Ex-Bayernspieler über die Zukunft von Guardiola

Sagnol: Pep sollte Bayern verlassen, wenn ...

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Willy Sagnol absolvierte zehn Spielzeiten für den FC Bayern.

München - Der Ex-Münchner Willy Sagnol äußert sich im Interview über den FC Bayern und die Zukunft von Pep Guardiola. Doch seinen Rat werden die Bayern-Fans nicht gerne hören.

Update vom 10. November 2015:Werden der FC Bayern und Pep Guardiola weiterhin gemeinsamer Wege gehen? In unserem News-Ticker halten wir Sie über Pep Guardiola und seine mögliche Vertragsverlängerung beim FC Bayern auf dem Laufenden.

Die Zukunft von Pep Guardiola als Bayern-Trainer ist auch nach der Ankündigung der Weihnachtsüberraschung von Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge das große Thema. Geht der Spanier im Sommer, oder verlängert er seinen auslaufenden Vertrag? Willy Sagnol, Ex-Bayern-Spieler und aktueller Trainer von Girondins Bordeaux, hat seine eigene Sichtweise zur Vertragssituation des Münchner Übungsleiters, wie er gegenüber dem Kicker mitteilte. "Wenn er meint, er habe schon 100 Prozent herausgeholt, sollte er ein neues Projekt angehen. Trainer denken in Projekten." Mehr Entwicklungspotenzial für Guardiola sieht der Franzose vor allem bei Manchester City, denn "dieser Klub hat bisher nichts Großes gewonnen". 

Sagnol: "Das klappt nur bei Barcelona oder Bayern"

Doch die Spielphilosophie des Katalanen mit viel Ballbesitz passe zu den Münchnern. "Aber das klappt nur bei Barcelona oder Bayern; mit großen Spielern, die alles verstehen", erklärt Sagnol und vergleicht die Roten mit seinem Team. "Wenn ich mit Bordeaux das Gleiche probiere, gewinnen wir kein Spiel. Weil: In der Zeit, da die Bayern lange den Ball halten und passen, haben wir schon zehnmal den Ball verloren." Daher erinnert sich der ehemalige Weltklasse-Rechtsverteidiger gerne an seine früheren Bayern-Trainer und versucht deren besten Eigenschaften zu übernehmen. "Von Ottmar Hitzfeld das Management, von Felix Magath die Disziplin." 

Sagnol: Guardiola hat andere Probleme als ich

Für den 38-Jährigen spielt zudem die Erfahrung eine bedeutende Rolle in der Trainerlaufbahn. "Auch Guardiola, Mourinho, Capello, Ancelotti, Blanc lernen jeden Tag. Aber die Probleme von Guardiola sind komplett andere als meine. Er hat eine super Truppe, muss es aber schaffen, dass seine Spieler jeden Tag an die Grenzen gehen."

Guardiola will das Triple

Genau diese Probleme sind Guardiola bewusst. "Es ist so schwer, alle drei Tage zu spielen und diese Mentalität zu zeigen. Vielen Dank an unsere Spieler, bis jetzt haben sie es sehr gut gemacht. Ich hoffe, sie können diese Mentalität, diese Aggressivität bis zur Winterpause und dann bis zum Ende der Saison zeigen. Wenn wir nicht das Triple gewinnen, ist es eine schlechte Saison", teilte er im Anschluss an die Partie gegen den VfB Stuttgart mit.

Folgt Sagnol auf Guardiola?

Und sollte der 44-Jährige seinen Vertrag bei den Bayern doch, wie Gerüchten zufolge, um zwei Jahre verlängern, steht mit Sagnol ein möglicher Nachfolger für 2018 parat. "Deutschland und England sind für mich erste Optionen", gab der Franzose Preis und fügte verheißungsvoll an: "Für mich ist Fußball immer eine Frage der Identifikation, mit Bordeaux kann ich mich identifizieren, wie einst mit Bayern."

deu

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