Robben, Ribéry, Alonso und Co.

Viele Verträge laufen aus: Was passiert mit diesen FCB-Stars?

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Bei vier von diesen prominenten Bankdrückern läuft der Vertrag zum Ende der Saison aus.

München - Bei acht Bayern-Spielern laufen die Verträge zum Saisonende aus. Mit dabei sind viele Leistungsträger. Mit wem plant der FC Bayern seine Zukunft - und mit wem nicht?

Beim FC Bayern wurde in der jüngeren Vergangenheit viel über den anstehenden Generationen-Wechsel gesprochen. Viele Leistungsträger sind weit über die Alters-Marke von 30 Jahren. Wie Eurosport berichtet, laufen zum Ende der Saison die Verträge von insgesamt acht Spielern aus. Darunter auch altgediente Topstars wie Arjen Robben oder Franck Ribéry. Fraglich, ob der FC Bayern seine Verjüngungskur bereits im nächsten Sommer beginnt. Mit wem der FC Bayern die Zukunft plant -  und wer eventuell mit seiner Rolle vielleicht selbst nicht zufrieden ist - ein Überblick:

Franck Ribéry

Der französische Flügelflitzer ist mittlerweile schon 33 Jahre alt, gehört aber immer noch zu den wichtigen Leistungsträgern im Team. Gerade in den letzten Spielen zeigte Ribéry, dass er alles für den FC Bayern gibt - teils sogar zu motiviert ist. Auch seine Dribblings und Flügelläufe sind bei Fans und Verein gern gesehen. An der Leistung dürften die Vertragsverhandlungen also nicht scheitern. Zudem kehrt Uli Hoeneß zurück zum FC Bayern, mit dem den Franzosen eine tiefe Freundschaft verbindet.

Wichtig wird bei den Vertragsverhandlungen wohl die Laufzeit des neuen Vertrages. Der FC Bayern will Spielern über 30 nur noch Einjahresverträge anbieten. Ribéry würde wohl gerne länger bleiben. Dass der Franzose in München bleibt, scheint sicher, nur wie lange ist offen.

Ribéry bleibt zu 99%.

Arjen Robben

Der Spielstil von Arjen Robben ist unverwechselbar und machte schon in vielen Spielen den Unterschied, zugunsten des FC Bayern. Spätestens seit seinem Tor im Champions-League-Finale 2013 hat sich Robben unsterblich gemacht beim FC Bayern. Der holländische Nationalspieler würde wohl auch gern in München bleiben. Die Frage ist, ob der Verein trotz der großen Verletzungsanfälligkeit und des fortgeschrittenen Alters von 32 Jahren weiterhin auf Robben setzt.

Die Tendenz ist wohl: ja! Wie bei Ribéry wird es bei den Vertragsverhandlungen mehr auf die neue Vertragsdauer ankommen, als darauf, ob man weiterhin zusammen arbeitet. Robben wird so oder so bleiben. Auch Kapitän Philipp Lahm sprach sich für einen Verbleib der beiden Flügelflitzer aus.

Robben bleibt zu 100%.

Xabi Alonso

So lange wie Ribéry und Robben ist Xabi Alonso noch nicht bei den Bayern. Trotzdem weiß man um die Qualitäten des 34-Jährigen Spaniers. Er kann ein Spiel lesen, entscheidende Pässe spielen, aber auch mal zulangen, wenn es denn nötig ist. Auch der neue Trainer Carlo Ancelotti setzt bisher auf Alonso, obwohl das gesetztere Alter mittlerweile auf die Schnelligkeit des Mittelfeld-Routiniers drückt. Konkurrenz auf seiner Position in der Zentrale vor der Abwehr hat er auch genug. Neben Arturo Vidal, Javi Martinez und Thiago drücken vor allem die jungen Joshua Kimmich und Renato Sanchez auf seine Position.

Falls Alonso seinen Vertrag verlängert, wird es in der kommenden Saison wohl schwer werden seinen Stammplatz zu halten. Es ist aber fraglich, ob sich der Weltstar mit der Rolle des Bankdrückers abfinden könnte. Der FC Bayern muss sich fragen, ob es bei dieser Personalie mit dem angestrebten Generationen-Wechsel beginnen will oder, ob Alonso noch eine weitere Saison wertvoll genug ist.

Alonso bleibt zu 40%.

Rafinha

Auch der Deutsch-Brasilianer Rafinha ist mittlerweile 31 Jahre alt. Er sitzt meist auf der Bank und dient als Ergänzungsspieler. Fällt etwa Philipp Lahm aus, ist Rafinha aber immer noch unglaublich wertvoll auf der Abwehr-Außenbahn. Er selbst scheint zufrieden mit seiner Rolle im Team, bekommt er ja auch regelmäßig Einsatzzeiten. Wird der Vertrag verlängert, dann sicherlich nur für ein Jahr, wie die Vereins-Richtlinie es vorschreibt.

Eine Ausnahme von dieser Regel scheint bei Rafinha ausgeschlossen. Jedoch könnte der FC Bayern anstelle von Rafinha auch auf einen jungen Nachwuchsspieler setzen, den man im Windschatten von Philipp Lahm bis zu dessen Karriere-Ende aufbaut. Falls ein passender Ersatz gefunden wird, wird Rafinha wohl gehen müssen.

Rafinha bleibt zu 30%.

Tom Starke

Einen Tom Starke wünscht sich so gut wie jeder Verein. Der 35-Jährige muckt nicht auf in seiner Rolle als dritter Torwart, sprüht vor guter Laune, gibt seine Erfahrung an die anderen Spieler weiter und überzeugt daneben mit Leistung, wenn er denn zum Einsatz kommt. Hier hat der FC Bayern in Christian Früchtl wohl schon einen Nachwuchsspieler gefunden.

Tom Starke wird noch so lange Windschatten für den Youngster geben, bis der reif für den Profi-Kader ist. Starke wäre im nächsten Sommer wohl der falsche Kandidat, um mit der Verjüngungskur anzufangen. Er wird wohl noch ein Jahr beim FC Bayern bleiben, in beiderseitigem Einverständnis.

Starke bleibt zu 90%.

Holger Badstuber

Der Nationalspieler hat einen riesen Rückhalt bei den Fans und dem Verein. Ohne diesen hätte man dem verletzungsanfälligen 27-Jährigen wohl nicht immer wieder die Treue gehalten. Wenn Badstuber fit ist, zeigt er auch gute Leistungen. Aktuell steht er wieder einmal kurz vor einem Comeback.

In der Innenverteidigung hat er mit Mats Hummels, Jerome Boateng und Javi Martinez aber sehr starke Konkurrenz. Hier wird es schwer für ihn werden sich durchzusetzen.

Eine andere Möglichkeit: Badstuber kann auch als Außenverteidiger eingesetzt werden. Mit dieser Vielseitigkeit könnte Badstuber von der Bank aus sehr wertvoll für den Verein sein. Zudem würde man so eine echte Identifikations-Figur in München behalten. Fraglich aber, ob sich Badstuber mit dieser Rolle abfinden wird, falls er zu alter Stärke zurückfindet und dennoch keinen Startplatz bekommt. Im nächsten Sommer wird der Vertrag wohl so oder so für mindestens ein Jahr verlängert werden.

Badstuber bleibt zu 80%.

Kingsley Coman

Das 20-jährige Supertalent war ein Wunschkandidat beim FC Bayern. Die Leihe von Juventus Turin ließ man sich einiges kosten. Aktuell ist der französische Flügelspieler aber nicht mehr so stark wie zu Beginn. Ancelotti gibt ihm zwar Einsatzzeit, überzeugen konnte Coman aber in dieser Saison bisher nicht. Das kann aktuell noch an der überstandenen Kapselverletzung liegen. Doch so langsam sollte Coman in Tritt kommen, will er in München bleiben. An Robben und Ribéry vorbeizukommen, wenn beide fit sind, wird wohl auch schwierig.

Der Verein könnte im Fall Coman auf eine Investition in die Zukunft setzen. Aber da gibt es auch andere, billigere Kandidaten. Das weiß auch der FC Bayern und interessierte sich im Sommer etwa für Serge Gnabry und Julian Brandt. Bei Coman hängt wohl viel davon ab, wie er sich in der laufenden Saison noch entwickelt. Aktuell stehen die Zeichen eher auf Rückkehr nach Italien.

Coman bleibt zu 30%.

Julian Green 

Der 21-Jährige Stürmer aus den USA konnte bei den Bayern nie so recht landen. Zwar traf er in der Vorbereitung einige Male, doch für die A-Elf reicht es, zumindest in wichtigen Spielen nicht. Green hat sicher viel beim FC Bayern lernen können und sich gut entwickelt. Diese Erfahrung wird er aber wohl ab dem Sommer 2017 bei einem anderen Verein einsetzen.

Green bleibt zu 5%.

So lange laufen die Verträge der Bayern-Stars

rs

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