Dortmund-Boss über FCB, Götze und Transfers

Aubameyang zu Bayern? Titel-Chance für BVB? Das sagt Watzke

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Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer von Borussia Dortmund.

Dortmund - BVB-Boss Hans-Joachim Watzke spricht über den Wechsel von Mario Götze, einen möglichen Transfer von Pierre-Emerick Aubameyang zum FCB und die Titelchancen Dortmunds.

Die Wogen zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund haben sich wieder geglättet, der Ton zwischen Isar-Metropole und Ruhrpott ist wieder respektvoll. Auch die Transfers im Sommer dürften ihren Teil dazu beigetragen haben, schließlich wechselten mit Mario Götze, Sebastian Rode und Mats Hummels gleich drei Spieler zwischen den beiden deutschen Top-Teams hin und her.

Vor allem die Rückkehr von Mario Götze schlug hohe Wellen. Viele zweifeln, ob der Schritt zurück nach Dortmund der richtige war. „Wer Spieler dieser Qualität holt, kann nicht viel falsch machen“, sagte jetzt BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke auf die Transfers von Götze und Andre Schürrle angesprochen. „Das waren für uns die einfachsten Transfers. (...) Bei beiden hatten wir nicht eine Sekunde Magenschmerzen, beide Transfers stellen kein Risiko dar. Bei Mario ohnehin nicht. Er ist erst 24, kennt die kompletten Abläufe beim BVB, wir kennen ihn, wir wissen, was er kann.“

Watzke: „Götze hat bei Bayern Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit verloren“

Der 57-Jährige weiß aber auch, dass Rückkehrer Götze noch Zeit braucht, um wieder zu alter Stärke zu finden. „Mario lebt von der Selbstverständlichkeit in seinem Spiel. Davon, dass er im Gegensatz zu anderen gar nicht darüber nachdenken muss, was er mit dem Ball macht. Bei ihm ist das immer eine einzige fließende Bewegung. Dafür braucht er totales Selbstvertrauen, das ihm durch seinen Wechsel nach München abhanden gekommen ist. Er hat Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit verloren, aber er ist auf einem guten Weg, beides zurückzugewinnen.“

Es gibt immer wieder Spekulationen, wonach sich der FC Bayern demnächst erneut beim BVB bedienen könnte. Das Objekt der Begierde ist diesmal Pierre-Emerick Aubameyang. Doch das wiegelt Watzke ab: „Was soll er bei Bayern?“ Der Grund für diese Meinung: „Zusammen funktionieren Lewandowski und Aubameyang ohnehin nicht optimal, das hat ihr gemeinsames Jahr in Dortmund gezeigt. Abgesehen davon sind wir natürlich bestrebt, ihn zu halten. Auba ist ein außergewöhnlich guter Spieler - und ein wunderbarer Typ.“

Watzke: „Bayern kannst du nicht im Vorbeigehen attackieren“

Borussia Dortmund gilt seit Jahren als der einzig ernstzunehmende Kontrahent des FC Bayern auf nationaler Ebene, doch Watzke glaubt in diesem Jahr nicht an eine realistische Chance auf den Titel, das BVB-Team werde seinen Leistungshöhepunkt nicht in dieser Spielzeit erreichen. „In diesem Jahr nicht“, so Watzke. „Fakt ist: Bayern München ist eine der drei besten Mannschaften der Welt. Die kannst du nicht im Vorbeigehen attackieren. Und solange Bayern München doppelt so viel Geld für die Mannschaft ausgeben kann wie wir, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Klub deutlich mehr Punkte holt. Bayern hat sich mit Mats Hummels noch einmal verbessert - und einen Manuel Neuer im Tor, der als bester Torwart der Welt noch einmal 25 Prozent besser ist als der zweitbeste.“

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