Ehemaliges Talent nun in den Niederlanden aktiv

Ex-Kapitän Strieder: "Andere Vereine sind Bayern voraus"

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Rico Strieder, hier im April 2015 als Kapitän der kleinen Bayern.

FC Bayern München - Schöpf, Sallahi, Schmitz und so weiter. Viele Kicker aus dem FCB-Nachwuchs haben einen anderen Verein als Karriere-Sprungbrett benutzt. So auch Rico Strieder.  

Der heute 23-Jährige gab am 2. Mai 2015 sein überraschendes Profi-Debüt unter Pep Guardiola bei der 0:2-Niederlage gegen Bayer Leverkusen. 90 Minuten durfte er auf der größten deutschen Fußballbühne sein Können als Linksverteidiger zeigen. "Ein Erlebnis und Highlight, das ich nie vergessen werde", gibt Strieder bei transfermarkt.de zu.  

Nun spielt der eigentliche Sechser für den FC Utrecht in der niederländischen Eredivise. Ein eher ungewöhnlicher Weg, den er eingeschlagen hat. Doch das hat auch seinen Grund. "Ohne Erik ten Hag hätte ich mich nicht mit Utrecht beschäftigt. Er hat dabei eine sehr große Rolle gespielt", sagt Strieder.

Ten Hag war Strieders Förderer in der Reserve des Rekordmeisters. Nachdem der Youngster die Vorrunde der Saison 2014/2015 an einer Hüftverletzung laborierte und nicht spielen konnte, führte er nach der Winterpause die Mannschaft als Kapitän aufs Feld. Der Mittelfeldspieler lobt seinen Coach: "Wichtiger für meine Entwicklung als Guardiola war ten Hag, der mir das Vertrauen gibt." Ten Hag ging nach dem Jahr zum FC Utrecht und nahm seinen Schützling mit. 

Diese Vertrauen zahlt der Deutsche mit Leistungen zurück: "Ich habe eine sehr gute erste Saison gespielt. War Stammspieler und wir hatten Erfolg." Mit Utrecht schaffte er es sogar bis ins Pokalfinale gegen Feyenoord Rotterdam und verlor: "Es war ein absolutes Highlight vor fast 50.000 Zuschauern."

Vor dieser Anzahl an Fans will gebürtige Dachauer öfters spielen. "Mein Ziel ist ganz klar die 1. Bundesliga in Deutschland. Ich will mich weiterentwickeln und früher oder später dorthin wechseln", skizziert Strieder seine Zukunft. Der ehemalige Bayer würde sogar den Schritt in die 2. Liga wagen: "Es muss dann eine ambitionierte Mannschaft sein, die um den Aufstieg mitspielt."

Auf die Frage, wie er die Entwicklung in der Jugendabteilung des FC Bayern sieht, hat der Mittelfeldmotor eine passende Antwort parat: "Andere Vereine sind ihnen dort einen Schritt voraus. Trotzdem hat man bei Bayern die optimalen Voraussetzungen, um Profi zu werden." 

Text: Andreas Knobloch

Quelle: fussball-vorort.de

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