß ich, was ich leisten kann für die Mannschaft. Das ist das Einzige. Wieder fit zu sein, und zwar nicht nur körperlich, sondern auch wieder in den Rhythmus zu kommen und Spaß zu haben. Der Rest – das weiß ich aus der Vergangenheit – kommt dann. Nicht von selbst, man muss hart dafür arbeiten, aber es kommt. Und dann heißt es einfach nur genießen.

Robben: Habe die EM 2016 bislang nicht verfolgt

Auch wenn Holland nicht dabei ist – verfolgen Sie die EM?

Robben: Um ehrlich zu sein, habe ich sie nicht verfolgt. Ich habe die Zeit genutzt, um sie bei meiner Familie zu verbringen. Ich war weit weg, ein paar Wochen in Amerika, und da ist man ja nicht so soccerbegeistert. Zwischendurch habe ich die Ergebnisse gesehen, aber die Spiele nicht. Hat auch mal ganz gutgetan.

Im Halbfinale treffen nun Frankreich und Deutschland aufeinander. Ihre Meinung dazu?

Robben: 50:50, glaube ich. Deutschland – Frankreich ist ein interessantes Spiel, vielleicht wird ja das das erste Spiel, das ich anschaue. Ich hoffe für die Jungs, dass sie es schaffen und wieder ins Finale kommen, aber es wird schwer. Frankreich ist aufgrund des Heimvorteils vielleicht sogar der leichte Favorit. Aber es kann alles passieren.

Glauben Sie, dass der Sieger der Partie auch den Titel holt?

Robben: Das würde ich so sagen, aber man darf es eigentlich nicht. Die anderen zwei Mannschaften haben es auch verdient und wenn man ein Finale erreicht, dann marschiert man nicht einfach locker durch. Aber wenn Sie nach meinem Tipp fragen: Derjenige, der das zweite Halbfinale gewinnt, der gewinnt danach auch die Europameisterschaft.

Aufgezeichnet von: lop

auch interessant

Meistgelesen

FC Bayern München: Die möglichen Gegner im Achtelfinale der Champions League
FC Bayern München: Die möglichen Gegner im Achtelfinale der Champions League
Boateng: Eine gute und eine weniger gute Nachricht
Boateng: Eine gute und eine weniger gute Nachricht
Gute Nachrichten von Boateng - schlechte von Hummels 
Gute Nachrichten von Boateng - schlechte von Hummels 
Bayerns Rückkehr zum 4-3-3: Darum ist Vidal der Schlüsselspieler
Bayerns Rückkehr zum 4-3-3: Darum ist Vidal der Schlüsselspieler

Kommentare