Der "Monsieur" als Streitschlichter

Ribéry im Clinch mit Simeone: Das war der Auslöser

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Komm mal runter: Franck Ribéry beruhigte Diego Simeone mit seinen eigenen Mitteln.

München - Franck Ribéry als Streitschlichter ist schon ungewöhnlich. Beim Rückspiel des FC Bayern gegen Atlético packte er sich den Madrider Trainer. Das war passiert.

Die erste Halbzeit beim Rückspiel zwischen dem FC Bayern und Atlético Madrid war wahrlich nicht arm an Highlights. Neben dem druckvollen, aber immer kontrollierten Spiel der Münchner bleiben wohl vor allem das Freistoß-Tor von Xabi Alonso und der verschossene Elfmeter von Thomas Müller in Erinnerung. Doch auch abseits des Spielfelds ging es zur Sache. Und zwar zwischen den Trainern Pep Guardiola und Diego Simeone. Ausgerechnet der sonst so heißblütige Franck Ribéry musste daraufhin als Streitschlichter eingreifen - und tat dies engagiert.

Diego Simeone war ein kleines bisschen aus seiner Coaching-Zone heraus.

Was war passiert? Gut 15 Minuten vor dem regulären Halbzeitpfiff wurde das Spiel ruppiger. Angespornt von ihrem argentinischen Trainer gingen die Madrilenen deutlich körperlicher zur Sache und bauten auch das ein oder andere versteckte Foul ein. So weit, so normal für ein Halbfinale der Champions League. Jeder kämpft eben mit seinen Waffen. Als in der 37. Minute dann Robert Lewandowski nach einem Schlag in den Bauch von Atléticos Juanfran benommen am Boden lag wurde es aber Diego Simeone offenbar zu bunt.

Simeones Hand am Hals von Ribéry, Pep Guardiola im diplomatischen Talk mit Simeones Assistenztrainer.

Der Coach des Bayern-Gegners, der selber nicht gerade als Kind von Traurigkeit bekannt ist, ging auf seine typische Art zunächst zum vierten Offiziellen, der an diesem Abend um seinen Job nicht zu beneiden war. Doch dies reichte Simeone nicht. Als der Unparteiische seinen Forderungen nach einer Verwarnung für den FCB-Stürmer nicht nachkam, ging der Trainer der Spanier noch einen Schritt weiter. Er lief in Richtung Coaching-Zone der Münchner.

Damit weckte er aber den sonst so in sich ruhenden Herrmann Gerland. Der "Tiger" warf Simeone ein paar Sätze entgegen, die Situation war weiter angespannt. Schließlich ging Franck Ribéry dazwischen und wollte die Sache beruhigen. Doch das brachte Simeone erst recht in Rage. Er griff dem "Monsieur" an den Hals, der ließ sich aber nicht provozieren. Sondern hob Simeone kurzerhand hoch und trug ihn aus der Coaching Zone. Eine Minute später hatte sich die Situation dann wieder halbwegs beruhigt.

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Es war nicht der einzige Ausraster Simeones: Als ihm der an diesem Abend eher schwache Schiedsrichter Cüneyt Cakir die Auswechslung eines Spielers nicht erlaubte, kam er beim Stand von 2:1 noch einmal richtig in den roten Bereich. Er haute einen seiner Co-Trainer derb auf die Schulter.

Warum Simeone das Ende des Spiels an der Seitenlinie miterleben durfte, wird wohl vorerst einmal das Geheimnis des Schiedsrichters bleiben.

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bix

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