Vorwürfe wegen seiner Top-5-Auswahl

Ex-Kollegen vergessen? Italiener kritisieren Vidal

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Zwei Akteure, die vergangene Saison noch das Trikot von Juventus Turin trugen: Arturo Vidal (l.) und Kingsley Coman.

München - Aus den Augen, aus dem Sinn? Arturo Vidals Auswahl seiner persönlichen Top-5-Spieler stößt in Italien auf Unverständnis, da der Chilene keinen Ex-Kollegen von Juventus Turin benannt hat.

Das nennt man dann wohl Vorgeplänkel! In einer Woche kommt es in der Champions League zum mit großer Spannung erwarteten Duell zwischen Juventus Turin und dem FC Bayern - und in Italien werden im übertragenen Sinne jetzt schon die Messer gewetzt.

Erste Strohfeuer vor dem Champions-League-Duell Juve vs. Bayern

In einem aktuellen Artikel der italienischen Sportzeitung "Gazzetto dello Sport" bekommt Bayern-Profi Arturo Vidal sein Fett weg. Unter der Überschrift "Vidal zeigt Juve die kalte Schulter" kritisiert das Blatt den Chilenen, der vor seinem Wechsel zum deutschen Rekordmeister von 2011 bis 2015 das schwarz-weiß-gestreifte Trikot der "Alten Dame" trug. Der Grund? Eher nichtig!

Vidal hatte sich in einem Interview bei uefa.com "erdreistet", in seine persönliche Top-5-Spieler-Auswahl keinen einzigen Ex-Kollegen von Juve aufzunehmen. Stattdessen nominierte der "Krieger" neben den üblichen Verdächtigen Lionel Messi und Cristiano Ronaldo gleich drei seiner aktuellen Teamkollegen: Manuel Neuer, Robert Lewandowski und David Alaba.

Gewollte Stichelei vor dem Champions-League-Clash oder reiner Snobismus, fragt sich da die "Gazzetta". Wie konnte Vidal nur seine Ex-Kollegen vergessen, mit denen er immerhin vier Mal die italienische Meisterschaft, ein Mal den italienischen Pokal und zwei Mal den Supercup gewann und nur ganz knapp im vergangenen Jahr im Finale der Champions League am FC Barcelona scheiterte?

Vidal ignoriert Juve-Spieler

Neuer besser als Gianluigi Buffon? Lewandowski im Sturm anstelle von Alvaro Morata? Und was, so die Gazzetta, ist eigentlich mit den so wichtigen Abwehrspielern? Hat Vidal denn Eisenfuß Giorgio Chiellini komplett aus seinem Gedächtnis gestrichen? Und auch Paul Pogba, der immer mal wieder als nächster 100-Millionen-Transfer gehandelte Star in der Juve-Zentrale, hat wohl keinen bleibenden Eindruck beim Chilenen hinterlassen.

Um so besser, meint die "Gazzetta", dass sich am 23. Februar im Achtelfinal-Hinspiel schon die erste Chance bietet, um Vidal die scheinbar Vergessenen wieder ins Gedächtnis zur rufen und ihn eines Besseren zu belehren.

Aus Bayern-Sicht könnte man auch sagen: Spätestens nach dem Duell gegen Juve werden die Italiener verstehen, warum Vidal gleich drei seiner aktuellen Mitspieler nominiert hat...

Denis Huber

Denis Huber

E-Mail:denis.huber@merkur.de

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